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    1:1 gegen Italien: WM-Revanche verpasst

    Der Italien-Fluch hält an. Auch beim Länderspiel-Auftakt 2011 konnte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die fast 16-jährige Durststrecke gegen den Angstgegner trotz einer Führung nicht beenden.

    Torjubel
    Miroslav Klose (m) feiert mit Thomas Müller (r) und Mesut Özil das 1:0 gegen Italien.

    Beim 1:1 (1:0) vor 60 196 Zuschauern in der Dortmunder WM-Arena hatte Miroslav Klose die Gastgeber zwar in der 16. Minute mit seinem 59. Länderspiel-Tor in Front geschossen. Der eingeweschselte Giuseppe Rossi sorgte aber neun Minuten vor dem Ende noch für den insgesamt verdienten Ausgleich der «Squadra Azzurra». Damit misslang der DFB-Elf auch die Revanche für das an gleicher Stätte verlorene WM-Halbfinale 2006. In der EM-Qualifikation wird es für die deutsche Mannschaft am 26. März wieder ernst: Dann ist in Kaiserslautern Kasachstan der Gegner.

    Abwehr
    Manuel Neuer schaut zu wie Per Mertesacker (r) gegen den Italiener Stefano Mauri vor dem Tor klärt.

    «Schade, dass wir noch das Tor bekommen haben. Natürlich ist unsere Bilanz nicht gut gegen Italien. Ich bin mir aber sicher, dass wir sie irgendwann schlagen werden», sagte Bastian Schweinsteiger. Auch der Dortmunder Mats Hummels, der wie seine Clubkollegen Mario Götze und Kevin Großkreutz nach der Pause eingewechselt wurde, war enttäuscht: «Wir wollten gewinnen, um so mehr ärgert einen da der Ausgleich.» In der zweiten Halbzeit habe man versäumt, «so viel zu investieren, dass wir das 2:0 machen», monierte Bundestrainer Joachim Löw.

    Ausgleich
    Die Italiener Guiseppe Rossi (m) und Marco Borriello (m) jubeln über das Tor zum 1:1-Ausgleich.

    In einem temporeichen Spiel gab die deutsche Mannschaft über weite Strecken den Ton an, aber auch die Italiener überraschten mit mutigen Aktionen nach vorne. Als Dreh- und Angelpunkt der Partie erwies sich Mesut Özil, der mit seiner Leistung unterstrich, dass er bei Real Madrid in seiner Rolle als Spielmacher weiter gereift ist. Geradezu genial war die Vorarbeit des 22-Jährigen zu Kloses 1:0.

    Nachdenklich
    Joachim Löw geht nach dem Unentschieden gegen Italien über das Spielfeld in Dortmund.

    Der Münchner war in seinem 106. Länderspiel einmal mehr ein Tor-Phänomen. Der 32-Jährige, der bei den Bayern zuletzt kaum noch Einsatzzeiten erhielt, rechtfertigte Löws Vertrauen mit seinem 59. Tor im DFB-Trikot. Damit fehlen ihm nur noch neun Treffer, um mit «Bomber der Nation» Gerd Müller gleichzuziehen.

    Angriff
    Holger Badstuber (l) wird heftig vom Italiener Guiseppe Rossi attackiert.

    Leise Enttäuschung hatte es vor dem Anpfiff beim Dortmunder Publikum gegeben: Löw berief keinen der fünf nominierten BVB-Profis in die Startelf und besetzte die beiden vakanten Positionen in seiner Mannschaft stattdessen mit dem Münchner Holger Badstuber in der Innenverteidigung und dem Hamburger Dennis Aogo als linker Außenverteidiger. Insgesamt standen fünf Bayern-Akteure in der deutschen Anfangsformation für den Fußball-Klassiker.

    Ballbesitz
    Holger Badstuber gewinnt das Duell um den Ball gegen den Italiener Daniele de Rossi (5).

    Die Abwehr wackelte ein paarmal bedenklich, wenn die Italiener ihre schnellen Vorstöße inszenierten. Auch Per Mertesacker mit seinem guten Stellungsspiel konnte nicht alle Löcher stopfen. Vor allem Aogo, erstmals seit dem WM-Spiel um Platz drei wieder dabei, zeigte auf Außen Schwächen im Defensivverhalten. Doch Torhüter Manuel Neuer hielt wie schon in den letzten Wochen fehlerfrei. Dabei war der Schalker Keeper beim Warmmachen mit dem Fuß umgeknickt und musste bis kurz vor Spielbeginn behandelt werden.

    Gehalten
    Manuel Neuer (rot) hält einen Ball des Italieners Daniele de Rossi (l).

    Eine Superkombination leitete den deutschen Führungstreffer ein. Özil legte Müller den Ball mit der Hacke in den Lauf, der Münchner bediente uneigennützig seinen Clubkollegen Klose. Und der Senior im deutschen Team ließ Torhüter Gianluigi Buffon keine Chance. Zwei Minuten später verhinderte der 33 Jahre alte Schlussmann, der erstmals seit seinem Bandscheibenvorfall bei der WM 2010 wieder im Kasten der «Squadra Azzurra» stand, per Fußabwehr einen weiteren Treffer von Klose.

    Gebremst
    Mario Götze (l) wird von den Italienern Chiellini und Bonucci (r) in die Zange genommen.

    Doch nach einer halben Stunde übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando. In der 37. Minute verhinderte Neuer mit einem Klassereflex den Ausgleich durch Daniele De Rossi, wie Buffon Mitglied der Weltmeister-Mannschaft von 2006. Nach einem Rempler von Per Mertesacker an Antonio Cassano (42.) reklamierten auch die Spieler von Cesare Prandelli vergebens einen Strafstoß.

    Im zweiten Durchgang konnte Löw mit seiner Mannschaft nicht mehr so zufrieden sein. Das Team ließ Zielstrebigkeit und Geschwindigkeit vermissen. Während Chancen für die Hausherren nur noch dünn gesät waren, bekam Neuer weitere Möglichkeiten sich auszuzeichnen. In der 66. Minute verhinderte der wie vor Wochenfrist im Dortmunder Stadion fast unüberwindliche Keeper gegen Marco Borriello das 1:1. Auch gegen Rossi parierte Neuer zunächst noch, war aber gegen den nachsetzenden Italiener doch machtlos.

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