Archivierter Artikel vom 02.03.2021, 14:42 Uhr

Nordische Ski-WM

Hitze plagt Langläuferinnen – Carl bei Johaug-Gold 14.

Die Sonne brennt bei der Ski-WM so extrem, dass manche Athletinnen in kurzen Hosen laufen. Während die Norwegerin Johaug erneut siegt, sieht der deutsche Teamchef im eigenen Team deutliche Verbesserungen.

Starke Siegerin
Siegt in beeindruckender Manier über zehn Kilometer im freien Stil: Therese Johaug aus Norwegen fährt ins Ziel.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Oberstdorf (dpa). In der Frühlingshitze von Oberstdorf haben Deutschlands Langläuferinnen einen Top-10-Platz zwar verpasst, dafür aber neuen Auftrieb für die zweite WM-Woche gefunden.

Beste Deutsche
Victoria Carl belegt als beste Deutsche über zehn Kilometer im Freistil Rang 14.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Teamchef Peter Schlickenrieder wertete das Resultat seiner Athletinnen, von denen Victoria Carl beim nächsten Triumphzug der Norwegerin Therese Johaug als Beste Rang 14 belegte, als Zwischenerfolg. „Der Bann ist gebrochen. Das Ergebnis heute tut einfach gut“, sagte Schlickenrieder nach dem Zehn-Kilometer-Rennen in der freien Technik. Pia Fink schaffte es als zweitbeste Deutsche auf den 20. Platz.

Beim beeindruckenden Gold-Lauf Johaugs sorgten das warme Wetter dafür, dass unter anderen die Amerikanerin Jessica Diggins in kurzen Hosen an den Start ging. Carl, die nach eigener Aussage sowieso „schnell und viel“ schwitzt, nannte das Rennen „richtig hart“. Die 25-Jährige hatte noch gar nicht alle Fragen beantwortet, da sagte sie schon: „Ich muss jetzt ganz schnell in den Schatten und Flüssigkeit nachfüllen.“

Nach der ersten WM-Woche herrschte beim deutschen Langlauf-Team nach Misserfolgen und Missgeschicken noch Tristesse. Nun soll in der zweiten Woche die Wende gelingen, vor allem in den Staffeln am Donnerstag und am Freitag. „Wir haben jetzt a gute Stimmung. Das passt jetzt wieder“, sagte Schlickenrieder.

Der 51 Jahre alte Ex-Langläufer berichtete von einem gemeinsamen Grillen und erzählte, wie die Stimmung so wieder besser wurde. „Das ist unsere Wagenburg. Da sind heute die Nelken aufgegangen. Heute ist die erste Blume aufgegangen. Vielleicht war das das Zeichen dafür, dass wir jetzt den Turnaround geschafft haben.“

Das Podest, das neben der zwölfmaligen Weltmeisterin Johaug die Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Andersson komplettierten, war aber auch am Dienstag sehr weit weg. Zur 32 Jahre alten Johaug, die über die Langstrecke kaum zu besiegen ist, sagte Schlickenrieder, er habe „keine Erklärung“ für deren Leistung.

© dpa-infocom, dpa:210302-99-656406/4

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