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Durban

Brasilianische Magerkost: Nur 0:0 gegen Portugal

Magerkost statt Feinschmecker-Menü: Die brasilianischen Ball-Zauberer und Portugals Fußball-Künstler haben im Bruderduell enttäuscht und ihre hoffnungsvollen Fans mit einer tristen Nullnummer abgespeist.

Einsatz
Dani Alves (r) versucht Cristiano Ronaldo den Ball abzunehmen.

Mit dem 0:0 gegen Ronaldo und Co. in Durban konnte der fünfmalige Weltmeister den Angriff der Portugiesen jedoch abwehren und zieht als Sieger der Gruppe G ins Achtelfinale ein. «Wir hätten sicher ein bisschen mehr bringen können. Aber alle haben alles gegeben. Es ist wichtig, dass wir ein 0:0 mitgenommen haben», sagte der souveräne Abwehrchef Lucio.

Ballannahme
Dani Alves (r) nimmt den Ball vor dem Portugiesen Coentrao an.

Vor 62 712 Zuschauern im Moses Mabhida-Stadion dominierten im Favoritenduell lange Zeit nur die Abwehrreihen. Erst im zweiten Durchgang drängten die Portugiesen mit etwas mehr Engagement auf die Entscheidung, doch zu einem Treffer reichte es nicht. Als Gruppen- Zweitem droht Portugal nun im Achtelfinale das ungeliebte Duell mit Europameister Spanien. Carlos Queiroz war dennoch zufrieden: «Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und nach der Pause die Ärmel hochgekrempelt», behauptete der Coach der Südeuropäer.

Ärger
Portugals Trainer Queiroz (M) wirft vor Wut seine Jacke auf den Boden.

Das mit Spannung erwartete Duell zwischen dem fünffachen Weltmeister und den «Brasilianern Europas» konnte die hohen Erwartungen zu keiner Phase erfüllen. Ohne Raffinesse und Engagement spulten die Brasilianer ihr Pensum ab und bereiteten den verwöhnten Fans in der Heimat eine herbe Enttäuschung. Rasen-Schach statt Samba-Fußball hieß die Devise für die «Seleção», die ohne den gesperrten Regisseur Kaka und den gegen die Elfenbeinküste verletzten Elano auskommen musste. Die Portugiesen, die in den letzten 26 Länderspielen zum 22. Mal ohne Gegentor blieben, zogen sich weit zurück und verzichteten zunächst auf eigene Angriffsbemühungen.

Durchgesetzt
Portugals Danny setzt sich gegen zwei Brasilianer durch.

Erst nach einer halben Stunde nahm die Partie allmählich Fahrt auf. Eine Unaufmerksamkeit von Ricardo Costa bescherte dem Rekord- Champion prompt die erste Möglichkeit, doch Torhüter Eduardo lenkte den aus kurzer Distanz abgegebenen Schuss von Nilmar gedankenschnell an die Latte (30.). Trainer Carlos Dunga hatte dem Angreifer vom FC Villarreal den Vorzug vor dem zuletzt nicht überzeugenden Robinho gegeben. Neun Minuten später fühlte sich kein Portugiese für Luis Fabiano zuständig, dessen Kopfball knapp neben dem Tor landete.

Kopfball
Der Brasilianer Lucio (r) köpft den Ball vor Cristiano Ronaldo.

So richtig Farbe ins Spiel brachte einzig Schiedsrichter Benito Archundia. Dem Mexikaner gelang das Kunststück, allein in der ersten Halbzeit sieben Akteuren die Gelbe Karte zu zeigen, obwohl die Begegnung keinesfalls überhart war. Dunga reagierte noch vor der Pause auf das «Kartenspiel» und ersetzte den gelb-rot-gefährdeten Felipe Melo durch den Wolfsburger Josue.

Schwalbe
Portugals Tiago (r) lässt sich im Strafraum fallen und bekommt dafür die Gelbe.

Schon mit seiner defensiven Aufstellung hatte Carlos Queiroz signalisiert, dass ihm eigentlich ein Punkt genug sei. Denn trotz der beruhigenden Sieben-Tore-Vorlage im Spiel gegen Nordkorea hatte der Trainer nicht weniger als sechs gelernte Abwehrspieler aufs Feld geschickt. Erst nach dem Seitenwechsel gaben die Portugiesen ihre sture Defensivhaltung auf und ließen so etwas wie Siegeswillen erkennen.

Gelb
Schiedsrichter Tellez (M) zeigt dem Portugiesen Duda Gelb.

Auch der bis dahin fast unsichtbare Cristiano Ronaldo taute endlich auf: Mit einem Sprint auf der rechten Seite bereitete der frühere Weltfußballer in der 60. Minute die bis dahin beste Chance für sein Team vor, doch Raul Meireles brachte den Ball aus wenigen Metern nicht an Julio Cesar vorbei. Auf der Gegenseite konnte Julio Baptista Superstar Kaka nicht gleichwertig ersetzen. Das Spiel der Brasilianer wurde indes immer uninspirierter. Doch in der Nachspielzeit musste Eduardo bei einem Schuss von Ramires noch einmal alles aufbieten.

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