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    Achim Aretz rennt rückwärts zum Weltrekord

    Er kam, um Weltrekord zu laufen - und er lief Weltrekord: Rückwärtsläufer Achim Aretz verbesserte seine eigene Bestzeit beim Hochwald Mittelrhein Marathon auf der Halbmarathon-Distanz auf 1:35:49 Stunden.

    Foto: Frey-Pressebild

    Koblenz - Bei Achim Aretz ist es fast wie bei den Ruderern: Er schaut zurück, um vorwärtszukommen - und das ziemlich flott. Um 41 Sekunden auf 1:35:49 Stunden verbesserte er beim Halbmarathon seinen eigenen Rückwärtslauf-Weltrekord.

    "Die Strecke läuft sich wunderbar. Ich bin noch nie einen Lauf mit so guten Bedingungen mitgerannt wie hier am Mittelrhein", lobte der 27-Jährige die guten Bedingungen. Hervorragender Asphalt, breite Straßen und wenige Kurven machten es Aretz und seinem Radbegleiter leicht. "Ich hatte heute einen einfachen Job", sagte Begleiter Erik Salomon. Er musste nur selten vor Hindernissen warnen.

    Eineinhalb Minuten vor dem übrigen Halbmarathonläufern auf die Strecke geschickt, wurde Aretz nur von etwa 150 Vorwärtsläufern überholt. Sein Vorteil: "Als Rückwärtsläufer hat man ein bisschen mehr von der Landschaft. Ich habe das heute sehr genossen, aber es fiel mir schwerer, als ich dachte", sagte der Geowissenschaftler. Motiviert haben ihn die Zuschauer an der Strecke: "Die Leute wussten, dass ich Weltrekord laufen will und haben mich immer ganz toll angefeuert. Vor allen in den Dörfern war die Stimmung bombastisch. Und die Zielgerade war einmalig."

    Aber wie kommt man auf die Idee, rückwärts zu laufen? Nach einer langen Party am Ende der Semesterferien sei er bei der morgendlichen Trainingseinheit einem Freund kaum hinterher gekommen, erzählte Aretz. Der Freund joggte deshalb rückwärts - und brachte Aretz auf den Geschmack.

    Beim Training, das er zu 80 Prozent rückwärts laufend absolviert, bekommt er so manchen Spruch zu hören. Ein Beispiel: "Das passiert, wenn man morgens seine Tablette vergisst. Aber da muss man drüberstehen", sagt Aretz.

    Von unserem Mitarbeiter Holger Teusch

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