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    NeuwiedVC Neuwied siegt bei starkem Crkonova-Debüt

    Mit den Deichstadtvolleys ist in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd der Frauen wieder zu rechnen. Im letzten Heimspiel des Jahres fegte der VC Neuwied den Tabellennachbarn Allianz MTV Stuttgart II nach gerade mal 73 Minuten mit 3:0 (25:10, 25:18, 25:17) aus der Sporthalle des Neuwieder Rhein-Wied-Gymnasiums, feierte damit den zweiten Sieg in Folge und darf den Blick in der Tabelle wieder nach oben richten.

    Sabine Hoffmann, hier bei einem Schmetterball, war es vorbehalten, mit zwei Punkten in Folge von der Aufschlaglinie aus den klaren Neuwieder 3:0-Heimsieg gegen den MTV Stuttgart II perfekt zu machen.  Foto: Jörg Niebergall
    Sabine Hoffmann, hier bei einem Schmetterball, war es vorbehalten, mit zwei Punkten in Folge von der Aufschlaglinie aus den klaren Neuwieder 3:0-Heimsieg gegen den MTV Stuttgart II perfekt zu machen.
    Foto: Jörg Niebergall

    Ein beeindruckendes Debüt gelang vor 240 begeisterten Zuschauern der neuen VCN-Diagonalangreiferin Tatiana Crkonova. Die aktuelle slowakische Nationalspielerin war erst unter der Woche sehr kurzfristig nach Neuwied gewechselt, sie gehörte in den vergangenen Spielzeiten zu den besten Angreiferinnen in der Frauen-Bundesliga. "Es ist ein absoluter Wahnsinn, dass Tatiana bei uns gelandet ist", sagte Neuwieds Trainer Milan Kocian nach dem mehr als einseitigen Spiel. Dem erfahrenen Coach war die Freude über den kurzfristigen Transfer förmlich ins Gesicht geschrieben.

    Neuwieds Block steht sicher

    Kocian hatte auch allen Grund dazu, denn eigentlich hat die 24-Jährige in der 2. Bundesliga nichts zu suchen. Zwei Mal erst trainierte Crkonova mit der Mannschaft, bevor sie gegen die Bundesligareserve aus Stuttgart erstmals randurfte. Und sie machte ihre Sache gut. Denn sowohl das Neuwieder Angriffsspiel als auch die VC-Verteidigung profitierten von der ehemaligen Spielerin der Ladies in Black aus Aachen. Spätestens nach ihrem ersten "Monster-Block" gegen Stuttgarts starke Außenangreiferin Martha Deckers hatte das Neuwieder Publikum den Neuzugang ins Herz geschlossen. Völlig unaufgeregt blockte die 1,89 Meter große Slowakin den Ball zur frühen 6:2-Führung ins Feld der Gäste zurück, ein erstes Raunen ging durch die Sporthalle.

    Kurz darauf war Crkonova erneut zur Stelle, sorgte mit dem nächsten Block für das 11:2. "Jeder hat gesehen, was sie drauf hat. Und sie kann noch mehr", versprach Kocian, der dem Abgang der polnischen Vorgängerin von Crkonova, Justyna Sachmacinska, keine sonderliche Beachtung mehr schenkte. "Es gab Unstimmigkeiten zwischen ihr und meiner Mannschaft. Uns von ihr zu trennen, war unsere gemeinsame Entscheidung. Ich setze im Volleyball auf Teamgeist und nicht auf Individualität", fand Kocian abseits des fünften Saisonerfolgs deutliche Worte.

    Natürlich stand gegen den MTV Stuttgart II nicht nur Crkonova auf dem Feld, im Gegenteil. Angeführt von Jaroslava Smatanikova, der späteren "Most valuable player" (die Auszeichnung für die beste Spielerin wird jeweils vom gegnerischen Trainer ausgesprochen), sorgten die Gastgeberinnen für feines Kombinationsspiel und zeigten sich allem voran in der Annahme stark verbessert. Da passte es ins Bild, dass Neuwieds Mittelblockerin Sarah Kamarah trotz eines Bänderrisses im linken Fuß auf dem Spielfeld stand, mit Hilfe einer Stabilisierungsbandage auf die Zähne biss und wie ihre Teamkolleginnen fast fehlerfrei auftrat.

    Diana Mitrengova und Livia Krucovska waren gerade im ersten Durchgang oft die Nutznießer von Neuverpflichtung Crkonova, die meistens zwei Gegenspielerinnen im Doppelblock binden konnte. Resultat: Nach gut einer Viertelstunde führte Neuwied mit 20:6. Ein Ass von Mitrengova führte zum beeindrucken 25:10-Satzgewinn.

    Auch im zweiten Satz führten die Deichstadtvolleys schnell mit 10:5, eine Aufschlagserie von Crkonova hatte hauptsächlich dafür gesorgt. Letztlich ging auch dieser Satz völlig verdient mit 25:18 an Neuwied. Im letzten Durchgang stand es erneut schnell 17:11 für den VCN, Stuttgart fand keine Mittel gegen den mehr als stabilen Block der Heimmannschaft. Zwei Asse von Sabine Hoffmann führten letztlich zum 25:17. Es war ein Spektakel für die Zuschauer, das - und das war der einzige Wermutstropfen an diesem Abend - schon um 20.19 Uhr vorbei war.

    Nur einem schmeckte die fulminante Offensiv-Show nicht so ganz. "Im zweiten und dritten Satz haben wir dem Gegner zu viele Punkte geschenkt. Das hat mir gar nicht gefallen und war unnötig. Unser Ziel muss es sein, dass wir so konzentriert zur Sache gehen wie im ersten Durchgang", sagte Kocian, der die Tabellenspitze noch lange nicht aus den Augen verloren hat. "Wir haben noch Potenzial nach oben, können in dieser Saison noch etwas erreichen", ist der VC-Trainer überzeugt.

    Neuzugang ist schon angekommen

    So angriffslustig hat man den 54-Jährigen lange nicht erlebt. Das mag auch an der neuen Nationalspielerin Crkonova liegen. In der Saison 2015/2016 war sie im Übrigen fünftbeste Scorerin der Bundesliga, ihre Blockeffizienz lag bei 91,8 Prozent. "Ihre Blockbälle waren überragend", fand auch Stuttgarts Coach Johannes Koch. Und: "Wir haben leider noch nicht die Klasse, um gegen so viel Charakter und Erfahrung mitzuhalten zu können. Daher ist der Sieg für Neuwied auch mehr als verdient."

    Wie gefiel es der Protagonistin selbst in ihrem neuen Trikot des VC Neuwied 77? "Es war nahezu perfekt. Das hatte ich so nicht erwartet, schließlich habe ich lange nicht gespielt. Das Publikum war sensationell, Neuwied braucht sich nicht vor einer Bundesliga-Kulisse zu verstecken. Schön, dass ich hier gelandet bin. Jetzt freue ich mich erst mal auf die nächsten beiden Spiele in diesem Jahr und die anstehende Rückrunde 2017", sagte Tatiana Crkonova.

    Gut möglich, dass sich die zuletzt vertragslose Spielerin schnell zum neuen Publikumsliebling in der Deichstadt entwickeln kann. Fest steht: Mit der 24-Jährigen ist für Neuwied auch beim Tabellenzweiten Allgäu Strom Volleys etwas drin. Dorthin geht die Reise für Milan Kocians Team am kommenden Samstag. Der Trainer gibt die Devise vor: "Wir sind bereit, wollen jetzt auch gegen ein Spitzenteam gewinnen."

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Smatanikova, Crkonova, Kamarah, Jana Schäbitz, Landen, Hoffmann, Werscheck, Laura Hammes, Neumann.

    MTV Stuttgart II: Cesar, Deckers, Schammer, Bura, Wenzel, Lischke, Fischer, Bodlée, Reich, Valerie Wlk, Böhler, Koloseus.

    Schiedsrichter: Miriam Weickert (Bingen) und Lutz Kasper (Mayen-Kürrenberg). Zuschauer: 240.

    Spielfilm, 1. Satz: 1:0, 3:1, 11:2, 14:3, 19:4, 20:6, 21:7, 24:9, 25:10. 2. Satz: 0:1, 1:2, 4:3, 6:5, 11:7, 12:8, 15:11, 17:12, 18:13, 19:14, 20:16, 21:17, 22:18, 25:18. 3. Satz: 3:0, 5:1, 7:2, 8:3, 12:4, 14:7, 15:8, 17:10, 18:11, 20:13, 21:14, 22:16, 25:17.

    Von unserem Mitarbeiter Julian Turek

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