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    Nach dem Abpfiff: Stottert der Motor des Erfolgs?

    Dass der VfL Wolfsburg in der Lage ist, guten und erfolgreichen Fußball zu spielen, wundert nicht. Zwar verfügen die Niedersachsen in Dieter Hecking lediglich über einen Trainer aus der Konfektionsabteilung. Auch die Anhängerschaft ist nicht eben für ihre überbordende Leidenschaft bekannt. 

    Klaus Reimann
    Klaus Reimann

    Klaus Reimann blickt auf den Spieltag zurück

    Sie rennt dem Klub bei Heimspielen nicht die Bude ein. Und bei Auswärtsspielen macht mancher Zweitligist weit mehr Fans mobil. So weit, so bieder. Nein, was den Wolfsburgern zu Platz zwei in der Liga, mithin zu Güte und Erfolg verholfen hat, ist mit einem Wort erklärt: Geld!

    Mit dieser Kohle bestückte der Klub seinen Kader in den vergangenen Jahren mit jeder Menge Extras. Kraft seines Hauptsponsors VW, der für diese Sonderausstattung viel Geld ausgegeben hat. Mehr als der Verein verdient hat? Dieser Frage gehen derzeit die Finanzkontrolleure der Fifa nach. Es geht dabei um die Einhaltung der Financial-Fairplay-Regeln, nach denen die Europapokal-Teilnehmer im Grundsatz nicht mehr ausgeben dürfen, als sie einnehmen. Bis zu einer bestimmten Summe indes darf ein Defizit von einem Geldgeber ausgeglichen werden.

    Nun ist der VfL Wolfsburg beileibe nicht der einzige Verein in Europa, der für den kaufmännischen Grundsatz, nur so viel Geld auszugeben, wie auch verdient wird, lediglich ein müdes Lächeln übrig hat. Doch weil die Uefa sich an die ganz großen Schuldenmacher wie etwa Real Madrid nicht rantraut, müssen eben jetzt Vereine wie Wolfsburg, Besiktas Istanbul, Sporting Lissabon und FK Krasnodar weitere Informationen zu ihrer Wirtschaftlichkeit beibringen.

    Foto: dpa

    Seit der aktuellen Saison gilt die Regel, dass Bilanz-Verluste für die Spielzeiten 2011/12 und 2012/13 gemeinsam nicht 45 Millionen Euro übersteigen dürfen. Dieses Limit gilt auch zusammengenommen für die vergangene und die laufende Saison. Von 2015 bis 2018 ist nur noch ein Verlust von 30 Millionen Euro erlaubt. Wie viel Geld VW jährlich in den VfL steckt, haben weder das Unternehmen noch der Klub bislang öffentlich gemacht.

    Dass die Wolfsburger auf der europäischen Fußball-Bühne eine Sonderrolle einnehmen, ist dem Klub aber schon bewusst. Der VfL ist eine 100-prozentige Tochter der Volkswagen AG. "Das ist vielleicht die Ausnahme im europäischen Fußball. Das Modell muss erklärt werden", meinte Manager Klaus Allofs zu diesem Thema. Ansonsten sind die VfL-Offiziellen bemüht, die Situation herunterzuspielen. Klubchef Wolfgang Hotze, in der VfL-Geschäftsführung zuständig für Finanzen, gab an, "tiefenentspannt" zu sein.

    Durch die Rückkehr in den Europapokal ist der Volkswagen-Klub ins Visier der Uefa-Kontrolleure geraten. Bereits "vor zwei Wochen" hat es laut Hotze ein Gespräch zwischen Uefa-Vertretern und VfL-Verantwortlichen gegeben. "Das ist ein lange erwarteter Vorgang", betonte Allofs. Was aber nun auf den Verein zukommt, wissen weder Allofs noch Hotze so genau. "Das müssen wir an dieser Stelle nicht diskutieren", meinte der Manager nach dem Sieg in Hannover kurz angebunden. Beim 3:1 hatten unter anderem Kevin de Bruyne und Bas Dost getroffen, der Kroate Ivan Perisic leistete zu allen drei Toren die Vorarbeit. Für dieses Trio hat der VfL Wolfsburg, hat VW in den vergangenen gut zwei Jahren im Übrigen 36,5 Millionen Euro ausgegeben.

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