Archivierter Artikel vom 16.03.2021, 13:39 Uhr
Stockholm

Comeback

„Gott“ Ibrahimovic zurück in Schwedens Nationalteam

Seit Monaten haben die Schweden spekuliert – nun ist klar: Zlatan Ibrahimovic steht erstmals seit 2016 wieder im Kader der schwedischen Nationalmannschaft. Der 39-Jährige gibt sich gewohnt unbescheiden.

Nationalheld
Zlatan Ibrahimovic hatte 2016 nach der EM seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.
Foto: picture alliance / dpa

Stockholm (dpa). Fast fünf Jahre nach seinem Rücktritt aus der Landesauswahl ist Fußball-Star Zlatan Ibrahimovic zurück in der schwedischen Nationalmannschaft – und verkündete dies in gewohnter Manier.

„Die Rückkehr des Gottes“, schrieb der Ausnahmespieler unmittelbar nach der Ankündigung wie immer höchst selbstsicher auf Twitter. Der 39 Jahre alte Stürmer von AC Mailand wurde von Nationaltrainer Janne Andersson für die Ende März anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Georgien und Kosovo sowie ein Freundschaftsspiel gegen Estland nominiert.

Nüchterner als Ibrahimovic drückte Andersson die Nominierung des schwedischen Rekordtorschützen aus. „Zuallererst ist er ein ziemlich guter Fußballspieler, der beste, den wir in Schweden gehabt haben“, wurde der Nationalcoach in einer Verbandsmitteilung zitiert. Ibrahimovic könne nicht nur auf dem Platz seinen Beitrag leisten, sondern verfüge auch über eine „unglaubliche Erfahrung“, die er den anderen Spielern im Team weitergeben könne.

Zum Schweden-Kader zählen neben Ibrahimovic, ManU-Profi Victor Lindelöf und den Ex-Hamburgern Marcus Berg und Albin Ekdal gleich vier Bundesliga-Profis: Werder Bremens Linksverteidiger Ludwig Augustinsson gehört wie erwartet ebenso zu Anderssons 26-Mann-Kader wie Leipzigs Emil Forsberg und Robin Quaison von Mainz 05. Auch der Bielefelder Joakim Nilsson ist dabei.

Ibrahimovic ist mit 62 Toren in 116 A-Länderspielen Rekordtorschütze des schwedischen Nationalteams. Er war nach der EM 2016 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Über eine Rückkehr des aus Malmö stammenden Ausnahmestürmers war zuletzt monatelang spekuliert worden, nachdem er im November in einem Zeitungsinterview gesagt hatte: „Ja, ich vermisse die Nationalmannschaft. Das ist kein Geheimnis.“ Andersson hatte sich daraufhin mit dem Profi in Mailand getroffen, um die Chancen für ein mögliches Comeback näher auszuloten.

Damit könnte Ibrahimovic nun auch bei der in diesem Sommer geplanten Europameisterschaft auflaufen und dort bereits in der Gruppenphase auf Weltfußballer Robert Lewandowski treffen: Schweden ist in einer Gruppe mit Spanien, Lewandowskis Polen und der Slowakei.

In der Qualifikation für die WM 2022 in Katar geht es für die Schweden ebenfalls gegen Spanien und zudem noch gegen Griechenland, Georgien und Kosovo. Bei der letztem WM 2018 in Russland waren die Schweden als deutscher Vorrundengegner überraschend – und ohne Ibrahimovic – bis ins Viertelfinale gekommen.

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