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Einwurf: So schnell ist keiner mehr so fix

Heutzutage muss aber auch alles immer so schnell gehen. Eben noch soll es Sommer gewesen sein, schon beehrt uns der Herbst; die Kinder waren eben noch so klein und sind auf einmal so groß; Konzepte zu einer Autobahngebühr sind gerade erstellt und werden schon wieder kassiert. Ja, und auch die Fußballer lassen sich immer weniger Zeit. Neun Sekunden, um vom Anpfiff weg ein Tor zu machen. Der Leverkusener Karim Bellarabi erzielte beim 2:0 gegen Dortmund den schnellsten Bundesligatreffer der Geschichte.

Jochen Dick
Jochen Dick

Jochen Dick zum Rekordtor von Karim Bellarabi

Hatten sich Bayerns Giovane Elber (1998), Leverkusens Ulf Kirsten (2002) und Bochums Paul Freier (2003) noch jeweils quälend lange elf Sekunden bis zum Torerfolg Zeit gelassen, unterbot der Flügelstürmer diese Marke nun locker. Anstoß, Pass, Pass, Hereingabe, Finte, Schuss, Tor – so lässt sich Bellarabis Blitz-Treffer im Zeitraffer zusammenfassen. Der 24-Jährige setzte nicht nur die Vorgabe seines neuen Trainers Roger Schmidt um, der mit Bayer "schnell nach vorn spielen" will. Bellarabi perfektionierte auch das Credo von BVB-Coach Jürgen Klopp, der stets den Ball "als schnellsten Mann auf dem Platz" bezeichnet.

Das Hochgeschwindigkeitsgeschäft Fußball-Bundesliga hat also eine neue Bestmarke. Wie sehr sich Bellarabi und seine vier Passgeber mit dem Toreschießen beeilt haben, zeigen Vergleichsgrößen aus anderen Sportarten. So benötigt Usain Bolt allein, ohne Ball und zeitfressende Vorarbeit eine halbe Sekunde mehr, um die 100 Meter zu laufen. Und Sebastian Vettels Formel-1-Bolide braucht nur dreieinhalb Sekunden weniger, um von 0 auf 200 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen. Neun Sekunden für ein Bundesligator – so schnell schafft das erst einmal keiner mehr.

E-Mail an den Autor: jochen.dick@rhein-zeitung.net

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