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    NeuwiedDie Deichstadtvolleys finden zum Teamgeist zurück

    Die Volleyballerinnen des VC Neuwied haben in der 2. Bundesliga Süd ihren vierten Saisonsieg gefeiert. Vor 220 Zuschauern gewannen die Deichstadtvolleys ihr Heimspiel gegen die TG Bad Soden nach einem 0:1-Satzrückstand am Ende klar mit 3:1 (23:25, 25:21, 25:18, 25:19).

    Kerstin Landen, Neuwieds Nummer 14, greift hier von Jaroslava Smatanikova (Nr. 8) vorbereitet gegen den Bad Sodener Doppelblock (von links Jacqueline Garski und Julia Osterloh) an. Foto:  Jörg Niebergall
    Kerstin Landen, Neuwieds Nummer 14, greift hier von Jaroslava Smatanikova (Nr. 8) vorbereitet gegen den Bad Sodener Doppelblock (von links Jacqueline Garski und Julia Osterloh) an.
    Foto: Jörg Niebergall

    Jüngst waren am Doppelspieltag in Sachsen (1:3 in Dresden, 1:3 in Grimma) beim Team Milan Kocian mannschaftsinterne Probleme zutage getreten, die im Wochenverlauf vor dieser sehr wichtigen Partie für erhebliche Unruhe gesorgt hatten. Daraufhin hatten sich die Verantwortlichen des VCN nach Gesprächen mit allen Beteiligten dazu entschlossen, dass sich der Verein von seiner Außenangreiferin Justyna Sachmacinska nach nur drei Monaten wieder trennen wird. Gemeinsam mit der Spielerin soll zeitnah ein neuer Verein für die 31-jährige Polin, die von Wisla Warschau in die Deichstadt gekommen war, gefunden werden.

    Sachmacinska war von Kocian aufgrund ihrer Erfahrung und starken Leistungen in der ersten polnischen Liga (Orlen Liga) als Kopf seines Team und Führungsspielerin an den Mittelrhein geholt worden. Schnell wurde aber augenscheinlich, dass Sachmacinska und der auf Amateurniveau mit viel Idealismus von ehrenamtlichen Funktionären betriebene Verein nicht zusammenpassen würden. Und der Teamgeist, mit dem sich die Deichstadtvolleys in der Vorsaison als Aufsteiger gleich auf den dritten Tabellenplatz katapultiert hatten, bietet für eine Individualistin schlichtweg keinen Platz.

    Im Heimspiel gegen Bad Soden sind die Neuwiederinnen auf ihren erfolgreichen Weg zurückgekehrt. Mit viel Kampfgeist und ihrem lautstark das Team anfeuernden Publikum im Rücken kämpften, ja bissen sich die VCN-Spielerinnen förmlich in die Partie hinein. "Wir waren natürlich nicht ganz so locker, wie wir es uns gewünscht hätten. Das lag aber auch am Gegner. Uns war klar, dass wir in der Tabelle weiter unten reinrutschen, wenn wir dieses Spiel verlieren", gab Neuwieds Kapitänin Lea Schäbitz nach der Partie einen Einblick in die Gedankenwelt ihrer Mannschaft.

    Sie wurde vom Bad Sodener Trainer Stefan Bräuer zur wertvollsten Spielerin der Begegnung gewählt. Bräuers subjektive Wahrnehmung war nachvollziehbar. Eine noch bessere Wahl an diesem Tag wäre allerdings die komplette Mannschaft des VCN als MVP (Most Valuable Player) gewesen. Eine Wahl, die das Reglement jedoch nicht vorsieht.

    Im ersten Satz führten die Gastgeberinnen bis zum 10:9, gerieten dann mit 14:18 in Rückstand, glichen jedoch mit starken Angriffsaktionen von Lea Schäbitz und Diana Mitrengova zum 18:18 wieder aus. Doch danach machten die Hessinnen vier Punkte in Serie - der Satz schien weg. Mit dem Mut der Verzweiflung reichte es erneut zum Ausgleich (23:23). Doch kurz darauf hieß es 0:1 aus Sicht der Heimmannschaft.

    Auch im zweiten Spielabschnitt verlief die Partie zunächst ausgeglichen, ehe zwei Zwischenspurts dem VCN die Richtung wiesen (von 8:10 auf 14:10 und von 15:13 auf 21:15). Die Uhr in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums zeig-te 20 Uhr, als Bad Soden mit einem Fehler den 25:21-Satzgewinn und damit das 1:1 verursachte.

    Im dritten Durchgang entwickelten die Deichstadtvolleys dann endgültig ihren bekannten und von den eigenen Fans so geliebten Kampfgeist. Mit 10:14 lagen sie zurück, nachdem sie nur zu Beginn des Satzes knapp geführt hatten (1:0, 3:1, 4:3), danach aber hinterherhechelten. Der Zwischenstand von 13:17 verhieß nichts Gutes.

    Eine Angabe von Bad Sodens Marlen Muschter ins Netz zum 14:17 war das Signal zur Attacke. Angeführt von ihrer Kapitänin, von Mitrengova und von Sarah Kamarah drehte Kocians Team den Satz, machte neun Punkte in Folge und sicherte sich verdient die 2:1-Satzführung.

    Da war es auch nicht mehr beängstigend, dass die Neuwiederinnen auch im vierten Abschnitt zunächst wieder ins Hintertreffen gerieten (0:3, 3:4). Schnell war ein Vorsprung herausgespielt, die über 6:5 und 11:7 zum 16:13 führte. Zwei Mal glichen die TG-Frauen noch aus (16:16, 17:17), doch danach hatten sie der Energie und Entschlossenheit der Gastgeberinnen nichts mehr entgegenzusetzen. Das Aufatmen beim Team und bei den Zuschauern war gleichermaßen groß, als der zweite Matchball verwandelt wurde.

    "Glückwunsch an Neuwied. Das Team war ein bisschen klüger als meine Mannschaft, die aber auch einen guten Job gemacht hat", sagte Bad Sodens Trainer Bräuer. "Uns hat die Ruhe bei einigen Ballwechseln gefehlt, das hat dem Gegner in die Hände gespielt."

    Sein Kollege Kocian bilanzierte die Partie auf Basis der eingangs beschriebenen Vorkommnisse: "Man hat gemerkt, dass wir mit einer ganz anderen Aufstellung gespielt haben. Wir haben wieder mehr auf Teamgeist als auf Individualität gesetzt. Jeder Wechsel war ein wichtiger Wechsel. Insgesamt müssen wir uns jetzt neu formieren." Dazu hat der VCN drei Wochen Zeit, ehe das nächste Spiel ansteht: Am Samstag, 3. Dezember, gastiert der MTV Stuttgart II bei den Deichstadtvolleys.

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Jana Schäbitz, Kamarah, Landen, Hoffmann, Werscheck, Smatanikova, Laura Hammes, Neumann.

    TG Bad Soden: Schultz, Muschter, Hinrichsen, Osterloh, Vanjak, Stricker, Meusel, Menducka, Garski, Fuhr, Graf.

    Spielfilm, 1. Satz: 1:1, 4:3, 7:7, 10:13, , 13:14, 14:18, 18:22, 20:23, 23:25. 2. Satz: 1:1, 4:2, 6:7, 8:9, 14:10, 15:11, 16:13, 19:14, 21:15, 23:18, 25:21. 3. Satz: 1:1, 3:2, 4:4, 6:6, 7:12, 10:14, 12:16, 13:17, 23:17, 25:18. 4. Satz: 3:3, 5:5, 9:5, 11:6, 12:8, 13:10, 14:11, 16:13, 20:17, 24:18, 25:19.

    Schiedsrichter: Birgit Wahl (Saarbrücken) und Marco Würtz (Pirmasens).

    Zuschauer: 220.

    Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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