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    NeuwiedNeuwied kämpft München nieder

    Zu Hause bleiben die Deichstadtvolleys des VC Neuwied in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd eine Macht. Auch das vierte Heimspiel in Folge konnten die Mädels von VCN-Trainer Milan Kocian am Samstagabend vor 275 Zuschauern in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums für sich entscheiden.

    Gegen die Angriffe von Neuwieds starker Diagonalangreiferin Tatjana Crkonova stand der Münchener Block, hier Bianca Zass und Anna Wrede (von links), fast ausnahmslos auf verlorenem Posten. Foto: Jörg Niebergall
    Gegen die Angriffe von Neuwieds starker Diagonalangreiferin Tatjana Crkonova stand der Münchener Block, hier Bianca Zass und Anna Wrede (von links), fast ausnahmslos auf verlorenem Posten.
    Foto: Jörg Niebergall

    Allerdings fiel der 3:1 (25:22, 19:25, 25:14, 25:22)-Erfolg gegen den abstiegsgefährdeten Mitaufsteiger des Vorjahres, DJK Sportbund München-Ost, deutlich schwerer, als dies von den Neuwiederinnen erhofft und erwartet worden war. Schon im ersten Satz war den Spielerinnen des VC Neuwied anzumerken, dass die beiden Auswärtsklatschen Ende des Jahres 2016 gegen die Allgäu Strom Volleys Sonthofen und die Roten Raben Vilsbiburg II (jeweils 0:3) noch in den Hinterköpfen steckten.

    Nach einer schnellen 4:1-Führung verloren die Gastgeberinnen plötzlich den Faden. Leichtsinnige Fehler und Unkonzentriertheiten sorgten nach einer komfortablen Führung für den überraschenden 19:19-Ausgleich. Letztlich sorgte in dieser spannenden Phase die Spielerin des Abends, die "Most Valuable Player" (MVP), Tatjana Crkonova, dafür, dass der erste Durchgang doch an Neuwied gehen sollte. Ihre Aufschlagserie und zwei erfolgreiche Doppelblocks der Deichstadtvolleys machten den knappen 25:22-Satzerfolg klar.

    Auf Tatjana Crkonova ist Verlass

    Überhaupt konnte sich der VC Neuwied auf die Slowakin verlassen. In den entscheidenden Momenten war das Geburtstagskind, sie wurde am Samstag 25 Jahre jung, mit seinen erfolgreichen Diagonalangriffen zur Stelle. Nur im zweiten Satz tauchte auch sie kurz unter. Die kampfstarken Münchnerinnen hatten den Spielverlauf nach einem 3:7-Rückstand komplett auf den Kopf gestellt. Um 19.40 Uhr lagen die Gäste plötzlich mit 14:10 in Front. Ekaterina Soloninkina sorgte mit einer wahnsinnigen Aufschlagserie, sie machte sieben Punkte in Folge, für die erstmalige Führung des neuen Tabellenletzten.

    Auch zwei Auszeiten innerhalb von nur 60 Sekunden führten die Deichstadtvolleys nicht zurück in die Spur, im Gegenteil. München setzte angeführt von der starken Außenangreiferin Bianca Zass nach und sicherte sich den zweiten Durchgang verdient mit 25:19. "Da waren wir total verkrampft und haben viel zu viele Fehler produziert", stellte Kocian später fest.

    Als die Bayern zu Beginn des dritten Satzes auch die bessere Mannschaft waren, wurde es in der RWG-Sporthalle immer ruhiger. 1:3, 6:9 und 7:10 lag der VC Neuwied zurück, den rote Faden hatten die Deichstadtvolleys längst verloren. Der starken Mittelblockerin Sarah Kamarah, Crkonova und Außenangreiferin Diana Mitrengova war es zu verdanken, dass sie doch das Heft wieder in die eigene Hand bekamen. In den entscheidenden Momenten sorgten die drei Neuwiederinnen für die "Big Points", München konnte mit der Spielstärke der Gastgeberinnen nicht mehr mithalten. Mit 25:14 ging der zunächst schlechte Satz an Neuwied, die Wende war eingeleitet.

    Das dachten zumindest die meisten Zuschauer, die am Samstagabend wieder für eine bundesligareife Stimmung sorgten. Doch der DJK Sportbund München-Ost gab sich immer noch nicht geschlagen. Wie im zweiten Durchgang gingen die langen Rallyes wieder an die Bayern, leichtsinnige Fehler sorgten für einen 4:7-Rückstand des VCN. Probleme bereitete dem Team von Milan Kocian über die gesamte Spieldauer der Doppelblock der Münchnerinnen. Besonders auffällig blieb, dass die Neuwieder Angriffe, vor allem die von Mitrengova immer wieder abgeblockt wurden. Folgerichtig führte der Außenseiter aus München mit 12:9. "Neuwied war der klare Favorit, aber wir konnten mithalten. Gerne hätten wir einen Punkt mitgenommen", ärgerte sich der DJK-Trainer Bastian Henning. Erst eine Ass-Serie der 27-jährigen Kamarah brachte Neuwied endgültig auf die Siegerstraße.

    Sarah Kamarahs Aufschlagkünste

    Apropos Kamarah. Die Mittelblockerin hätte sich den Titel des MVP an diesem Abend genauso verdient gehabt wie die immer mit zunehmender Spieldauer stärker werdende Mitrengova. Aber Neuwieds Neuzugang Crkonova hinterließ den stärksten Eindruck bei Henning: "Diese Diagonalangreiferin ist in dieser Liga überragend. Sie hat an diesem Abend in meinen Augen den kleinen aber feinen Unterschied ausgemacht. In den entscheidenden Momenten war sie da." Kamarahs Aufschlagskünste brachten schließlich das 15:13. Und trotzdem wurde es nach einem Ass von Zass zum 21:21 noch mal knapp. Die Qualität von Crkonova und Mitrengova sorgte in der Schlussphase doch für den hart umkämpften 25:22-Matchgewinn.

    "Wir sind immer noch nicht da, wo wir sein könnten. Das ärgert mich", sagte Kocian nach dem sechsten Saisonerfolg. Und: "Mir hat eigentlich nur der dritte Satz gefallen. Darauf können wir aufbauen. Insgesamt muss ich aber sagen, dass wir viel besser spielen können." Dass es (noch) besser geht, kann seine Mannschaft am nächsten Samstag beweisen. Dann allerdings wieder auswärts. Beim Tabellendritten NawaRo Straubing soll endlich mal wieder ein Sieg her. "Außerdem haben wir dort noch eine Rechnung offen", erinnert sich VC-Mannschaftsführerin Lea Schäbitz. Stimmt. Anfang Oktober fügten die Bayern dem VC Neuwied die bislang einzige Heimniederlage in dieser Saison zu (1:3).

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Smatanikova, Crkonova, Kamarah, Laura Hammes, Jana Schäbitz, Hoffmann, Werscheck, Neumann.

    DJK SB München-Ost: Soloninkina, Keller, Zass, Wrede, Schöttler, Koch, Raß, Lauche.

    Schiedsrichter: Uwe Hetzke (Messel/Hessen) und Björn Sauer (Altenkirchen). - Zuschauer: 275.

    Spielfilm, 1. Satz: 1:0, 4:1, 8:5, 10:7, 12:10, 16:14, 19:17, 21:19, 23:21, 25:22. 2. Satz: 4:1, 7:4, 8:7, 10:14, 15:17, 17:19, 18:23, 19:25. 3. Satz: 1:1, 3:3, 4:4, 6:7, 7:9, 11:10, 16:11, 21:12, 24:13, 25:14. 4. Satz: 0:2, 2:4, 4:7, 7:10, 9:12, 13:13, 15:14, 18:16, 19:18, 20:19, 21:21, 23:22, 25:22.

    Von unserem Mitarbeiter Julian Turek

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