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Andernach

DJK Andernach erteilt Wierschem eine Lehrstunde

Es war ein ziemlich einseitiges Rheinland-Derby in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland, und nach etwas mehr als einer Stunde hatten die Volleyballerinen der DJK Andernach und des FC Wierschem die Plätze in der Tabelle getauscht. Gastgeber DJK ist nach dem 3:0 (25:17, 25:20, 25:19) neuer Zweiter, punktgleich mit Tabellenführer Saarlouis (beide 23), der aber ein Spiel weniger absolviert hat. Wierschem ist mit 21 Zählern Dritter.

Grund zum Jubeln hatten diesmal im Derby der Volleyball-Oberliga nur die Spielerinnen der DJK Andernach.  Foto: Andreas Walz
Grund zum Jubeln hatten diesmal im Derby der Volleyball-Oberliga nur die Spielerinnen der DJK Andernach.
Foto: Andreas Walz

Beide Teams hatten zum Ausgang des vergangenen Jahres zwei Niederlagen einstecken müssen, nur den Andernacherinnen gelang es, sich freizuspielen. „Wir sind noch da“, sagte Trainer Mario Birk erleichtert, „die Leichtigkeit ist zurück.“ Das war vornehm formuliert, sein FC-Kollege Peter Nogueira-Schmid wählte martialische Worte: „Wir haben eine Tracht Prügel bekommen.“ Und noch mehr des Lobes: „Was Andernach gespielt hat, war überaus eindrucksvoll, das war Regionalliganiveau.“

Auch in dieser Szene wirkt der Wierschemer Block alles andere als sattelfest. Die DJK Andernach (vorn) dominierte das Derby der Volleyball-Oberliga fast nach Belieben. Foto: Andreas Walz
Auch in dieser Szene wirkt der Wierschemer Block alles andere als sattelfest. Die DJK Andernach (vorn) dominierte das Derby der Volleyball-Oberliga fast nach Belieben.
Foto: Andreas Walz

Im Gegensatz zum hitzig geführten Hinspiel, das die Maifeld Volleys im Tiebreak gewonnen hatten, gab es diesmal vor, während und nach der Partie keinerlei Nickligkeiten. Was gewiss auch dem Spielverlauf geschuldet war, der für die rund 150 Zuschauer in der voll besetzten Andernacher Berufsschulhalle praktisch keine spannenden Momente parat hatte. Nogueira-Schmid hatte vor dem Derby auf einen klaren Sieger getippt, auf diesen Ausgang aber hätte er gut verzichten können: „Ich habe Recht behalten – leider, muss ich sagen.“ Dass es so deutlich wurde, lag vor allem an der DJK-Performance. Keine Spielerin fiel ab, manche stachen aber hervor. Zum Beispiel die starke Mitte um Lisa Röder und Ilona Astapowski, hauptverantwortlich für den laut Nogueira-Schmid „fantastischen Block“ der Gastgeberinnen. Der Schnellanalyse konnte sich Birk anschließen: „Wir waren heute in allen Elementen sicher, Block und Abwehr waren aber wirklich sehr gut.“

Hinzu kam, dass Wierschem große Probleme in der Annahme hatte, wie Zuspielerin Donna Sesterhenn am eigenen Leib erfahren musste: „Und uns hat die Durchschlagskraft im Angriff gefehlt. Andernach war einfach gut und hat das konsequent ausgenutzt.“

Mit Hannah Dücking stand eine alte Bekannte nun zum zweiten Mal in der Oberliga auf der anderen Seite des Netzes. Im Hinspiel war weder bei ihr noch den DJK-Kolleginnen allzu viel zusammengelaufen, diesmal dafür nahezu alles. „Das war natürlich ein wichtiges Spiel, auch für mich persönlich“, sagte die Außenangreiferin. „Zum Glück ist es diesmal besser gelaufen als im Oktober.“

Sinnbildlich war eine Szene im zweiten Satz, als Hannah Dücking einen Angriff von Claudia Bach spielend runterpflückte – im Hinspiel war sie von Bach in einer vergleichbaren Situation mit einem krachenden Einerblock entzaubert worden. „Mal läuft‘s so, dann andersrum“, sagte Dücking lapidar. Dass sie diesmal keine „so große Rivalität wie im Hinspiel“ verspürt hatte, durfte man ihr getrost abnehmen. Schon vor dem Duell gab es manchen kurzen Plausch mit den Ex-Kolleginnen, nach dem Spiel fielen auch viele freundschaftliche Worte. „Warum auch nicht“, fragte Dücking, „ich verstehe mich gut mit den Mädels.“

Wie entspannt die Stimmung gewesen wäre, wenn Wierschem mehr Kontra gegeben hätte, bleibt Spekulation. Ohnehin gab’s nur eine Phase, in der das Potenzial aufblitzte – und da stand es auch schon 10:22 im dritten Satz. Carolin Janoschek kam zum Aufschlag, servierte unter anderem sieben Asse bis zum 19:22. „Da hatten wir eine kleine Chance“, so Nogueira-Schmid, „aber mit dem 23. Punkt der DJK war es endgültig vorbei.“

Die kleine Schwächeperiode mochte Birk seinem Team nicht nachtragen: „So kurz vor dem Sieg kann die Konzentration schon mal nachlassen. Sonst gab es aber nichts zu meckern. Im Gegenteil – wir wollten das Hinspiel revidieren, und das ist uns gelungen.“ Ein Statement in aller gebotenen Kürze. „Das“, sagte Nogueira-Schmid, „war eine Lehrstunde in 62 Minuten.“

DJK Andernach: Karen Schmitt, Dücking, Sevenich, Röder, Astapowski, Silke Schmitt; Behrens; Thielmann, Spindler, Reudelsdorf, Meurer.

FC Wierschem: Sesterhenn, Bach, Weiler, Kopp, Janoschek, Paula Rüber; Löcher; Klein.

Von unserem Mitarbeiter

Christian Müller

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