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    NeuwiedDer Heimnimbus des VC Neuwied ist im elften Zweitligaspiel geknackt

    Im elften Heimspiel in der 2. Bundesliga Süd der Frauen hat es die Mannschaft des VC Neuwied zum ersten Mal erwischt. Nach zuvor erstaunlichen zehn Heimsiegen in Folge verlor der Aufsteiger in der Zweitklassigkeit zum ersten mal ein Spiel vor heimischer Kulisse.

    Dieser Block des VC Neuwied, Simona Lukacova und Sarah Kamarah (von links), steht gegen die angreifende Engelsdorferin Emily Langguth perfekt. Doch je länger das Spiel dauerte, desto häufiger waren die Gäste in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums mit ihren Schmetterbällen erfolgreich. Foto: Jörg Niebergall
    Dieser Block des VC Neuwied, Simona Lukacova und Sarah Kamarah (von links), steht gegen die angreifende Engelsdorferin Emily Langguth perfekt. Doch je länger das Spiel dauerte, desto häufiger waren die Gäste in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums mit ihren Schmetterbällen erfolgreich.
    Foto: Jörg Niebergall

    Nach fasst zwei Stunden Spielzeit mussten sich die Deichstadtvolleys am Samstagabend in der Sporthalle des Rhein-Wied-Gymnasiums dem akut abstiegsgefährdeten SV Lok Engelsdorf mit 1:3 (25:16, 26:28, 23:25, 20:25) geschlagen geben. Neuwieds Trainer Milan Kocian war nach dem Spiel zwar enttäuscht über die Niederlage seiner Mannschaft, nicht aber über ihre Leistung: "Wir wollten etwas historisches schaffen und ohne Heimniederlage die Saison beenden. Schade, dass das jetzt nicht mehr möglich ist. Aber wir haben im ersten und bis zur Mitte des zweiten Satzes sehr gut Volleyball gespielt. Dann hat unsere bis dahin sehr hohe Konzentration ein kleines bisschen nachgelassen und Engelsdorf wieder ins Spiel gebracht."

    Die äußerst kampfstarken Gäste aus dem Leipziger Stadtteil Engelsdorf konnten ihr Glück kaum fassen, wenngleich ihr Trainer Ronny Lederer trotz der misslichen Lage seines Teams auf dem vorletzten Tabellenplatz nicht ganz ohne Hoffnung in die Deichstadt gekommen war. "Ich habe nach unserer Niederlage in Lohhof gesagt, dass wir jetzt eben in Neuwied gewinnen. Einen Punkt holen wir am vorletzten Spieltag in Offenburg, und gegen Stuttgart II am letzten Spieltag gewinnen wir zu Hause und schaffen den Klassenverbleib", rechnete er bei der Pressekonferenz nach dem Spiel öffentlich vor. Lederers Prognose schien nach dem 0:3 beim Rangvierten Lohhof und vor den weiteren Auswärtsspielen beim Dritten in Neuwied und beim Zweiten in Offenburg gleichwohl reichlich optimistisch zu sein.

    Wer die Deichstadtvolleys zu Beginn des Spiels aufschlagen, angreifen und abwehren sah, musste die Dintervolleys aus Engelsdorf schon mit mehr als einem Bein zurück in der 3. Liga Ost sehen. Nach 23 Minuten hatten die Gastgeberinnen, angetrieben von den den beiden stark aufspielenden Außenangreiferinnen Diana Mitrengova und Lena Maasewerd, den ersten Satz mit 25:16 sicher nach Hause gebracht. Im zweiten Spielabschnitt startete der VCN mit einer Aufschlagserie der Zuspielerin Simona Lukacova bis zum 8:0.

    Was folgte versuchte Kocian nach dem Spielende zu erklären: "Ich weiß nicht, ob es so etwas auch in anderen Sportarten gibt. Aber ich habe solche Spiele in meiner eigenen Karriere schon häufig erlebt. Wenn man in der Konzentration und Konsequenz nur wenige Prozent nachlässt, kann das klarste Spiel jederzeit noch kippen." Auch mit 13:8 und 16:12 führte Neuwied noch klar, mit Glück machte Livia Krucovska mit einem Netzkantenball das 20:16.

    Doch danach fanden die Gastgeberinnen kein probates Mittel mehr, die Engelsdorferinnen auf Distanz zu halten. Von 21:17 an machten der SV Lok sechs Punkte in Folge zu seiner ersten Führung im zweiten Satz - es hieß 21:22 aus Sicht des VC Neuwied. Wenig später hatten die Gäste ihren ersten Satzball, vergaben diesen jedoch. Neuwied vergab beim Stand von 25:24 und 26:25 gleich zwei Chancen zur 2:0-Satzführung. Das bestrafte Engelsdorf mit dem 28:26 und dem 1:1-Satzausgleich.

    Mehr und mehr spielte sich die Kanadierin Colleen Ogilvie, die erst Ende Januar von Engelsdorf verpflichtet worden war, in den entscheidenden beiden Sätzen in den Fokus. Im dritten Spielabschnitt verlief die Begegnung bis zum Schluss weiterhin spannende und umkämpft. Auffällig dabei war, dass die Gäste fast alle besonders umkämpften Punkte machten. Das hatten sie ihrer besonders starken Abwehr und einer leicht geringeren Fehlerquote im Angriff im Vergleich zu ihrem Gegner zu verdanken. 23:23 stand es, als Mitrengova eine Angabe ins Aus setzte und Engelsdorfs Josefine Seifert mit einem Ass die 2:1-Führung für ihr Team perfekt machte. Im vierten Satz lag der Abstiegskandidat stets knapp, mit 18:14 auch mal relativ deutlich vorne. Entscheidend setzte sich der Gast von 19:21 dann auf 20:24 in Richtung seines Auswärtssiegs ab.

    Neuwieds - vom gegnerischen Trainer Lederer gewählte - wertvollste Spielerin des Spiels, Lena Maasewerd, war zwar enttäuscht, blickte aber kurz nach dem Spiel schon wieder positiv voraus: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, natürlich besonders zu Hause. Aber nächste Woche geht's weiter, und dann holen wir auch wieder drei Punkte."

    VC Neuwied: Lea Schäbitz, Mitrengova, Krucovska, Maasewerd, Lukacova, Kamarah, Häger, Jana Schäbitz, Werscheck, Neumann, Laura Hammes, Hoffmann.

    SV Lok Engelsdorf: Ogilvie, Thiam, Ebert, Trapp, Eichholz, Schmidt, Langguth, Kuhrig, Oswald, Heinze, Seifert.

    Schiedsrichter: Jochen Röder (Losheim/Saar) und Enrico Immig (Wiesbaden).

    Zuschauer: 190 zahlende.

    Spielfilm, 1. Satz: 2:1, 6:3, 8:7, 13:10, 18:11, 20:14, 25:16. 2. Satz: 8:0, 9:3, 12:7, 16:12, 20:16, 21:17, 22:23, 25:24, 26:28. 3. Satz: 1:1, 2:3, 7:5, 9:9, 10:12, 13:14, 15:19, 18:20, 22:22: 23:25. 4. Satz: 2:1, 5:5, 8:8, 9:11, 13:14, 14:17, 17:18, 18:21, 20:25.

    Von unserem Redakteur Christoph Hansen

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