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Straubing/Neuwied

Deichstadtvolleys ernten erneut Lob, holen aber wieder keine Punkte

In einem an den Nerven aller Beteiligten zehrenden Spiel der 2. Volleyball-Bundesliga Süd haben die Deichstadtvolleys des VC Neuwied beim Aufstiegsaspiranten NawaRo Straubing mit 1:3 (20:25, 22:25, 27:25, 20:25) verloren. Die Gastgeberinnen mussten erst erbitterte Neuwieder Gegenwehr brechen, um die Punkte in der Turmair-Arena zu behalten.

Beim Abschlusstraining am Freitag herrschte bei den Neuwieder-innen noch allerbeste Stimmung. Da war Baggertennis angesagt, und die Spielerinnen wollten damit überhaupt nicht mehr aufhören. Bei der Abfahrt nach Niederbayern am Samstagmorgen fehlte neben den beruflich verhinderten Sara Mahrokh und Sabine Hoffmann auch die Mannschaftsführerin Lea Schäbitz, die über Nacht hohes Fieber bekommen hatte. „Das musst du erst mal verarbeiten, aber die Gesundheit und der Beruf gehen selbstverständlich vor. Jetzt müssen eben die anderen ran“, hatte der VCN-Trainer Bernd Werscheck das Thema schnell abgehakt. Folgerichtig stellte sich seine Mannschaft aber nun fast von allein auf.

Straubing stand nach der 0:3-Pleite in Vilsbiburg unter Druck. Das motivierte die mehr als 600 Zuschauer dazu, ihr Team lautstark anzufeuern. Die schnelle 4:0-Führung zu Beginn der Partie schüchterte den VCN aber nicht ein. Der setzte zunächst die in dieser Saison aufblühende Lilly Werscheck dagegen. Die 18-Jährige jagte acht Aufschläge übers Netz, dass den Straubingerinnen Hören und Sehen verging. Ungewohnt sicher stand erstmals in dieser Saison Neuwieds Annahme. Bernd Werschecks Team schaffte es, sein Spiel aufzubauen und über 10:7, 14:10 16:11 auf 17:14 in Führung zu gehen. Diesem Spielstand trauerte der Gästetrainer später nach, denn seine Mädels mussten dem folgenden Druck von Straubing Tribut zollen und fielen in ein Konzentrationsloch. Auch zwei schnell aufeinander folgende Auszeiten verfehlten ihre Wirkung. Der Satz war weg.

Die unerwartet starke Leistung von Neuwied hielt auch im zweiten Satz an, auch wenn die Gastgeberinnen immer einen kleinen Vorsprung verteidigten. Wenn der größer zu werden drohte, packte Sarah Kamarah ihre einschüchternde Gestik und Mimik am Netz aus und verblüffte Straubing ein ums andere Mal mit erfolgreichen Bällen. Letztlich hatte der Favorit aber den erfolgreicheren Angriff, es hieß 2:0.

Als sich das Publikum schon auf ein schnelles Spielende eingestellt hatte (12:9, 17:14 im dritten Satz) riss Lilly Werscheck ihre Mitspielerinnen zum besten Satz ihres Teams in dieser Saison mit. Der ging in die Verlängerung und mit 27:25 spektakulär ans Gästeteam.

Auch im vierten und entscheidenden Durchgang hielt Neuwied das hohe Niveau durch, kämpfte aufopferungsvoll und spielte fantastisch. Dennoch hieß es am Ende 3:1 für Straubing. Es war die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel, für den VCN und die dritte in Folge. Zumindest einen Punkt hätte Neuwied verdient gehabt.

Bernd Werscheck dankte beim Pressegespräch dem fairen Publikum und erntete dafür tosenden Applaus. Sein Kollege Benedikt Frank fand anerkennende Worte für die Leistung der Gäste: „Neuwied hat ein tolles Team, ist nach dem zweiten Satz stark aus der Pause gekommen und hat uns wirklich alles abverlangt.“ Es scheint so, als sei das neu formierte und in Straubing zudem noch dezimierte VCN-Team in der Liga angekommen zu sein.

VC Neuwied: Maike Henning, Lena Overländer, Jana Schäbitz, Lilly Werscheck, Sarah Kamarah, Annika Voigt, Antonija Legcevic, Jule Hellmann.

Aus Straubing berichtet unser Mitarbeiter Jörg Linnig

Volleyball (ABCK)
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