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    NeuwiedVC Neuwied triumphiert in spannendem Aufsteigerduell

    Alle Achtung, VC Neuwied - und das im wahrsten Wortsinn: Die Deichstadtvolleys haben am Karnevalssamstag in ihrem achten Heimspiel in der 2. Bundesliga Süd der Frauen ihren achten (!) Heimsieg gefeiert. 300 zum Teil kostümierte Zuschauer feierten ihr Team in der Sporthalle der Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied für den 3:1 (23:25, 25:19, 25:21, 25:21)-Erfolg im Duell der beiden starken Aufsteiger gegen die Mannschaft der DJK Sportbund München-Ost. Bis es soweit war, hatte das Team von VCN-Trainer Milan Kocian aber einige Gegenwehr der Gäste zu brechen.

    Lea Schäbitz (Mitte), hier bei einem erfolgreichen Hinterfeldangriff, riss ihre Mannschaftskameradinnen im zweiten Satz mit und leitete damit die Wende zugunsten des VC Neuwied ein. Foto: Jörg Niebergall
    Lea Schäbitz (Mitte), hier bei einem erfolgreichen Hinterfeldangriff, riss ihre Mannschaftskameradinnen im zweiten Satz mit und leitete damit die Wende zugunsten des VC Neuwied ein.
    Foto: Jörg Niebergall

    Im Sitzungskarneval gibt es im jecken Rheinland den Tusch als Ausrufezeichen für den besonders gelungenen Vortrag, die besonders geglückte Pointe. Als Steigerungsstufe zündet das Publikum im Saal auch schon mal eine Rakete, lässt seinem Applaus in der zweiten Stufe trommelnde Hände auf den Tischen und trampelnde Füße auf dem Boden folgen, um anschließend noch mit lautem Pfeifen und Johlen seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen.

    Nicht jeck, aber dennoch ähnlich stimmungsvoll und lautstark feierte das Publikum der Deichstadtvolleys den verdienten Erfolg seines Teams im Aufsteigerduell gegen München. Zum ersten Mal im Publikum saß an diesem Abend auf Einladung des VC Neuwied der Weltklasse-Zehnkämpfer Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied. Der Lokalmatador aus der Leichtathletik, der sein Trainingsprogramm an den tollen Tagen kurz unterbrochen hatte, war beeindruckt: "Ich bin derart überrascht von der Stimmung, dem Publikum und der tollen Atmosphäre hier in Neuwied. Das hätte ich nicht gedacht. Die Kulisse hat nicht nur mich, sondern auch meine Freundin, meine Freunde und meinen Vater begeistert."

    Kazmirek verfolgte zunächst, wie die Münchenerinnen ihren Gegner mit einem dynamischen Start gleich ins Hintertreffen brachten. Angeführt von ihrer bundesligaerfahrenen Außenangreiferin Natascha Niemczyk führten die Gäste schnell mit 5:1. Neuwieds slowakischer Trainer Kocian musste früh seine erste Auszeit nehmen. Seine Spielerinnen hatten zunächst mehr Arbeit in der Annahme und in der Abwehr, als ihnen lieb sein konnte. Besser wurde es allerdings im weiteren Verlauf des ersten Satzes erst mal nicht. 3:8, 5:9 und 11:15 hieß es wenig später aus Sicht der Heimmannschaft.

    "Lea hat als erste angefangen, energischer unsere Punkt bringenden Bälle zu verwerten", lobte Kocian seine junge Spielführerin nach dem Spiel, das fast zwei Stunden reine Spielzeit andauerte. Nachdem das gerade eingewechselte Küken der Deichstadtvolley, Lilly Werscheck, mit einem diagonal platzierten Schmetterball zum 12:15 das Aufschlagrecht für ihr Team zurückgeholt hatte, servierte die 22-jährige Diagonalangreiferin Lea Schäbitz fünf sensationelle Angaben übers Netz, die Münchens Annahme überforderten. Unter anderem zwei Asse sorgten für die Neuwieder 17:15-Führung.

    Doch das reichte nicht zum Satzgewinn, obwohl der VCN beim Stand von 21:18 sogar mit drei Punkten vorne lag. Nun machte die DJK sogar sechs Zähler in Folge und hatte nach 31 Minuten Spielzeit drei Satzbälle. Eine Angabe von Sabrina Karnbaum ins Netz und ein Ass von Neuwieds Diana Mitrengova machten es noch spannend, ehe Münchens beste Spielerin Niemczyk mit einem longline geschlagenen Ball den Satz zur Gästeführung zumachte.

    Im zweiten Satz dauerte es noch die ersten Bälle, ehe nach und nach Livia Krucovska, Mitrengova, Sarah Kamarah und Lena Maasewerd im Angriff der Entschlossenheit ihrer Spielführerin bei der Verwertung von Angriffsbällen anschlossen. Die Folge: Nach 25 Minuten war der Satzausgleich zum 1:1 geschafft.

    So wie der dritte Durchgang in den ersten Minuten verlief, hatte es sich Kocian schon früher von seinen Schützlingen erhofft. Sie sammelten zielstrebig Punkt um Punkt, ehe die erste technische Auszeit des dritten Satzes den Rhythmus unterbrach. München kam heran und blieb bis zum 17:16 für Neuwied dran, ehe die Deichstadtvolleys wieder ernst machten. 21:17 und 23:18 hießen die Zwischenstationen auf dem Weg bis zum 2:1.

    Der vierte Spielabschnitt bot bis in die Endphase hinein viele umkämpfte und für die Zuschauer sehenswerte Ballwechsel. Weil zumeist die Gastgeberinnen die letzte Antwort parat hatten, jubelten Gastgeberinnen am Ende nach einem interessanten und spannenden Aufsteigerduell verdientermaßen - 25:21 und 3:1 nach Sätzen bedeuteten den achten Heimsieg im achten Heimspiel, alle Achtung!

    "Wir mussten auf unsere Mittelblockerinnen Loraine Henkel und Ekaterina Soloninkina verzichten. Ohne sie waren wir leicht ausrechenbar. Gratulation an die Neuwiederinnen. Sie haben es mal wieder gut gemacht", kommentierte Münchens Trainer Bastian Henning, der damit auf einen ähnlichen Verlauf im Hinspiel anspielte, das Neuwied an der Isar mit 3:0 (27:25, 25:23, 25:19) gewonnen hatte.

    "Wir haben uns in der Annahme und der Abwehr wieder stabilisiert. Am Anfang der Saison haben wir aber immer noch deutlich weniger Fehler gemacht. Uns fehlt im Moment oft die Konsequenz, die Punktbälle zu machen", analysierte Kocian. "Wir haben uns aber längst Respekt in der Liga verschafft. Meine Mannschaft hat einen super Teamgeist, der uns in den schwierigen Situationen hilft."

    Kai Kazmirek hat sein erster Besuch bei den Deichstadtvolleys sehr gefallen. "Ich werde weitere Spiele dieses tollen Teams besuchen und es unterstützen. Ein wunderschöner Samstagabend geht mit einem grandiosen Sieg zu Ende", sagte er.

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Maasewerd, Lukacova, Kamarah, Häger, Jana Schäbitz, Werscheck.

    DJK Sportbund München-Ost: Carstensen, Schräder, Karnbaum, Koch, Tiegel, Rau, Raß, Doranth, Kaiser, Niemczyk.

    Schiedsrichter: Enrico Immig (Wiesbaden) und Björn Sauer (Altenkirchen). - Zuschauer: 300.

    Spielfilm, 1. Satz: 1:0, 1:5, 3:8, 5:9, 8:11, 9:12, 11:15, 17:17, 18:18, 21:24, 23:25. 2. Satz: 0:2, 2:2, 5:4, 8:5, 9:6, 10:8, 12:10, 15:11, 17:12, 19:14, 22:16, 24:18, 25:19. 3. Satz: 2:0, 8:4, 11:10, 15:12, 18:17, 22:18, 23:21, 25:21. 4. Satz: 0:2, 2:2, 5:5, 7:6, 10:8, 14:13, 17:17, 18:19, 23:19, 25:21.

    Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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