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    StraubingVC Neuwied verliert Wahnsinnsspiel in Straubing knapp mit 2:3

    Mit einer bärenstarken Leistung, wie sie die Deichstadtvolleys des VC Neuwied in der 2. Bundesliga Süd bis dahin noch nicht gezeigt hatten, warteten die Spielerinnen von VCN-Trainer Milan Kocian im Auswärtsspiel beim Bundesligaabsteiger NawaRo Straubing auf. Dennoch reichte es trotz einer 2:0-Satzführung am Ende nicht zum zweiten Auswärtssieg in dieser Saison.

    Neuwied war am Samstagabend nach mehr als zwei Stunden Spielzeit der sehr ambitionierten Mannschaft aus Niederbayern, Bundesligist der Vorsaison, äußerst knapp mit 2:3 (25:23, 25:21, 17:25, 22:25, 14:16) unterlegen. Obwohl die Gäste immerhin einen Punkt aus der mit mehr als 800 Zuschauern prall gefüllten Straubinger Halle mit auf die Heimreise nehmen durften, war der kleine VCN-Tross erst mal maßlos traurig gestimmt. Erst langsam wurde den Spielerinnen und ihrem Trainer später bewusst, dass sie einen großen Anteil an diesem begeisternden Volleyballabend hatten.

    Neuwieds Trainer Kocian hatte seine Mannschaft in der Trainingswoche auf ihre Stärken eingeschworen, die zuletzt zu kurz gekommen waren. Er hatte offenbar die richtigen Worte gefunden. Der VCN begann die Partie engagiert. Es schien eine andere Mannschaft auf dem Feld zu stehen als in den vorausgegangenen Neuwieder Auswärtsspielen. Schon nach ein paar Minuten mussten die beiden Schiedsrichter das Spiel allerdings wieder unterbrechen. Der Grund dafür war ein Feueralarm in der "turmair Volleyballarena", der sich aber als unbegründet herausstellte.

    Bis zur Mitte des ersten Satzes lagen die Gastgeberinnen leicht vorne, aber Neuwied ließ sich nicht abschütteln. Variabel setzte die VCN-Zuspielerin Jaroslava Smatanikova ihre Angreiferinnen in Szene. Livia Krucovska übernahm Verantwortung, Diana Mitrengova sprühte vor Selbstbewusstsein und Tatiana Crkonova schmetterte zielgenau. Spielführerin Lea Schäbitz setzte mehrfach ihr Sprungvermögen ein, und Sarah Kamarah verwertete vor allem in der Schlussphase des ersten Satzes kurze Schnellangriffe am Netz souverän.

    Es war der erste Satzgewinn für die Deichstadtvolleys in einer fremden Halle seit dem 6. November 2016 (1:3 in Grimma). Und der motivierte die Deichstadtvolleys im zweiten Durchgang derart, dass Straubing zeitweise mit acht Punkten hinten lag. Straubings Trainer Andreas Urmann hatte im Vorfeld der Begegnung die Videoaufzeichnung des mit 0:3 verlorenen VCN-Spiels in Vilsbiburg gesehen, denn immer wieder versuchten seine Spielerinnen die Gäste mit Lobs zu überraschen. Doch diesmal war der VCN sehr wachsam. Laura Hammes, die immer besser in ihre neue Rolle als Libera hineinwächst, war fast überall. Es wunderte im Publikum kaum jemand, dass auch der zweite Durchgang an Neuwied ging.

    Ob die danach folgende Spielpause von zehn Minuten das Kocian-Team aus dem Rhythmus gebracht hat, bleibt dahingestellt. Straubing jedenfalls nutzte die Unterbrechung zu seinen Gunsten, und das Publikum spürte die Chance auf eine Wende. Die bis zum Zwischenstand von 11:6 für Straubing unveränderte Formation des VCN wackelte nun

    Kocian wechselte erstmals, brachte Jana Schäbitz als Zuspielerin, die sich gleich mit einem verwandelten Trickball einführte, und Lilli Werscheck, um neue Impulse zu setzen. Auch die zuverlässige Sabine Hoffmann zeigte, dass sie jederzeit eine Alternative ist. Straubing gewann die nächsten beiden Sätze trotzt heftiger Gegenwehr, auch weil den Gastgeberinnen nun nahezu alles gelang.

    Gegen Ende des vierten Spielabschnitts erfuhr Neuwied eine Schrecksekunde. Kamarah, die ohnehin am linken Sprunggelenk lädiert war, knickte nach einem Blockversuch am Netz mit dem rechten Fuß um. Sofort war Straubings Physiotherapeut Werner Luginger zur Stelle und half über die ersten Schmerzen der Mittelblockerin hinweg. Diese faire Aktion verdient eine besondere Erwähnung. Auch der aufmunternde Beifall der Zuschauer, als Kamarah vom Feld geführt werden musste, war nicht alltäglich.

    Dass dieses Spiel ein wahres Spitzenspiel war, zeigte der folgende Tiebreak, der an Spannung nicht mehr zu überbieten war. 14:10 führten die Gastgeberinnen, die Sache schien gelaufen zu sein. Doch Lea Schäbitz kam bei Neuwied zur Angabe. Sie servierte derart gefährlich, dass Crkonova, die für Kamarah in die Mitte gewechselt war, Punkt für Punkt bis zum 14:14-Ausgleich machen konnte. Doch dann punktete Straubing doch zum 15:14. Und nachdem Crkonovas nächster Angriffsball knapp "Aus" gegeben wurde, war die knappe Niederlage für Neuwied besiegelt.

    Noch unter dem Eindruck der unglücklichen Entscheidung gegen seine Mädels beim letzten Ballwechsel antwortete Kocian in seiner bekannt nüchternen Art auf die Frage nach seiner Spielanalyse kurz und knapp: "Wir haben verloren." Er relativierte das wenig später mit dem Lob an den Gegner, aber auch an sein Team: "Leider haben wir es nicht geschafft, einen in der Luft liegenden Erfolg rechtzeitig abzusichern. Aber das war die beste Vorstellung, die wir in der zweiten Liga bislang abgeliefert haben."

    NawaRo Straubing: Forrest-Drezet, Markovic, Seidenstricker, Olinyk, Liebschner, Heimrich, Bertalanitsch, Kaiser, Müller, Penrod.

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Smatanikova,

    Crkonova, Kamarah, Laura Hammes, Jana Schäbitz, Hoffmann, Werscheck.

    Schiedsrichter: Rainer Heichel (Marktredwitz) und Szabolcs Beregszaszy (Weiding).

    Zuschauer: 832.

    Spielfilm, 1. Satz: 0:1, 1:2, 3:3, 4:4, 5:6, 6:8, 9:9, 11:10, 12:11, 13:12, 14:14, 15:16, 16:17, 17:19, 18:22, 19:24, 23:25. 2. Satz: 2:1, 4:2, 5:3, 6:8, 7:12, 8:13, 9:14, 10:15, 11:17, 12:19, 13:21, 18:22, 19:23, 21:24, 21:25. 3. Satz: 1:2, 3:3, 4:4, 5:5, 7:6, 11:7, 13:8, 15:9, 16:11, 18:14, 20:16, 21:17, 25:17. 4. Satz: 4:1, 7:2, 9:3, 11:5, 12:6, 14:7, 15:10, 16:11, 17:12, 18:13, 19:14, 20:16, 21:18, 23:21, 25:22. 5. Satz: 1:4, 2:5, 6:6, 7:7, 11:8, 13:10, 14:14, 16:14.

    Von unserem Mitarbeiter Jörg Linnig

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