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    Lausanne

    478 Tage Zittern: München plant «Freundliche Spiele»

    München hat im millionenschweren Dreikampf um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2018 auf den letzten Drücker eine weitere Hürde genommen.

    478 Tage vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dem letztmöglichen Termin, übergab Geschäftsführer Willy Bogner am IOC-Sitz in Lausanne das «Kleine Bewerbungsbuch» mit den Rahmendaten für das erhoffte «Wintermärchen» in Deutschland. München entwirft mit seinen Partnern Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee eine Vision der «Freundlichen Spiele» und eine Fortsetzung der «Erfolgsgeschichte» der Sommerspiele 1972, wie Bogner erklärte: «Einer unserer großen Vorteile liegt im Kernstück unseres Konzeptes begründet. Mit dem Münchner Olympiapark haben wir ein wunderschönes, ausgereiftes Sport-, Kultur- und Unterhaltungszentrum, das in der Welt seit 40 Jahren hoch geschätzt wird.»

    Beim Marathonlauf um die übernächsten Winterspiele wird bis zum Votum der IOC-Mitglieder am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban ein Zweikampf zwischen München und dem südkoreanischen Bewerber Pyeongchang erwartet; Annecy aus Frankreich werden kaum Siegchancen eingeräumt. Pyeongchang hatte seine Unterlagen und Garantie-Erklärungen bereits in der vergangenen Woche eingereicht – begleitet von selbstbewussten Tönen. Nach den Niederlagen gegen Vancouver (2010) und Sotschi (2014) biete man im dritten Anlauf «die kompakteste und effizienteste Bewerbung in der Geschichte der Winterspiele», hatte Jin-Sun Kim, der Co-Vorsitzende des Bewerbungskomitees, bei der Abgabe des «Mini Bid Books» getönt.

    München kann auch auf die deutsche Regierung setzen. «Die Bewerbung Münchens um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 ist von nationaler Bedeutung und im Interesse Deutschlands, seiner Bundesländer, Städte und Gemeinden. Sie kann deshalb weiterhin auf die volle Unterstützung und Förderung der Bundesregierung zählen», äußert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in dem Buch, das Bogner um 10.00 Uhr in Lausanne übergab.

    «Für die Olympische Bewegung birgt diese Bewerbung beispiellose Möglichkeiten olympischer Nachhaltigkeit und Innovation im Rahmen einer Vision der Freundlichen Spiele ­ für Sportler, Zuschauer, Sport und Umwelt», betont Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und IOC-Vizepräsident. Nächste Hürde für München und seine beiden Mitkonkurrenten ist der 21. Juni: Dann benennt das IOC die Kandidatenstädte.

    «Wir setzen auf Sieg – und nicht auf Platz!», lautet die selbstbewusste Botschaft von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Vom 9. bis 25. Februar 2018 soll in Bayern auf Schnee und Eis um Gold, Silber und Bronze gekämpft werden. Eine weitere bittere Bewerbungspleite nach dem Scheitern von Berchtesgaden (1992/Winterspiele) sowie Berlin (2000) und zuletzt Leipzig (2012) jeweils um Sommerspiele mag sich im deutschen Sport niemand ausmalen.

    116 Seiten inklusive Bildmaterial umfasst das Münchner «Mini Bid Book». In dem Dokument werden die Rahmenbedingungen für Winterspiele in München dargestellt, die etwa 3,5 Milliarden Euro kosten sollen. Die Bewerbungskosten sind auf 30 Millionen Euro veranschlagt worden.

    Die Bewerbungsunterlagen der drei Städte werden nun von einer Arbeitsgruppe des IOC studiert. Diese erstellt einen Bericht für die IOC-Exekutive, die im Juni die Kandidatenstädte benennt. Das endgültige Bewerbungsbuch muss bis zum 11. Januar 2011 beim IOC eingereicht werden. Im Februar/März 2011 besucht eine Evaluierungskommission des IOC die möglichen Olympia-Schauplätze. Dann beginnt der Endspurt, der am 6. Juli 2011 mit diesem Satz von IOC-Präsident Jacques Rogge enden könnte: «And the winner is – München.»

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