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    Österreich hat nicht nur Skispringer

    Der Kampf um den den Klassenverbleib spitzt sich zu. Im Bestreben, der Relegation zu entgehen, kann sich Werder Bremen auf seine Profis aus der Alpenrepublik verlassen.

    Sven Sabock kommentiert.
    Sven Sabock kommentiert.

    Sven Sabock blickt aut den Bundesliga-Spieltag zurück

    Jetzt sage noch einer, die Sportnation Österreich würde sich auf die Pisten-Legenden Annemarie Moser-Pröll, Franz Klammer, Marcel Hirscher oder all die tollkühnen Skispringer beschränken. Okay, es gab auch mal einen gewissen Hans Krankl („Hansi-Burli“) oder den vor allem in Köln beliebten Toni Polster, aber spätestens seit Bayern-Star David Alaba in der Alpenrepublik zum Sportler des Jahres – vor Hirscher – gewählt wurde, sind Fußballer zwischen Tirol und Burgenland hoch angesehen. Noch dazu ist die Entwicklung in der Breite bemerkenswert, gelten österreichische Profis hierzulande als gern gesehene Gastarbeiter. Gerade in Bremen weiß man deren Dienste zu schätzen, was sich aktuell im Abstiegskampf besonders bezahlt macht. Nun ist schon ein 3:0 gegen Leipzig erstaunlich, aber das dafür gleich drei „Ösis“ verantwortlich zeichnen, darf als historisch gelten.

    „Um den Kaiserschmarrn werden wir wohl nicht drum herumkommen“, schmunzelte denn auch Kapitän Zlatko Junuzovic, der an allen drei Treffern beteiligt war. Das sehenswerte 1:0 besorgte der Mittelfeldmotor selbst, bei den beiden anderen Toren war er maßgeblicher Dienstleister für seine Landsleute Florian Grillitsch und Florian Kainz. Kuriosum am Rande, dass die Treffer gegen jenes Team erzielt wurden, das vom österreichischen Getränkehersteller Red Bull mit vielen Millionen Euro subventioniert wird.

    Als Konsequenz daraus dürfen sich die vor wenigen Wochen fast schon abgeschriebenen Bremer wieder berechtigte Hoffnungen machen, auch künftig als Erstligist Arbeitskräfte aus Österreich abzuwerben. Nach desolatem Beginn ins Jahr 2017 mit vier Niederlagen gab's vier Siege aus den letzten fünf Partien, der Trend ist der Freund von Junuzovic und Co. Was allerdings auch für die Konkurrenz im Tabellenkeller gilt, weshalb sich in diesem Jahr ein Abstiegskampf auf hohem (Punkte-)Niveau abzeichnet. Der Hamburger SV, noch so ein norddeutscher Patient, stellt nach dem 0:0 in Frankfurt doch tatsächlich die fünftbeste Rückrunden-Mannschaft. Das hebt die Stimmung, nach vorn gebracht hat es den HSV aber nur bedingt. Denn der Abstand der Hamburger auf die Nicht-Abstiegszone vergrößerte sich auf zwei Punkte, weil auch die Mitbewerber punkteten. „Wir müssen damit leben, bis zum letzten Spiel eine große Anspannung zu haben“, glaubt HSV-Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der aber guter Dinge ist, die Relegation mit den Hanseaten zu vermeiden: „Wir haben mehr Heim- als Auswärtsspiele und spielen nicht mehr gegen Dortmund und die Bayern.“

    Das kann reichen, eine Garantie dafür gibt's aber nicht, zumal der HSV bekanntlich eine Affinität hat zu Platz 16. Und falls sich in Darmstadt und Ingolstadt nicht noch irgendwelche Fußball-Wunder ereignen, wird ja irgendjemand nachsitzen müssen. Denn auch in Wolfsburg scheint nach tristen Wochen und Monaten die Wende zum Guten vollbracht, sieben Zähler aus den jüngsten drei Partien verschaffen den Niedersachsen für den Moment etwas Luft. Aber: Das Polster beträgt weiterhin nur zwei Zähler. „Das fühlt sich etwas komisch an“, findet VfL-Torjäger Mario Gomez.

    Fest steht: Anders als in den Vorjahren werden dieses Mal mehr Punkte nötig sein, um das rettende Ufer zu erreichen – möglicherweise sogar die ominösen 40 Zähler. Immerhin: Die historisch schlechte Marke aus dem Jahr 2014, als sich der HSV mit 27 Punkten in die Abstiegsrelegation gegen Greuther Fürth gerettet hatte, steht für die Hanseaten nun schon neun Runden vor dem finalen Spieltag zu Buche. Aber die Gefahr bleibt, doch noch in die Relegation zu müssen. Zu viele Turbulenzen durchkreuzen diese Saison, in der unvermittelt drei österreichische Fußballer in Bremen gegen einen halb-österreichischen Klub aus Sachsen groß auftrumpfen.

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