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München

Bayern: Ein Sieg und viele vertane Chancen

"Holt den Sieg für uns" – das Häuflein versprengter Wolfsburg-Fans gab ein Wunschkonzert in der U-Bahn zur Münchner Arena. Man war gewillt hinzugehen und ihnen zu raten, es doch mal mit einer anderen Stadt, einem anderen Verein, einer womöglich machbaren Aufgabe zu versuchen. Wenn es denn nicht schon zu spät gewesen wäre.

Aus München berichtet unser Redakteur Klaus Reimann

Nein, es bleibt dabei: Bei der Jagd nach Punkten haben die Wölfe auch diesmal nichts gerissen beim FC Bayern. Die neue Spielzeit im von einigen schon leicht euphemistisch als Weltmeisterliga titulierten Oberhaus begann beim 2:1 (1:0)-Erfolg standesgemäß für den Rekordmeister. Zumindest vom Ergebnis her. Dass der Sieg in der letzten Viertelstunde doch noch einmal in Gefahr geriet, hatten sich die über weite Strecken hoch überlegenen Bayern selbst zuzuschreiben. Zu leichtfertig waren sie mit ihren Chancen umgegangen und zu leichtfertig hatten sie die lange Zeit lethargischen Wölfe ins Spiel kommen lassen.

Beide Mannschaften hatten sich vor diesem Auftaktmatch ja in vornehmer Zurückhaltung geübt. Wehklagen war die bevorzugte Begleitmusik. Eingedenk zahlreicher Verletzter und des Trainingsrückstandes bei den Weltmeistern prophezeite Münchens Coach Pep Guardiola vorsichtshalber schon mal eine "sehr, sehr schwere Saison".

Um es zumindest der Defensive etwas leichter zu machen, stellte der Spanier auf Viererkette um und beorderte Philipp Lahm als Sicherheitschef sozusagen wieder auf die Position des rechten Außenverteidigers. David Alaba rückte auf die Sechserposition und damit in die Rolle des Spielmachers.

Nach gut einer Viertelstunde hatten die Bayern das Gefühl, sich lange genug eingespielt zu haben in dieser ungewohnten Formation. Waren die Wolfsburger bis dahin durchaus gewillt, hier und da am Spiel teilzunehmen, so nahm diese Bereitschaft in der Folgezeit immer mehr ab. Nach einer halben Stunde hatten die Gäste für den Rest der ersten 45 Minuten endgültig die Statistenrolle eingenommen. Die Überlegenheit der Bayern wuchs zu einer drückenden an. Musste Wolfsburgs Keeper Max Grün bis zur 30. Minute nur zweimal bei Chancen von Thomas Müller (12.) und Arjen Robben (18.) eingreifen, so herrschte in der Schlussviertelstunde von Halbzeit eins sozusagen Daueralarm im Strafraum der Wölfe. Müller (29.) und Robert Lewandowski (30.) scheiterten noch. Doch weil völlig lethargische Wolfsburg weiter um den Gegentreffer bettelten, wollte sich Müller nicht lange bitten lassen. Auf Pass von Robben erzielte der Weltmeister das längst fällige 1:0 für den Rekordmeister (37.). Was aber war mit Wolfsburg los? Auch wenn bei den Wölfen fünf verletzt Spieler fehlten und die schwache Vorstellung im Pokal in Darmstadt nicht eben Anlass zu übergroßem Optimismus bot, eine derart mutlose und fehlerhafte Vorstellung bis dahin musste doch überraschen.

Nachdem Robben kurz nach der Pause das 2:0 gelang (47.), schien das Schicksal der Wolfsburger in München ein weiteres Mal besiegelt zu sein. Doch als Ivica Olic nur fünf Minuten später in einer Art Verzweiflungstat das 2:1 erzielte (52.), verlieh dieses Tor dem Spiel noch einmal eine nicht mehr für möglich gehaltene Brisanz. Die Bayern machten trotz guter Chancen den Sack nicht zu, Wolfsburg spielte auf einmal dann doch Fußball und hatte durch Junior Malanda die Riesenchance zum Ausgleich (79.). Aber am Ende schlug für Wolfsburg im 21. Meisterschaftsspiel bei den Bayern die 20. Niederlage zu Buche. Die Bundesliga ist eben kein Wunschkonzert.

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