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    Milan Kocians Team verlängert den Karneval in Neuwied

    Alle Neune heißt es seit gestern bei den Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Neuwied. Denn der Neuling in der 2. Bundesliga Süd, die Deichstadtvolleys des VCN, sind auch nach neun Heimspielen in der für sie neuen Spielklasse immer noch ungeschlagen. Gegen den Ex-Bundesligisten SV Lohhof gewann das Team von VCN-Trainer Milan Kocian nach einem packenden, hochklassigen und emotional geführten Spiel nach 130 Minuten knapp mit 3:2 (24:26, 25:21, 22:25, 25:14, 16:14)-Sätzen.

    So hoch in der Luft steht im Neuwieder Zweitligateam bei ihren Schmetterbällen nur Diana Mitrengova (Nr. 2). Sie wurde zur besten Spielerin der Begegnung gekürt. Foto: Jörg Niebergall
    So hoch in der Luft steht im Neuwieder Zweitligateam bei ihren Schmetterbällen nur Diana Mitrengova (Nr. 2). Sie wurde zur besten Spielerin der Begegnung gekürt.
    Foto: Jörg Niebergall

    "Ich bin überglücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Meine Mannschaft hat gezeigt, dass es bei unseren Spielen etwas zu erleben gibt. Der Karneval geht weiter", sprudelte es aus dem sonst häufig sehr kritischen Neuwieder Coach Kocian in seiner Spielanalyse heraus.

    Während die VCN-Spielerinnen nach der Partie von ihrem begeisterten Publikum gefeiert wurden, kauerte Lohhofs Trainer Jürgen Pfletschinger enttäuscht auf seinem Trainerstuhl am Spielfeldrand. Er hatte zuvor mit ansehen müssen, wie vier Matchbälle seines Teams ungenutzt blieben. Als Neuwieds Livia Krucovska im entscheidenden Durchgang beim Stand von 10:14 an die Aufschlaglinie ging, gab kaum einer der 360 Zuschauer (Saisonrekordkulisse) in der Sporthalle des Rhein-Weid-Gymnasiums noch etwas auf die Heimmannschaft. Doch die Slowakin im VCN-Trikot servierte sechs Angaben in Folge derart scharf und schwer zu kontrollieren auf Lohhofs Annahmespielerinnen, dass die Gäste völlig aus dem Rhythmus kamen. Lohhofs beste Spielerin, die Kapitänin Tamara Zeller, sagte mit Tränen in den Augen: "Das kann doch nicht sein, dass wir diesen einen Punkt nicht mehr machen."

    Das Team aus dem Stadtteil von Unterschleißheim bei München hatte im ersten Satz fantastisch begonnen. Schnell lag der SVL mit 5:0 vorne. Erst Mitte des ersten Durchgangs fand Neuwied ins Spiel. Die deutliche Schlappe vom Auswärtsspiel am Tag zuvor in Dresden (0:3 - siehe auch nebenstehenden Text) ließ mental noch Spuren bei der Heimmannschaft erkennen.

    Doch dann führte Kocians Team mit 20:16 und 23:19 komfortabel und hatte die 1:0-Satzführung fast schon im Sack. Lohhof ließ nicht locker, wehrte einen Satzball von Neuwied ab und lag plötzlich seinerseits in Führung. Im zweiten Spielabschnitt lag der VCN von Beginn an vorn - und kurz vor Schluss erneut mit 23:19 und 23:21. Doch diesmal behielt Neuwieds Spielführerin die Nerven, schmetterte wenig später zum 24:21 ins Feld und stellte den Block, über den hinweg der letzte Lohhofer Diagonalangriff ins Aus flog. Der Satzausgleich war geschafft.

    Vielleicht auch, weil den Gastgeberinnen die weite Fahrt vom Vortag noch in den Beinen steckte und die ärgerliche Niederlage in Dresden noch im Kopf herumschwirrte, gerieten sie danach wiederum ins Hintertreffen. Der Satz war deutlich enger als der zweite, der neutrale Beobachter auf der Tribüne hatte jedoch stets den Eindruck, dass Lohhof das bessere Ende für sich haben würde. So kam's nach 31 Minuten, Lohhof gewann den dritten Abschnitt zum 1:2 aus Neuwieder Sicht.

    Im vierten Satz machten die Deichstadtvolleys kurzen Prozess mit ihren Gegnerinnen. Jetzt klappte beim VC Neuwied fast alles, und die Köpfe bei den Lohhoferinnen gingen nach unten. Der psychologische Vorteil lag nun aufseiten der Heimmannschaft - das dachten nicht wenige Zuschauer.

    Was bis zum Spielende folgte, war dann an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Lohhof führte mit 3:0, 5:2 und 8:5. Neuwied kam auf 3:2, 5:5 und 8:9 immer wieder heran. Als der SVL noch mal auf 12:8 wegzog, war die erste Heimniederlage in der 2. Bundesliga Süd für die Mannschaft des VC Neuwied kaum noch abzuwenden. Wenig später hatte Lohhof seinen ersten Matchball, nachdem Linda Damerau einen Schmetterschlag diagonal im Neuwieder Feld auf den Hallenboden gedonnert hatte - 14:9 für ihr Team.

    Diana Mitrengova wehrte den ersten ab, indem sie Lohhofs Block anschlug, von dort sprang der Ball ins Seitenaus (10:14). Dann leitete Mitrengovas slowakische Landsfrau Krucovska die Wende mit einem Ass zum 11:14 ein. Ein erfolgreicher Block der dritten Slowakin im Neuwieder Trikot, Simona Lukacova, zum 12:14, ein weiterer von Sarah Kamarah zum 13:14, Mitrengova mit einer Kopie des Punkts zum 10:14 - es hieß 14:14. Noch mal Kamarahs Arme im Block und ein krachender Angriffschlag von Mitrengova machten die Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums zum Tollhaus der jubelnden VCN-Anhänger.

    "Heute ging es um die Bronzemedaille in dieser Saison. Wir hatten uns vorgenommen, zwei Punkte mitzunehmen", sagte Pfletschinger geknickt. Jetzt hat Neuwied beste Aussichten, die Saison als Tabellendritter zu beenden.

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Maasewerd, Lukacova, Kamarah, Häger, Jana Schäbitz, Werscheck, Hoffmann.

    SV Lohhof: Kock, Damerau, Schieder, Dasch, Forcher, Keferloher, Auer, Zeller, Mirtl.

    Schiedsrichter: Björn Sauer (Altenkirchen) und Thomas Spurzem (Kottenheim). - Zuschauer: 360.

    Spielfilm, 1. Satz: 0:5, 3:6, 5:10, 8:12, 13:12, 15:15, 16:16, 20:16, 23:20, 24:23, 24:24, 24:26 - 27 Minuten. 2. Satz: 1:0, 4:3, 7:3, 8:6, 12:6, 14:11, 17:13, 20:17, 23:19, 23:21, 25:21 - 27 Minuten. 3. Satz: 2:0, 4:2, 7:5, 8:8, 11:8, 13:11, 13:14, 16:16, 18:16, 18:18, 20:20, 20:23, 22:25 - 31 Minuten. 4. Satz: 7:0, 10:2, 20:9, 23:11, 25:14 - 23 Minuten. 5. Satz: 0:3, 2:3, 2:5, 5:5, 5:9, 8:12, 9:14, 16:14 - 22 Minuten.

    Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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