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Neuwied

Deichstadtvolleys unterliegen erst nach großem Kampf

Matthias Schlenger

Es war ein Saisonauftakt, der sich sehen lassen konnte: Vor rund 300 Zuschauern hatten die Frauen des VC Neuwied den Roten Raben Vilsbiburg II im ersten Saisonspiel der 2. Volleyball-Bundesliga über 114 Minuten lang einen großen Kampf geboten. Das trotz einer 2:0-Satzführung am Ende eine 2:3 (29:27, 25:21, 20:25, 16:25, 10:15)-Niederlage für die Deichstadtvolleys zu Buche stand, hatte deren Trainer Bernd Werscheck anscheinend schnell verkraftet.

Häufig gab es für die Spielerinnen der Deichstadtvolleys, hier Lilli Werscheck (Nr. 10), kein Vorbeikommen am Vilsbiburger Block. Von links verfolgen Jule Hellmann und Sarah Funk in dieser Situation, wie Naomi Janetzke (Nr. 17) Neuwieds Angriff blockt. Foto: Matthias Schlenger
Häufig gab es für die Spielerinnen der Deichstadtvolleys, hier Lilli Werscheck (Nr. 10), kein Vorbeikommen am Vilsbiburger Block. Von links verfolgen Jule Hellmann und Sarah Funk in dieser Situation, wie Naomi Janetzke (Nr. 17) Neuwieds Angriff blockt.
Foto: Matthias Schlenger

„Ich bin froh über den einen Punkt“, betonte der VCN-Trainer. „Vilsbiburg war heute tatsächlich besser.“ Und seine neue Spielmacherin, Sarah Funk ergänzte: „Die trainieren auch auf einem ganz anderen Niveau.“ Maike Henning ärgerte sich derweil. „Richtig freuen kann ich mich nicht“, sagte Neuwieds Außenangreiferin, die vom Gästetrainer Luca Tarantini zur besten Spielerin ihrer Mannschaft gewählt wurde. „Aber es ist eben nicht wie im Fußball, wo man sich hinten reinstellt, um eine Führung zu verteidigen“, beschrieb Bernd Werscheck eine Besonderheit des Volleyballspiels. „Es geht immer wieder neu los“, erklärte Werscheck.

Immerhin, so Maike Henning, „wissen wir, woran wir zu arbeiten haben.“ Denn der Bundesliga-Nachwuchs der Niederbayern hatte dem VCN „eine Lektion erteilt“, bilanzierte Bernd Werscheck und meinte damit, wie man einen funktionierenden Block stellt. Das gelang mehrfach, weswegen die Gästespielerin Naomi Janetzke vom VCN-Trainer nach der Partie die Medaille der „Wertvollsten Spielerin“ zuerkannt wurde. Auch die Aufschläge der Gäste kamen besser, waren druckvoller.

Als einzige „Neue“ hatte Bernd Werscheck Sarah Funk in die Anfangsformation beordert. Die Bundesliga-erfahrene Zuspielerin war zudem von ihren Teamkolleginnen zur Spielführerin gewählt worden und beerbt in dieser Funktion Lea Schäbitz. Als mit Abstand Erfahrenste auf dem Feld kommunizierte Funk zwischen den Ballwechseln sehr viel mit ihren Mitspielerinnen. „Das gehört zu meinem Job“, erklärte die „Neue“, „das Vertrauen meiner Kolleginnen freut mich natürlich“.

Von den weiteren Neuzugängen erhielten Hannah Dücking und Jule Kröger gegen Ende des vierten Satzes einige Einsatzminuten, doch meinte der VCN-Trainer gewiss auch seine nicht eingesetzten Spielerinnen, als er von „vielen Entwicklungsmöglichkeiten“ sprach. Einzig Urlauberin Laura Hammes stand dem VCN nicht zur Verfügung, stößt aber demnächst noch hinzu.

Das Publikum jedenfalls konnte sich einen optimalen Eindruck davon verschaffen, dass bei den Deichstadtvolleys in dieser Saison einiges möglich ist. „Neuwied ist immer sehr gefährlich“, fand auch der Gästetrainer Tarantini lobende Worte. Auch konditionell waren die Zuschauer auf der Höhe, die lautstarke Unterstützung war bis zum Ende des fünften Satzes da. „Die Neugierde auf unsere Mannschaft wollen wir möglichst lange aufrecht erhalten“, zog der VCN-Vorsitzende Raimund Lepki ein fast rundrum zufriedenstellendes Fazit: „Organisatorisch hat alles gut geklappt, unser Helferteam steht. Schön wäre es natürlich gewesen, wenn wir gewonnen hätten.“ Die nächste Gelegenheit dazu kommt schon am nächsten Samstag, wenn ab 19 Uhr der SV Lohhof in der Sporthalle des Rhein-Weid-Gymnasiums zu Gast sein wird.

VC Neuwied: Henning, Overländer, Hellmann, Werscheck, Funk, Kamarah, Mahrokh, Kröger, Dücking, Bartsch, Liedtke.

Rote Raben Vilsbiburg II: Amaro, Barton, Janetzke, Brandhuber, Adam, Hötschl, Bertalanitsch, Waldinger, Große-Hering, Busch, Kastrati.

Schiedsrichter: Enrico Immig (Wiesbaden) und Marco Würtz (Pirmasens). – Zuschauer: 282.

Spielfilm, 1. Satz: 1:1, 2:3, 3:4, 4:5, 5:8, 7:10, 8:11, 11:12, 12:13, 14:14, 15:15, 20:18, 21:19, 22:20, 24:22, 26:25, 29:27. 2. Satz: 0:1, 1:2, 4:3, 5:5, 6:7, 7:11, 10:12, 13:13, 15:14, 18:15, 19:17, 21:19, 25:21. 3. Satz: 1:1, 2:3, 3:4, 4:7, 6:8, 7:12, 12:13, 16:16, 17:18, 18:19, 19:23, 20:25. 4. Satz: 0:1, 1:3, 2:5, 3:6, 5:11, 7:13, 8:14, 11:18, 12:19, 13:21, 14:22, 15:24, 16:25. 5. Satz: 1:1, 2:5, 4:7, 5:8, 8:11, 9:12, 10:15.

Von unserem Mitarbeiter Matthias Schlenger

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Volleyball

2. Bundesliga Süd Frauen

TSV Ansbach - VC Olympia Dresden  3:2 VC Neuwied - Rote Raben Vilsbiburg II  2:3 TV Planegg-Krailling - TV Waldgirmes  0:3 VC Offenburg - SV Lohhof  3:0 TSV Ansbach - VV Grimma  0:3 VC Wiesbaden II - TV Holz  1:3

 1. TV Waldgirmes  1 3:0 3      VC Offenburg  1 3:0 3      VV Grimma  1 3:0 3  4. Volleys TV Holz  1 3:1 3  5. Rote Raben Vilsbiburg II  1 3:2 2  6. TSV Ansbach  2 3:5 2  7. VC Neuwied  1 2:3 1      VC Olympia Dresden  1 2:3 1  9. Volleys TSV Sonthofen  0 0:0 0      MTV Stuttgart II  0 0:0 0 11. VC Wiesbaden II  1 1:3 0 12. TV Planegg-Krailling  1 0:3 0      SV Lohhof  1 0:3 0

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