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    Aus und vorbei: Totalschaden für Handballerinnen

    Die deutschen Handballerinnen stehen nach ihrem blamablen WM-Aus und der verpassten Olympia-Teilnahme erneut vor einem Scherbenhaufen. Die verkorkste Dienstreise nach Brasilien mit dem überraschenden WM-K.o. in der Gruppenphase hat zahlreiche Schwächen schonungslos aufgedeckt.

    Fassungslos
    Bundestrainer Heine Jensen schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Sein Team verpasst Olympia.
    Foto: Sascha Klahn - DPA

    Ein personeller Umbruch ist unumgänglich, eine Trainerdiskussion wird es aber nicht geben. «Wir waren einfach nicht gut genug - vom Trainer bis zu den Spielerinnen. Das müssen wir uns vorhalten», sagte Bundestrainer Heine Jensen selbstkritisch.

    Besonders bitter: Durch das Verpassen des Achtelfinals verspielte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auch die Qualifikation für eines der drei Olympia-Ausscheidungsturniere - Goodbye London 2012. «Der deutsche Frauenhandball ist nicht so gut, um jetzt bei Olympia mitzuspielen, obwohl wir viel Potenzial haben. Wir haben es nicht ausgeschöpft, und da trage ich als Trainer die Verantwortung», erklärte der 34-jährige Jensen, der als Nachfolger von Rainer Osmann erst seit dem 1. Juli 2011 offiziell im Amt und mit einem längerfristigen Vertrag bis Ende 2014 ausgestattet ist. Auch die deutschen Männer müssen sich erst noch für London qualifizieren.

    In die Trostrunde startete die deutsche Mannschaft zur Frustbewältigung mit einem Kantersieg. In der ersten Partie um den Presidents Cup gelang dem DHB-Team in Sao Paulo gegen Kasachstan ein 37:14 (15:6)-Schützenfest. Damit spielen die Deutschen am Montag um den 17. Platz.

    Dabei hatte die WM mit dem Überraschungserfolg gegen Olympiasieger Norwegen vielversprechend begonnen. Doch danach ging nicht mehr viel. Die 22:25-Pleite gegen Angola war der traurige Tiefpunkt. Dazwischen lagen Niederlagen gegen den Geheimfavoriten Montenegro sowie Island und ein Zittersieg gegen China. «Es fehlt noch an Qualität in dieser Mannschaft», meinte DHB-Präsident Ulrich Strombach. «Das Spiel gegen Norwegen hat vielen und auch mir die Sicht für die Realität verstellt.» Eine Trainerdiskussion um Jensen, der die Mannschaft nach dem 13. Platz bei der EM übernahm, wird es aber nicht geben. «Den Trainer stelle ich in keinster Weise infrage», sagte Strombach.

    Warum die Mannschaft nach dem Klasse-Turnierauftakt die Euphorie und das daraus gestärkte Selbstbewusstsein nicht mit in die anderen Spiele nehmen konnte, ist unerklärlich. Immerhin lief die Vorbereitung gegen Weltklasseteams fast optimal. Doch nach dem Norwegen-Spiel war meist nur das zu sehen: Eine klägliche Chancenverwertung, keine Athletik, keine Ballbehandlung, fehlende Führungsspielerinnen und zum Teil Angst.

    Die Enttäuschung ist auch in der Liga groß, aber der Blick geht nach vorn. «Heine ist dennoch der Richtige. Jetzt muss man mit Blick auf 2016 und die WM 2017 alles genau analysieren und ein neues Team aufbauen», sagte Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner, der auch einen personellen Umbruch forderte.

    Spielerinnen wie Stefanie Melbeck (34), Nadine Krause (29), Anja Althaus (29) und Sabrina Richter (29) sind für Olympia 2016 in Rio de Janeiro und die angestrebte Heim-WM 2017 sicher keine Option mehr. Die auf Brasilien verzichtende Rekord-Nationalspielerin Grit Jurack (34) wird wahrscheinlich nicht mehr ins A-Team zurückkehren. Die Zukunft gehört Akteurinnen wie Franziska Mietzner (22), Nadja Nadgornaja (23) oder Luisa Schulze (21). Leider ist auch der deutsche Frauen-Nachwuchs derzeit keine Weltklasse: Die U 19 wurde bei der EM lediglich Elfte, die U 17 landete nur auf Rang zehn.

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