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Offenburg

VC Neuwied ist in Offenburg nah an Satzgewinn dran

Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Neuwied haben ihr letztes Auswärtsspiel der Saison 2017/2018 verloren. Die Deichstadtvolleys wehrten sich beim VC Offenburg zwar tapfer, mussten aber dem hohen Favoriten und wahrscheinlich kommenden Meister VC Offenburg mit 0:3 (15:25, 23:25, 21:25) alle drei Punkte überlassen.

Der Block des VC Offenburg, hier von Chanelle Gardner (von links) und Lisa Solleder gestellt, war von Neuwieds Lilli Werscheck und ihren Teamkameradinnen nur selten zu überwinden.  Foto: Jörg Niebergall/RZ-Archiv
Der Block des VC Offenburg, hier von Chanelle Gardner (von links) und Lisa Solleder gestellt, war von Neuwieds Lilli Werscheck und ihren Teamkameradinnen nur selten zu überwinden.
Foto: Jörg Niebergall/RZ-Archiv

Die Trauben hingen hoch in der Ortenau, und die Neuwiederinnen konnten sie nicht ernten, allenfalls, im zweiten Satz, mal kurz nach ihnen greifen. Nach der Partie überwog bei den Gästen aus dem Rheinland dennoch eine positive Stimmung. „Immerhin haben wir gegen das Topteam mehr Punkte geholt, als dessen härtester Konkurrent um die Meisterschaft, NawaRo Straubing, in der Vorwoche im Spitzenduell“, sagte Neuwieds Co-Trainer Ralf Monschauer.

Berufliche Gründe hatten den VCN-Kader fürs Spiel in Offenburg dezimiert, beide Kandidatinnen für die Liberaposition, Sabine Hoffmann und Sara Mahrokh, standen nicht zur Verfügung. Solche Probleme gibt es in Offenburg nicht. Jede Position ist beim Tabellenführer doppelt und ausgeglichen besetzt. Das macht in dieser Saison den Unterschied gegenüber allen anderen Teams der Liga aus.

Im ersten Satz ging alles zunächst viel zu schnell für die Gäste. Offenburgs Zuspielerin Ricarda Zorn stellte die Neuwieder Annahme mit ihren Aufschlägen vor unlösbare Probleme. Die 8:0-Führung des Titelaspiranten hinterließ eine Portion Verwirrung beim VCN. Bis zum 16:5-Vorsprung der Favoritinnen sah alles nach einem Debakel aus. Doch die Mannschaft von VCN-Trainer Bernd Werscheck fand langsam in ihren eigenen Modus und schaffte im letzten Drittel des Satzes wenigstens noch eine Resultatsverbesserung.

In der Vorschau auf diese Begegnung hatte der VCO-Trainer Florian Völker, der vor der Saison vom Erstligisten Köpenicker SC ins Badener Land gewechselt war, seine Mannschaft gewarnt: „Neuwied ist besonders gefährlich, wenn das Team in einen Flow gerät, denn es hat extrem starke kämpferische Fähigkeiten.“ Mit der Qualität der eigenen Angaben wuchs in der Folge die Sicherheit im Spiel der Deichstadtvolleys. Die lagen in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs in Führung und ein paar spektakuläre Aktionen beeindruckten die Gastgeberinnen, beispielsweise eine reaktionsschnelle Fußabwehr von Maike Henning.

Neuwied gab fortan keinen Ball verloren, blieb immer in Reichweite und als Hennings Angaben sogar für eine 20:18-Gästeführung sorgten, lag der ersehnte Satzgewinn für Neuwied in greifbarer Nähe. Bestens aufgelegt war nicht nur in dieser Phase Sarah Kamarah, die über die Mitte mit starken Aktionen Punkte machte. Doch dann haderten die Gäste mit dem Schiedsgericht. „Gleich vier Situationen, die auch anders herum hätten entschieden werden können, sind zu unserem Nachteil ausgelegt worden“, bedauerte Neuwieds Trainer Bernd Werscheck den Verlust des zweiten Satzes für sein Team. Den 15. Erfolg im 16. Saisonspiel zementierten die Offenburgerinnen auch dank überragender Außenangriffe ihrer US-Amerikanerin Molly Lynn Karagyaurov schließlich im dritten Satz.

In seiner Analyse nach dem Spiel war für Neuwieds Trainer klar, dass der Unterschied in der professionellen Ausrichtung beider Vereine liegt: „Offenburg trainiert in mindestens sieben Einheiten pro Woche, hat auf jeder Position eine personelle Alternative und verfügt zudem über ein erstligareifes, engagiertes Umfeld. Aber auch wir sind auf einem prima Weg. Mit sieben Saisonsiegen liegen wir mit unserem neu formierten Team im Soll.“ Der achte soll am Samstag hinzukommen, wenn der VCN zum Abschluss in eigener Halle das wahrscheinlich entscheidende Spiel um den sechsten Tabellenplatz gegen den MTV Stuttgart II bestreitet.

VC Offenburg: Zorn, Leweling, Brisebois, Iwohn, Karagyaurov, Gardner, Hones, Bura, Solleder, Buttgereit, Saunders, Fried.

VC Neuwied: Kamarah, Jana Schäbitz, Werscheck, Overländer, Legcevic, Henning, Lea Schäbitz, Hellmann.

Schiedsrichter: Armin Springer (Oberderdingen) und Bernd Seiter (Remchingen). Zuschauer: 585.

Spielfilm, 1. Satz: 8:0, 10:1, 11:2, 14:3, 16:5, 17:6, 20:10, 22:12, 24:14, 25:15. 2. Satz: 0:3, 3:4, 4:6, 6:8, 11:9, 12:10, 14:11, 15:13, 18:20, 20:21, 22:22, 25:23. 3. Satz: 3:1, 7:2, 8:3, 9:5, 10:6, 14:8, 16:10, 17:11, 18:12, 20:13, 22:15, 23:17, 24:19, 25:21.

Von unserem Mitarbeiter Jörg Linnig

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