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Neuwied

VC Neuwied verliert nach tollem Kampf deutlich gegen den Meisterschaftsfavoriten VC Offenburg

Das Spiel in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd der Frauen zwischen dem VC Neuwied und dem VC Offenburg endete, so wie erwartet, mit einem klaren 3:0-Erfolg für die Gäste. Wer jedoch die reinen Satzergebnisse (23:25, 18:25, 17:25) und die relativ kurze Spielzeit von 72 Minuten als Maßstab für den tatsächlichen Verlauf der Begegnung der Deichstadtvolleys gegen den Topfavoriten auf die Meisterschaft sieht, liegt falsch.

Diesen Offenburger Angriff wehrt der Neuwieder Doppelblock, Lilly Werscheck (von links) und Lena Overländer, ab. Gute Aktionen der Deichstadtvolleys gab es mehrfach, aber insgesamt war der VCO zu stark für den VCN.  Foto: Niebergall
Diesen Offenburger Angriff wehrt der Neuwieder Doppelblock, Lilly Werscheck (von links) und Lena Overländer, ab. Gute Aktionen der Deichstadtvolleys gab es mehrfach, aber insgesamt war der VCO zu stark für den VCN.
Foto: Niebergall

„Es war im ersten und im zweiten Satz sehr schwer für uns, weil Neuwied leidenschaftlich gekämpft und verteidigt hat. Wenn die Mannschaft das im Saisonverlauf durchhält, dann bin ich mir sicher, dass sie noch viele Spiele gewinnen wird“, lobte Offenburgs Trainer Florian Völker das Team der Gastgeberinnen im Pressegespräch nach der Partie. Völkers Kollege, Neuwieds Coach Bernd Werscheck, bestätigte dessen Einschätzung: „Wir haben gut gespielt und sehr gut gefightet.“

Dennoch steht für Werscheck der kommende Meister bereits fest. Obwohl die Spitzenmannschaft aus dem Ortenaukreis erst vier ihrer 18 Saisonspiele bestritten hat, führt nicht nur nach Bernd Werschecks Meinung in dieser Saison kein Weg an Offenburg vorbei: „Glückwunsch und Kompliment an Offenburg. Ich bin mir sicher, dass wir heute in Neuwied den Meister gesehen haben.“

Das Spiel vor 220 Zuschauern in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums bot für beide Statements hinreichend Belege. Offenburg war in der Gesamtbetrachtung „deutlich überlegen“, wie es Werscheck ausdrückte. Mit Nele Iwohn (VC Olympia Berlin, Köpenicker SC Berlin) und Pia Leweling (USC Münster), die bereits in der Bundesliga gespielt haben, zwei US-Amerikanerinnen und einer Kanadierin im Team, die jede für sich allein dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können, und nicht zuletzt auch mit den drei seit langen Jahren in der 2. Bundesliga spielenden Routiniers Ricarda Zorn, Lisa Solleder und Franziska Fried ist der VCO außergewöhnlich stark besetzt.

Wann immer im Spielverlauf nach umkämpften Bällen Zeit zum Luft holen nötig war, wechselte Völker doppelt und gleichwertig auf hohem Niveau auf der Zuspielposition und im Angriff. Zudem hatten die Offenburgerinnen auch zwei Libera zur Verfügung und setzten diese wechselnd ein. Die Deichstadtvolleys mussten hingegen mit nur einer Zuspielerin klarkommen, weil Anika Voigt aus beruflichen Gründen fehlte. Bei nur zehn Spielerinnen im Kader sind die Alternativen verständlicherweise geringer.

Am Ende machte nicht nur die Spielstärke der einzelnen Spielerinnen den Unterschied, auch athletisch waren die Gäste eine Klasse besser als die Neuwiederinnen. Wen soll das wundern, wenn man weiß, dass in Offenburg teilweise zwei Mal am Tag und in der Woche zwischen fünf und acht Trainingseinheiten unter schon semiprofessionellen Bedingungen die Regel sind. Dieser Weg führt unweigerlich irgendwann in die Bundesliga.

In der Deichstadt müssen sich die Mädels ihre Zeit aus dem Berufs- und Studienalltag an den Abenden zusammenstehlen, um auf wenigstens drei Einheiten im Mannschaftsverbund zu kommen. Für Fitness und Physiotherapie ist jede Spielerin zusätzlich aus organisatorischen Gründen eigenständig verantwortlich. Und es liegt auch noch an kleinen strukturellen Dingen, wie Werscheck betont: „Wir müssen zum Training mit einem Hallendrittel auskommen. Besser wäre es, wenn wir auf unserem Wettkampfcourt auch trainieren könnten. Das hilft zum Beispiel, um sich an die Entfernungen bei den Aufschlägen besser zu gewöhnen.“

An solchen Dingen werden sie beim VCN arbeiten, auch an der Annahme müssen die VCN-Spielerinnen das tun. Werscheck: „Solange wir die nicht verbessern, wird es gegen jeden Gegner in der 2. Bundesliga schwer sein, Spiele zu gewinnen.“

VC Neuwied: Lea Schäbitz, Henning, Overländer, Jana Schäbitz, Werscheck, Kamarah, Mahrokh, Legcevic, Hoffmann, Hellmann.

VC Offenburg: Bura, Leweling, Gardner, Iwohn, Karagyaurov, Brisebois, Fried, Hones, Zorn, Solleder, Saunders, Schupritt.

Schiedsrichter: Mathias Wenzel (Mainz) und Lutz Kasper (Mayen-Kürrenberg). – Zuschauer: 220.

Spielfilm, 1. Satz: 2:0, 2:5, 3:6, 4:7, 10:9, 12:12, 14:13, 15:14, 16:18, 19:19, 20:20, 21:23, 22:24, 23:25. 2. Satz: 1:1, 2:2, 4:3, 8:7, 9:10, 10:11, 12:12, 13:13, 14:15, 15:19, 17:23, 18:25. 3. Satz: 0:3, 3:5, 5:11, 6:15, 10:16, 13:17, 14:21, 15:22, 17:25.

Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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