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    NeuwiedVC Neuwied schlägt nach Erfurt nun auch Sonthofen

    Die Volleyballerinnen des VC Neuwied haben auch ihr zweites Heimspiel in der 2. Bundesliga Süd gewonnen. Vor knapp 200 Zuschauern besiegte das Team der Deichstadtvolleys nach dem SWE-Volley-Team Erfurt (3:0) Anfang Oktober nun eine weitere etablierte Zweitligamannschaft in eigener Halle. Nach dem 3:1 (25:15, 23:25, 25:22, 25:22) gegen die Allgäu Strom Volleys Sonthofen und den ersten sechs Saisonspielen darf der Aufsteiger vom Rhein eigentlich zufrieden feststellen, in der 2. Bundesliga angekommen zu sein.

    Und warum eigentlich "nur" eigentlich? "Ich will nicht immer als Meckerer erscheinen, aber wir bringen uns über ein schlechtes Verhalten bei der Annahme immer wieder selbst in Schwierigkeiten", kritisierte Neuwieds Trainer Milan Kocian nach dem Spielende. Der Slowake sah gegen die Sonthofenerinnen allerdings auch einige gute Seiten seiner Schützlinge. Die Gastgeberinnen schlugen gefährlich und konstant stark auf. Zudem stand der Neuwieder Doppelblock lange Zeit fast unüberwindbar. Die Ansage ihres Coachs, den Block so zu stellen, dass die Angreiferinnen diagonal daran vorbeischlagen müssen, um Erfolg zu haben, fruchtete. Diagonal wartete zumeist eine aufmerksame Feldabwehr der Deichstadtvolleys, die die Bälle recht mühelos im Spiel halten konnte. Mehr noch: Es wurden daraus sogar viele erfolgreiche Angriffe des VC Neuwied initiiert. "Wir haben im Block vor allem in den beiden ersten Sätzen sehr diszipliniert gespielt", lobte Kocian seine Mädels.

    Neuwieds größte Spielerin, die Mittelblockerin Sarah Kamarah, die 1,85 Meter misst, tat sich besonders hervor. Aber auch die VCN-Zuspielerin Simona Lukacova und die Angreiferinnen Lea Schäbitz, Diana Mitrengova, Livia Krucovska und Lena Maasewerd hatten ihren Anteil an der erfolgreichen Blockabwehr.

    Insgesamt war die Leistung von Kamarah richtungsweisend für den VCN-Erfolg. Die dunkelhäutige Spielerin mit der Nummer zwölf auf dem Trikot war von Kocian ins direkte Duell mit Sonthofens Nummer zwölf, der 1,87 Meter langen und schlagkräftigen Hauptangreiferin Hana Kovarova, geschickt worden. Der Neuwieder Neuzugang, der im Sommer von den SSF Bonn über den Rhein gewechselt ist, berichtete bescheiden: "Ich habe mich ganz auf die Zwölf fokussiert. Schon von der Größe her hat das ja gepasst. Dass die 26-Jährige ihr Niveau aus den ersten beiden Sätzen nicht bis zum Schluss durchhalten konnte, lag zum einen daran, dass sie zunächst wirklich bärenstark agierte, nicht zuletzt aber auch an der Leistungssteigerung von Kovarova in den Sätzen drei und vier.

    Dennoch: Ein passender Ausdruck von Kamarahs guter Leistung an diesem Abend war der Punkt zum 17:10 im dritten Durchgang. Am Netz versuchte eine gegnerische Spielerin sie mit einem Lob auszutricksen. Aus dem Stand sprang Kamarah hoch und tippte den Ball ihrerseits über ihre Kontrahentin hinweg unerreichbar ins Sonthofener Feld. Die folgende selbstbewusste Geste in Richtung ihrer Teamkameradinnen, denen sie mit dem Finger "einen Vogel zeigte", erklärte sie später lachend: "Naja, die hat wirklich gedacht, damit kommt sie an mir vorbei. Aber ich habe seeeehr lange Arme."

    Dass die Slowakin Diana Mitrengova erneut - zum fünften Mal im sechsten Neuwieder Saisonspiel - vom gegnerischen Trainer zur besten Spielerin ihres Teams gekürt wurde, kommentierte Kocian differenziert: "Diana ist eine unserer Leistungsträgerinnen, die den Unterschied machen muss. Wie schon in Bad Soden war für mich heute aber wieder Lena Maasewerd unsere wichtigste Spielerin." Und auch Lea Schäbitz schmetterte zahlreiche Bälle am Sonthofener Block vorbei zu wichtigen Punkten im gegnerischen Feld auf den Hallenboden. Kocian: "Dass gegen Lea kein besserer Block gestellt wurde, hat mich überrascht."

    Sonthofens brasilianischer Trainer Camilo Glober war nach dem letzten Ballwechsel bedient: "Ich will den Neuwieder Sieg überhaupt nicht in Frage stellen. Aber wir fahren fünf Stunden lang im Bus hierher, um auf Schiedsrichter zu treffen, die so eine schlechte Leistung zeigen. Wir haben während des gesamten Spiels immer wieder Regelwidrigkeiten reklamiert. Nur ein Mal, im vierten Satz, haben sie bei einem Neuwieder Aufschlag einen Sichtblock am Netz abgepfiffen." Dennoch sieht Glober seit dem Saisonbeginn schon "Riesenfortschritte" bei seiner Mannschaft. "Aber unsere Achterbahnfahrt geht weiter."

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Maasewerd, Lukacova, Kamarah, Häger, Laura Hammes, Jana Schäbitz, Werscheck, Neumann, Prange de Oliveira.

    Volleys Sonthofen: Blanz, Julia Gleich, Nina Gleich, Kettenbach, Kovarova, Müller, Neyer, Roth, Weidl.

    Schiedsrichter: Mathias Wenzel (Mainz) und Thomas Spurzem (Kottenheim). - Zuschauer: 195.

    Spielfilm, 1. Satz: 0:1, 5:1, 8:3, 11:4, 12:5, 14:6, 17:7, 20:11, 25:13. 2. Satz: 0:2, 1:5, 3:6, 5:8, 8:10, 10:10, 11:14, 15:17, 19:18, 21:22, 22:23, 23:25. 3. Satz: 7:0, 8:2, 9:5, 14:7, 15:10, 19:12, 20:13, 23:19, 25:22. 4. Satz: 5:0, 5:3, 9:3, 11:6, 16:9, 18:11, 18:14, 20:15, 21:17, 22:18, 23:21, 25:22.

    Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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