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    Bambergs Basketballer verlernen verlieren

    Der erste Schritt zum erneuten Double ist gemacht, nun wollen die Brose Baskets Bamberg ihre Gegner in der Liga weiter das Fürchten lehren. Mit dem Pokalsieg erfüllten die Franken Teil eins ihrer Basketball-Mission.

    Sieger
    Der deutsche Basketball-Pokal-Sieger 2011 heißt erneut Brose Baskets Bamberg.
    Foto: DPA

    Die Tatsache, dass sie beim Top Four am Wochenende nicht einmal in Bestform agierten, lässt bei den Kontrahenten alle Alarmglocken schrillen. Zumal sich der deutsche Meister nach dem dritten Titel in Serie schon einmal von einer Teillast befreit sieht. «Das nimmt uns ein wenig den Druck, der von allen Seiten auf uns aufgebaut wird», sagte Bambergs Manager Wolfgang Heyder.

    Pokalübergabe
    BBL-Geschäftsführer Jan Pommer übergibt dem Bamberger Casey Jacobsen den Siegerpokal.
    Foto: DPA

    Der umtriebige Macher der Bamberger Erfolgsstory war nach dem Coup ein zufriedener Mann. Im frisch gedruckten Pokalsieger-Shirt stand Heyder gelassen im Hinterhof der Stechert-Arena und lauschte genussvoll den vom Vorplatz der Halle herüberwehenden Jubelgesängen der Baskets-Fans. «Das war ein tolles Wochenende und Werbung für den deutschen Basketball», meinte Heyder.

    Feiern
    Mit Konfettiregen und Sektduschen feierten die Bamberger ihren Triumph.
    Foto: DPA

    Mit dem Schachzug, sich um die Austragung des Finalwochenendes zu bewerben, sicherte Heyder seinem Team nicht nur den sowohl beim knappen Halbfinalerfolg gegen die Artland Dragons als auch beim Zittersieg im Finale gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig mitentscheidenden Heimvorteil. «Auch finanziell ist ein klein wenig übrig geblieben», erklärte der Bamberger Manager erfreut.

    Freude
    Predag Suput (r) und Tibor Pleiß feiern den Pokalgewinn.
    Foto: DPA

    Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Liga-Verantwortlichen. Mit ihrer vor zwei Jahren getroffenen Entscheidung, das Top Four wieder in jenen Städten stattfinden zu lassen, in denen auch Bundesliga-Basketball zu Hause ist, lagen die BBL-Bosse goldrichtig. Nach tristen Veranstaltungen in Hamburg zeigte die Stimmungskurve bereits im vergangenen Jahr in Frankfurt nach oben.

    Sektdusche
    Zwei Bambergerspieler gießen Sekt über den Kopf von Predag Suput.
    Foto: DPA

    Bei den nach dem orangenen Leder verrückten Bambergern war das Turnier nun endgültig in den richtigen Händen. «Die Stimmung war toll, die Spiele spannend, was wollen wir mehr», sagte Ligaverbands-Präsident Thomas Braumann. Für die Veranstaltung im kommenden Jahr haben sich die ersten Bundesligisten als Ausrichter bereits in Stellung gebracht, Braumann rechnet mit mindestens drei Bewerbungen – das in der Vergangenheit eher lästige Top Four hat sich zu einem Premium-Produkt entwickelt.

    Riesen
    Tibor Pleiß (l) wird von zwei Braunschweiger zugestellt und sucht eine Anspielstation.
    Foto: DPA

    Die Brose Baskets Bamberg dürfen sich laut Reglement jetzt erst einmal drei Jahre lang nicht bewerben, doch auch ohne das frenetische Publikum im Rücken dürften sie zum Dauergast der Pokalendrunde werden. Kaum ein Team in der Geschichte des deutschen Basketballs war so ausgeglichen besetzt wie die heutigen Brose Baskets.

    Singen
    Vor dem Spiel sang Gotthilf Fischer die Nationalhymne.
    Foto: DPA

    Der jüngste Siegeszug hat sie zudem mit einem unbändigen Selbstvertrauen ausgestattet. «Wir hatten nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren können», sagte Anton Gavel – wohl gemerkt nach einem Endspiel, das die Bamberger gegen starke Braunschweiger gerade einmal mit drei Punkten Unterschied (69:66) gewonnen hatten.

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