40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Regionalsport
  • » Volleyball
  • » Mittelrhein
  • » VC Neuwied gewinnt und vertagt die Gretchenfrage
  • Aus unserem Archiv
    Neuwied

    VC Neuwied gewinnt und vertagt die Gretchenfrage

    Zehnter Sieg im zehnten Spiel - der Höhenflug der Drittliga-Volleyballerinnen des VC Neuwied nimmt kein Ende. Doch über die Option eines Zweitligaaufstiegs wollten nach dem 3:1 (25:17, 25:27, 25:19, 25:9) gegen die TSG Heidelberg-Rohrbach weder Trainer Milan Kocian noch der VCN-Vorsitzende Wolfgang Becker eingehend spekulieren.

    So macht Volleyball den Zuschauern Spaß: Eine stabile und spielstarke VCN-Mannschaft (hinter dem Netz, von links, Jana Schäbitz und Livia Krucovska beim Block sowie "Majka" Hnatova) setzt sich nach spannenden vier Sätzen gegen den ehrgeizigen Aufsteiger aus Heidelberg-Rohrbach durch.  Foto: Jörg Niebergall
    So macht Volleyball den Zuschauern Spaß: Eine stabile und spielstarke VCN-Mannschaft (hinter dem Netz, von links, Jana Schäbitz und Livia Krucovska beim Block sowie "Majka" Hnatova) setzt sich nach spannenden vier Sätzen gegen den ehrgeizigen Aufsteiger aus Heidelberg-Rohrbach durch.
    Foto: Jörg Niebergall

    Becker vertröstete Neugierige aufs nächste Jahr; spätestens im Februar, nach der Informationsveranstaltung für Aufstiegs-"gefährdete" Teams in Berlin, will er von Trainer und Mannschaft ein klares Bekenntnis pro oder kontra Aufstieg haben. Bis dahin sollten die Verantwortlichen auch wissen, ob sie die Zweitklassigkeit überhaupt finanzieren können. Auf rund 20 000 Euro schätzt Becker den zusätzlichen Finanzbedarf im Aufstiegfall, der aktuelle Etat müsste um ein Drittel aufgestockt werden.

    Mit dem Zeitplan ist Trainer Kocian einverstanden. Er will noch ein paar Spiele abwarten, vor allem das Rückspiel gegen den Tabellenzweiten aus Sinsheim, ehe er seinem Team die Gretchenfrage stellt. Allerdings darf man wohl davon ausgehen, dass im Falle des anhaltenden sportlichen Erfolgs die meisten Spielerinnen und auch ihr Trainer den Ehrgeiz haben, die Herausforderung anzunehmen.

    Und nicht nur die: "Mich würde ein Aufstieg auch reizen", sagt Becker, der sich in seiner letzten Amtsperiode als Vorsitzender sieht, "da würde ich gern mithelfen, egal in welcher Funktion." Sportlich sähe Becker das Abenteuer Zweite Liga keineswegs als Himmelfahrtskommando: "Mit der aktuellen Mannschaft wäre das Mittelfeld der Tabelle erreichbar", schätzt er und verweist auf den letztjährigen Aufsteiger TV Holz, der in der Zweiten Liga mit 13 Punkten aus zehn Spielen schon reichlich Abstand zu den Abstiegsplätzen angesammelt hat.

    Die Partie gegen den munteren Aufsteiger aus Rohrbach ließ keine endgültigen Rückschlüsse darauf zu, ob Kocians Team tatsächlich schon reif ist für die nächsthöhere Spielklasse. Wieder einmal präsentierte der VCN spielerische Höhepunkte im schnellen Wechsel mit abenteuerliche Fehlern; die Spielstände sprechen eine deutliche Sprache. Von 2:5 über 11:6, 11:11 und 19:11 zum ersten Satzgewinn, im zweiten Durchgang 18:12, 19:19, 24:20 und schließlich 25:27. "Im zweiten Satz haben sie uns mit ihren starken Aufschlägen mächtig unter Druck gesetzt", analysierte Kocian, "und wir haben uns beeindrucken lassen." Schwächen zeigten die Neuwiederinnen immer wieder in der Annahme gegen die gefährlichen und teils tückischen Angaben der Gästespielerinnen, die den Satzgewinn gegen den Tabellenführer feierten wie einen Titel. "Jeder will gegen den FC Bayern gut aussehen", sagte Gästetrainer Hans-Jürgen Wagner, "aber unsere Chancen, gegen Neuwied zu gewinnen, sind besser."

    Trotzdem reichte es für die Heidelbergerinnen nicht zu mehr als diesem Achtungserfolg, weil sich letztlich die individuelle Qualität der Gastgeberinnen durchsetzte. Die drei Slowakinnen "Majka" Hnatova, Livia Krucovska und Martina Viestová, laut Kocian "das Gerüst der Mannschaft", zeigten in den entscheidenden Szene spielerische Kreativität und Klasse. Dem Trainer ist das noch nicht genug: "Ich will keine Zweiklassenmannschaft haben. Mein Ziel ist es, dass es am Ende der Saison egal ist, welche Spielerinnen auf dem Feld stehen." So durfte die lange verletzte Jana Schäbitz eineinhalb Sätze lang als Stellerin Spielpraxis sammeln (Kocian: "Sie hat sehr gut gespielt"), Inga Hammes musste zwei Sätze lang auf ihren Einsatz warten und überzeugte ansatzlos, ihre Schwester Laura hatte nicht den allerbesten Tag erwischt und ließ sich gleichwertig ersetzen.

    So überwog in Kocians Analyse das Positive: "Die Mannschaft ist stabil", sagte der Slowake. "wir sind auf einem guten Weg." Und viele sind gespannt, wo der wohl hinführt.

    Von unserem Redakteur

    Stefan Kieffer

    Volleyball (ABCK)
    Meistgelesene Artikel
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    • Regionalsport
    • Newsticker
    • Lokalticker