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    Boateng & Co.: Bundesligisten wollen Ladenhüter loswerden

    Bitte zugreifen! Vier Wochen vor dem Ende der Sommertransferperiode in der Fußball-Bundesliga werden händeringend Abnehmer für die Ladenhüter gesucht.

    Streichkandidat
    Soll von Schalkes Gehaltsliste gestrichen werden: Kevin-Prince Boateng.
    Foto: Bernd Thissen - dpa

    Ob Kevin-Prince Boateng oder Vedad Ibisevic - aus ehemaligen Leistungsträgern sind angesichts gültiger Verträge Belastungen für die Finanzen und teils sogar für das Binnenklima der Vereine geworden. Eine Auswahl:

    VfB-Großverdiener
    Stuttgart will sich von Stürmer Vedad Ibisevic trennen.
    Foto: Lukas Schulze - dpa

    KEVIN-PRINCE BOATENG (28, Schalke 04):

    Eigenwillig
    Eljero Elia darf bei Werder nicht mal mehr mittrainieren.
    Foto: Carmen Jaspersen - dpa

    Aufsichtsratschef Clemens Tönnies pries Kevin-Prince Boateng bei seiner Verpflichtung im Sommer 2013 als «Leuchtturm» für die Mannschaft. Heute wollen die Schalker den früheren Star des AC Mailand nur noch loswerden. Trauriger Höhepunkt: Im Mai wurde der ghanaische Nationalspieler zusammen mit Sidney Sam freigestellt. Boateng steht nun vor einem Wechsel zu Sporting Lissabon. Auch Verteidiger Felipe Santana würden die Schalker gerne noch abgeben. Sein Weg könnte in die Türkei führen.

    Fußball-Feingeist
    Ronny hat eine brillante Technik, ist den Berlinern aber zu wenig laufstark.
    Foto: Soeren Stache - dpa

    VEDAD IBISEVIC (30, VfB Stuttgart):

    HSV-Ladenhüter
    Hamburg will sich von Angreifer Artjoms Rudnevs trennen.
    Foto: Daniel Bockwoldt - dpa

    Im Sommer 2014 frischten Vedad Ibisevic und der VfB Stuttgart ihre Partnerschaft bis zum 30. Juni 2017 auf. Den Großverdiener würde der klamme VfB nun gerne von der Lohnliste streichen - genauso wie Mohammed Abdellaoue. Sowohl Ibisevic, der beim furiosen Testspielsieg gegen Manchester City am Samstag nur in Zivil unterwegs war, als auch der Norweger dürfen sich neue Vereine suchen. China wird immer mal wieder als neue Destination für Ibisevic genannt. Sein Führungstor am 29. Januar 2014 beim 1:2 gegen den FC Bayern München dürfte sein letztes Bundesligator für den VfB gewesen sein.

    ELJERO ELIA (28, Werder Bremen):

    Johan Micoud, Ailton, Diego - Werder hatte mal ein Händchen für schwierige Profis. Mit dem Niederländer Eljero Elia wurden die Bremer aber bis heute nicht glücklich. Von den 2012 an Juventus Turin überwiesenen 5,5 Millionen Euro Ablöse wird der Bundesligist im günstigsten Fall noch einen Bruchteil zurückbekommen. Der frühere HSV-Profi Elia darf mittlerweile nicht mal mehr mittrainieren, er soll den SV verlassen. Die Interessenten dürften bei dem eigenwilligen Offensivmann aber nicht Schlange stehen.

    RONNY (29, Hertha BSC):

    Herrliche Pässe, wuchtige Schüsse - die Vorzüge des brasilianischen Linksfußes wiegen seine Nachteile nach Ansicht der Hertha-Bosse nicht mehr auf. Für das laufintensive Spiel in der deutschen Eliteklasse ist der Fußball-Feingeist nicht immer bissig genug gewesen. Nach fünf Jahren in der Hauptstadt hätte die Hertha nichts gegen eine Luftveränderung des Spielmachers - trotz Vertrags bis 2017. Al-Wahda aus Abu Dhabi soll Interesse haben. Ronny befindet sich in bester Gesellschaft. Hertha will im Zuge einer Kaderbereinigung auch Änis Ben-Hatira oder den früheren Kapitän Peter Niemeyer abtreten.

    GONZALO JARA (29, Mainz 05):

    Ein chilenischer WM-Teilnehmer für Mainz 05? Im Sommer 2014 war es soweit. Gonzalo Jara trat seinen Dienst an - und erfreut sich mittlerweile nicht mehr allerhöchster Beliebtheit. Bei der Copa América griff er seinem Gegenspieler Edinson Cavani aus Uruguay an den Hintern und provozierte damit einen Platzverweis des Pariser Stürmerstars. «Ich hasse nichts mehr als Theatralik», schimpfte Manager Christian Heidel danach. Aber auch in diesem Fall gilt: Beide Parteien haben einmal den Vertrag unterzeichnet.

    ARTJOMS RUDNEVS (27, Hamburger SV):

    Der Lette war vor drei Jahren als Nachfolger von Mladen Petric gedacht gewesen. Doch an die Treffsicherheit seines Vorgängers reichte Artjoms Rudnevs nie heran. Während seiner Ausleihe zu Hannover 96 konnte er sich für eine Weiterbeschäftigung auch nicht empfehlen. Nun zählt er etwa neben Petr Jiracek zu den Streichkandidaten von Peter Knäbel, die bestenfalls noch ein wenig Ablöse einbringen könnten. Der Sportdirektor bewies in diesem Sommer aber schon Geschick bei der Kaderentschlackung.

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