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    NeuwiedVC Neuwied agiert phasenweise fahrig und gewinnt dennoch 3:1 gegen den VV Grimma

    Die Volleyballerinnen des VC Neuwied haben ihren Heimnimbus in der 2. Bundesliga Süd auch in ihrem zehnten Spiel vor eigenem Publikum gewahrt. Der Aufsteiger aus der Deichstadt besiegte am 21. Spieltag den VV Grimma klar mit 3:1 (25:23, 25:18, 21:25, 25:16). Das ist eine wahrlich beeindruckende Bilanz für einen Neuling, dennoch gab es nach dem Spiel in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums auch überraschende Reaktionen.

    So emotional wie hier Jana Schäbitz will Neuwieds Trainer Kocian seine Spielerinnen auf dem Feld sehen.
    So emotional wie hier Jana Schäbitz will Neuwieds Trainer Kocian seine Spielerinnen auf dem Feld sehen.
    Foto: Niebergall

    Beide Mannschaften hatten sich nach dem letzten Ballwechsel und 104 Spielminuten an den Aufschlaglinien aufgestellt, so wie es das Protokoll der Volleyball-Bundesliga bei jeder Partie vorsieht. Zunächst wunderten sich die Spielerinnen der Gäste aus Sachsen über den herzlichen und anerkennenden Beifall des Neuwieder Anhangs auch für ihre Leistung. Wenig später, als die beiden Trainer nacheinander zum Interview mit dem Hallensprecher Denis Leupold kamen und Neuwieds Coach Milan Kocian mit seinem Statement an der Reihe war, mag es manch einem Zuschauer die Sprache verschlagen haben. "Ich wünschte, dass ich heute nicht hier stehen würde, und mich zum Spiel äußern müsste. Wir haben schlecht gespielt, hatten große Lücken in der Annahme und in der Abwehr", monierte der Slowake. "So darf man sich nicht präsentieren."

    Livia Krucovska (Mitte) erhielt von ihrem Trainer Milan Kocian nach dem Spiel ein Sonderlob aufgrund ihrer engagierten Leistung und positiven Einstellung. Nicht umsonst wurde sie von Grimmas Trainer Jan Zangrando auch zur wertvollsten Spielerin des Spiels gekürt. Fotos: Jörg Niebergall
    Livia Krucovska (Mitte) erhielt von ihrem Trainer Milan Kocian nach dem Spiel ein Sonderlob aufgrund ihrer engagierten Leistung und positiven Einstellung. Nicht umsonst wurde sie von Grimmas Trainer Jan Zangrando auch zur wertvollsten Spielerin des Spiels gekürt. Fotos: Jörg Niebergall
    Foto: Niebergall

    Die Diskrepanz zwischen dem Potenzial des VC Neuwied und der Leistung der Mannschaft gegen Grimma war Kocian auf den Magen und aufs Gemüt geschlagen. Im Gespräch mit unserer Zeitung präzisierte Kocian später seine Spielanalyse und Kritik. "Ich habe das schon vor dem Spiel in der Kabine gemerkt und bei den Mädels angesprochen. Sie waren nicht konzentriert auf die Aufgabe. Vielleicht hat auch nicht jede Spielerin so wie ich das Ziel, am Ende Dritter zu werden."

    Böse gemeint war das, was der frühere slowakische Nationalspieler äußerte, ganz sicher nicht. Im Gegenteil: Kocian betont Woche für Woche im Gespräch mit Journalisten, wie anerkennenswert es ist, den immens hohen Zeitaufwand zu leisten, um als Amateure in der 2. Bundesliga spielen zu können. Was der Trainer sich wünscht und selbst offenbar aus seiner eigenen Spielerkarriere auch kennt, ist, dass seine Frauen mit viel mehr Leidenschaft und Emotionen ans Netz gehen.

    Gegen Grimma waren es im Team der Deichstadtvolleys zwei Spielerinnen, die diese Wunschvorstellung ihres Coachs deutlich erfüllten: Livia Krucovska und Jana Schäbitz, die als Zuspielerin für die diesmal nicht glücklich agierende Simona Lukacova beim Stand von 18:23 im dritten Satz eingewechselt wurde.

    Gegen die groß gewachsene Mannschaft aus Grimma, acht der elf VV-Spielerinnen maßen mehr als 1,80 Meter, drei von ihnen kratzten sogar an 1,90 Meter, wirkte der VCN über weite Strecken des Spiels fahrig, unentschlossen und in einigen Phasen sogar etwas lustlos. Dennoch schimmerte auch immer wieder die Stärke durch. Beispielsweise im ersten Satz, als Neuwied aus einem 11:17-Rückstand fast mühelos zum 19:19-Ausgleich kam und kurz darauf mit 25:23 den ersten Abschnitt gewann.

    Im zweiten Durchgang lag die Heimmannschaft von Beginn an vorne und geriet nie ernsthaft in Gefahr, den Satz abzugeben. Nun lag ein schnelles 3:0 in der Luft. Doch die von Kocian bemängelte fehlende Konzentration und Konsequenz im Handeln ließ Grimma herankommen. Im dritten Satz führte Neuwied nur mit 1:0 und glich beim 1:1 und 11:11 zwei Mal aus. Grimma kam auf 1:2 nach Sätzen heran.

    "Nur im vierten Satz haben wir annähernd so gespielt, wie ich mir das vorstelle", konstatierte Kocian. Doch auch da brauchten seine Schützlinge eine Anlaufzeit, sie lagen zunächst mit 3:8 zurück. Als sie dann jedoch von 13:12 auf 16:12 davonzogen, war jedem in der Halle klar, dass der Aufsteiger VC Neuwied seinen Heimnimbus weiter wahren würde.

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Häger, Jana Schäbitz, Hoffmann, Maasewerd, Lukacova, Kamarah, Neumann, Laura Hammes.

    VV Grimma: Besa, Hartkopf, Königsheim, Schemel, Stöckmann, Boin, Kuhn, Mater, Ssuschke-Voigt, Schröder, Kinne.

    Schiedsrichter: Lutz Kasper (Mayen-Kürrenberg) und Björn Sauer (Altenkirchen). - Zuschauer: 280.

    Spielfilm, 1. Satz: 2:1, 2:4, 4:7, 5:11, 7:12, 10:15, 11:17, 14:18, 18:19, 20:21, 23:23, 25:23. 2. Satz: 2:2, 6:2, 8:5, 11:7, 15:11, 20:16, 24:17, 25:18. 3. Satz: 1:4, 5:9, 11:16, 14:19, 17:23, 21:25. 4. Satz: 2:1, 3:4, 7:8, 11:10, 13:11, 16:12, 20:14, 23:15, 25:16.

    Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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