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Grimma/Dresden

VC Neuwied feiert auswärts doppelten Coup

Zwei unerwartete Auswärtssiege haben die Deichstadtvolleys des VC Neuwied in der Tabelle der 2. Volleyball-Bundesliga Süd der Frauen auf den dritten Platz nach oben gespült. Beim VV Grimma, immerhin eine der Spitzenmannschaften der Vorjahre, siegte der VCN am Samstagabend mit 3:0, am Sonntagnachmittag folgte ein – allerdings mühevoller – 3:1-Erfolg nach 0:1-Satzrückstand beim schwächer eingeschätzten Nachwuchsteam des VC Olympia Dresden.

Die Spielerinnen des VC Neuwied, (von links) Jule Kröger, Sara Mahrokh, Sarah Kamarah, Zoe Liedtke, Hannah Dücking, Maike Henning, Lilli Werscheck, Lena Overländer und Sarah Funk, zeigen es an, jeweils drei Punkte gab es für die Deichstadtvolleys in den Spielen beim VV Grimma und beim VC Olympia Dresden.  Foto: Iris Henning/VC Neuwied
Die Spielerinnen des VC Neuwied, (von links) Jule Kröger, Sara Mahrokh, Sarah Kamarah, Zoe Liedtke, Hannah Dücking, Maike Henning, Lilli Werscheck, Lena Overländer und Sarah Funk, zeigen es an, jeweils drei Punkte gab es für die Deichstadtvolleys in den Spielen beim VV Grimma und beim VC Olympia Dresden.
Foto: Iris Henning/VC Neuwied

Warum unerwartet? Neuwieds Trainer Ralf Monschauer, der wegen der Abwesenheit des VCN-Cheftrainers Bernd Werscheck die Verantwortung übernommen hatte, wollte davon nicht unbedingt etwas wissen. Schon im Vorfeld des Doppelspieltags in Sachsen hatte er mit sechs Punkten geliebäugelt und sogar seinen Plan verraten, wie es dazu kommen sollte. „Ich werde in Grimma alles auf den ersten Satz legen. Wenn ich sehe, dass da etwas für uns geht, werden wir volles Risiko und auf Sieg spielen“, hatte der 48-Jährige selbstbewusst gesagt. Veröffentlicht sehen wollte er seine optimistische Herangehensweise jedoch im Vorbericht (noch) nicht.

„Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht“, gab Monschauer auf die Frage des Hallensprechers, wie und warum seine Mannschaft in Grimma so stark aufgetrumpft habe, bereitwillig und stolz die passende Antwort. Die Ausgangslage beim vierten Gastspiel in Grimma war für die Neuwiederinnen klar. In der Muldentalhalle in Grimma wollten die Deichstadtvolleys endlich ihre Negativserie aus den vergangenen drei Jahren beenden, in denen es jeweils Niederlagen für die Gäste gegeben hatte.

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jule Hellmann (Bänderriss) rückte Zoe Liedtke in die Anfangsformation. Das war ein Glücksgriff, wie sich im Lauf der Partie herausstellen sollte. Bis zum 7:7 im ersten Satz gab es keine Besonderheiten. Eine starke Angabenserie der Gastgeberinnen von Diana Ceschia folgte und ließ Grimma nun mit einem ständigen leichten Vorsprung Richtung Satzende marschieren.

Doch die Deichstadtvolleys glichen zum 21:21 aus. Beim Stand von 24:23 für Grimma hatte die Heimmannschaft den ersten Satzball. Den vermasselte ihnen ein Doppelblock von Sarah Kamarah und Lena Overländer. Über den Ausgleich von 25:25 brachte eine Angabe von Lilli Werscheck den VCN in einen Vorteil, den sie selbst dann auch prompt zum Satzgewinn verwandelte. „Dieses Aufbäumen und das Drehen der Partie waren die Basis für meine Mannschaft, das Spiel an sich zu reißen“, kommentierte Monschauer später.

Sein Team machte im zweiten Satz da weiter, wo es vorher aufgehört hatte. Bärenstarke VCN-Aufschläge stellten Grimma vor unlösbare Probleme. Neuwied spielte zeitweise wie aus einem Guss. Und doch schaffte die einheimische Mannschaft mit der Unterstützung ihrer ständig trommelnder Fans den Ausgleich zum 17:17. Abgeklärt schlug Neuwied erneut zurück und führte kurz darauf nach Sätzen mit 2:0.

Es folgte eine zehnminütige Spielpause. Danach hoffte Grimma auf einen Umschwung. Die Hoffnung alleine reichte jedoch nicht, denn die Deichstadtvolleys zeigten sich von ihrer allerbesten Seite. Homogen und mit viel Spielwitz führten sie ihre Gastgeberinnen zeitweise vor und brachten ihren ersten Sieg in Grimma sicher über die Zeit. Ralf Monschauer analysierte: „Wir haben die vermeintlichen Schwachstellen des Gegners ausgemacht und für uns genutzt.“

Nur 18 Stunden später zeigte sich im zweiten Wochenendspiel des VCN, was Trainer Monschauer ebenfalls vorhergesagt hatte. „Die drei Punkte in Dresden wollen und müssen wir holen. Sollten wir schon in Grimma gewinnen, wird es am Sonntag aber umso schwerer werden“, hatte der Coach der Deichstadtvolleys prophezeit.

So kam es auch, und Monschauer berichtete: „In allen Bereichen hat sich das Spiel in Grimma ausgewirkt. Die Spritzigkeit vom Vorabend hat gefehlt, damit auch der allerletzte Wille, die Bälle zu Punkten zu verwandeln. Und ein bisschen Druck kam auch noch hinzu, die in Grimma gewonnenen Punkte nicht gleich wieder zu verlieren. Aber die Mädels waren verständlicherweise auch müde.“

Nach verlorenem ersten Satz, stellte Ralf Monschauer in der Annahme um – mit Erfolg. „Es war ein Arbeitssieg, der aber absolut verdient war. Die Mannschaft hat sich für ihr tolles Spiel in Grimma belohnt“, freute sich Monschauer für seine Spielerinnen. Den im Vorfeld dieses Doppelspieltags angekündigten trainingsfreien Montag haben sich die Deichstadtvolleys mit ihren beiden Erfolgen in Sachsen wahrlich verdient.

Jörg Linnig/Christoph Hansen

VC Olympia Dresden - VC Neuwied 1:3

VC Olympia Dresden: Barthel, Wesser, Quell, Scholz, Lieb, Strubbe, Nestler, Stemmler, Stöckmann, Straube, Liegert, Klause, Stauß.

VC Neuwied: Funk, Liedtke, Overländer, Lilli Werscheck, Henning, Kamarah, Mahrokh, Dücking, Kröger.

Schiedsrichter: Nicole Zimmermann (Dresden) und Julia von der Weppen (Isen). – Zuschauer: 113.

Spielfilm, 1. Satz: 2:1, 6:4, 7:7, 8:8, 9:10, 14:12, 16:13, 17:14, 18:16, 19:17, 22:19, 25:19. 2. Satz: 2:1, 3:3, 4:4, 5:5, 6:6, 9:16, 10:18, 12:19, 13:20, 16:21, 19:22, 23:23, 23:25. 3. Satz: 1:1, 3:2, 4:3, 5:7, 7:8, 8:9, 11:10, 13:11, 14:15, 16:16, 17:19, 20:20, 21:24, 22:25.

4. Satz: 4:2, 7:8, 8:16, 9:19, 10:21, 11:22, 11:25.

VV Grimma - VC Neuwied 0:3

VV Grimma: Seyfferth, Mettke, Schröder, Langguth, Ceschia, Julia Eckelmann, Schnobl, Knospe, Stöckmann, Hofmann.

VC Neuwied: Kamarah, Funk, Liedtke, Overländer, Lilli Werscheck, Henning, Dücking, Mahrokh, Kröger.

Schiedsrichter: David Stanitzki und Christiane Arndt (Leipzig).

Zuschauer: 250.

Spielfilm, 1. Satz: 2:0, 3:2, 5:5, 8:7, 12:8, 13:10, 15:12, 16:14, 17:15, 19:16, 20:17, 21:18, 22:21, 23:22, 24:23, 25:25, 25:27. 2. Satz: 0:4, 1:6, 2:7, 4:10, 8:11, 9:13, 11:15, 13:16, 15:17, 17:18, 18:19, 20:25. 3. Satz: 1:0, 2:1, 3:9, 4:10, 5:13, 9:16, 10:17, 12:18, 14:19, 15:20, 16:25.

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