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London

«Außergewöhnlich»: De Zordo ärgert Stars weiter

dpa

Nur 41 Zentimeter fehlten Matthias de Zordo zu seinem ersten Sieg in der Diamond League. Schon wieder wurde der Speerwerfer nur knapp von Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen geschlagen.

In Form
Speerwerfer Matthias de Zordo hat in London den zweiten Platz belegt.

Doch der Senkrechtstarter der deutschen Leichtathletik packte seine Sporttasche nach dem Meeting in London trotzdem mit einem breiten Lächeln. Während Verena Sailer an ihre internationalen Grenzen stieß und das 100-Meter-Finale verpasste, hat der Vize-Europameister aus Saarbrücken seine EM-Form bestätigt. «Das ist etwas ganz, ganz seltenes und eine außergewöhnliche Leistung», sagte Chef-Bundestrainer Herbert Czingon der Nachrichtenagentur dpa.

De Zordo ist erst 22 Jahre alt. Er ist in diesem Jahr zum ersten Mal deutscher Meister geworden und hat bei der EM in Barcelona seine erste internationale Medaille gewonnen. Die Regel in solchen Fällen ist, «dass sich ein solches Ergebnis erstmal nicht so ohne weiteres wiederholt», erklärte Czingon. Viele junge Athleten konzentrieren sich voll auf ein Großereignis und fallen danach in ein kleines Loch, Linda Stahl etwa warf in London als Dritte gleich sieben Meter weniger als bei ihrem EM-Titel. De Zordo aber ist weiter heiß.

Am Samstag setzte er Thorkildsen und Ex-Weltmeister Tero Pitkämäki aus Finnland schnell 86,97 Meter vor. Sein einziges Problem ist nur, dass der Welt- und Europameister aus Norwegen selbst «innerhalb der Weltklasse eine spezielle Sonderklasse ist», wie Czingon sagte. Thorkildsen konterte wie schon in Barcelona mit dem nächsten Versuch und zog mit 87,38 Metern an de Zordo vorbei.

Entscheidender sei, «dass Matthias merkt, dass die anderen auch nur mit Wasser kochen», meinte der Bundestrainer. «Das ist eine ganz wichtige Erfahrung mit Blick auf die WM 2011 und Olympia 2012». Wenn de Zordo seine Form halte und sein Naturtalent weiter ausschöpfe, könne er einen Thorkildsen bald ähnlich zermürben, wie dies vor einem Jahr mit Jelena Issinbajewa im Stabhochsprung geschah. «Dieses ständige sich Behaupten müssen geht nicht spurlos an jemandem vorbei. Auf lange Sicht ist das nicht unbegrenzt möglich», sagte Czingon.

Bei Verena Sailer ist die Ausgangsposition völlig anders. Im Gegensatz zum Speerwurf ist der Sprint keine europäische Disziplin. Bei ihrer Diamond-League-Premiere verpasste die Europameisterin als Vorlauf-Fünfte das Finale, in 11,28 Sekunden blieb die Mannheimerin 18/100 über ihrer Siegerzeit von Barcelona. Der Endlauf fand ohne europäische Beteiligung statt, es gewann die Amerikanerin Marshevet Myers (11,01) vor Landsfrau Carmelita Jeter (11,06) und der Nigerianerin Blessing Okagbara (11,10). Am Donnerstag in Zürich will Sailer erneut versuchen, in diese Liga aufzusteigen.

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