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Bremen

Ein starker Cioti ist zu wenig: Grenzau unterliegt in Bremen am Ende deutlich

Marco Rosbach

Die kleine Chance, in der Tischtennis-Bundesliga einen Coup zu landen, war da, nur nutzen konnten die Profis des TTC Zugbrücke Grenzau diese nicht. Beim Tabellenzweiten Werder Bremen unterlag das Schlusslicht am Ende erwartungsgemäß mit 1:3 – einem Ergebnis, das Trainer Dirk Wagner in die Kategorie „normal“ einstufte. „Ärgerlich ist es trotzdem“, sagte der TTC-Coach. „Das zweite Spiel dürfen wir so nicht verlieren. Da hätte Kirill Gerassimenko aus dem ersten Spiel gegen Bremen lernen müssen. Damals hat er gegen Hunor Szöcs schon einmal verloren. So etwas ärgert mich schon.“

Sein starker Auftritt im ersten Spiel ließ die Hoffnungen wachsen, doch ein zweites Mal durfte Grenzaus Constantin Cioti nicht ran. Bei seinem Ex-Klub Werder Bremen unterlag er mit dem TTC 1:3. Foto: Wolfgang Heil
Sein starker Auftritt im ersten Spiel ließ die Hoffnungen wachsen, doch ein zweites Mal durfte Grenzaus Constantin Cioti nicht ran. Bei seinem Ex-Klub Werder Bremen unterlag er mit dem TTC 1:3.
Foto: Wolfgang Heil

Werder Bremen – TTC Grenzau 3:1

Assar – Cioti 7:11, 6:11, 11:6, 9:11; Szöcs – Gerassimenko 14:12, 4:11, 11:5, 11:13, 11:4; Lambiet – Schlichter 11:7, 11:3, 11:4; Assar – Gerassimenko 11:4, 11:8, 11:3.

Eine Überraschung gab's bereits vor dem ersten Ballwechsel: Der Tabellenzweite trat ohne seinen Spitzenspieler Bastian Steger gegen die Brexbachtaler an. „Im Hotel war er noch“, berichtete Grenzaus Präsident Frank Knopf. „Aber offensichtlich war er doch nicht fit genug, um mitzuspielen.“ Die Hoffnungen der Westerwälder stiegen mit dieser Personalentscheidung der Bremer und bekamen durch das erste Spiel weitere Nahrung. Constantin Cioti, im Jahr 2013 noch Deutscher Meister mit Werder, war nicht nur in höchstem Maße motiviert, sondern auch auf den Punkt konzentriert. Gegen den Ägypter Omar Assar zog er in den ersten beiden Sätzen jeweils in der Endphase davon, setzte sich erst von 7:7 auf 11:7 ab und dann von 5:5 über 10:5 auf 11:6. Der Grundstein zum ersten Punkt war gelegt.

Zwar brachte Bremens Neuzugang durch das 11:6 im dritten Durchgang noch mal Spannung in die Partie, doch davon ließ sich der erfahrene Cioti nicht aus der Ruhe bringen. Im ausgeglichenen vierten Satz nutzte er gleich seinen ersten Matchball zum 11:9. „Das war natürlich ein toller Beginn für uns“, war Knopf in der Pause begeistert. „Constantin hängt sich voll rein. Man merkt, dass er hier eine sehr gute Leistung zeigen will.“

So reibungslos es für den einen Grenzauer lief, so zäh entwickelte sich das Spiel für den zweiten: Kirill Gerassimenko hatte gegen Hunor Szöcs einen Satz klar gewonnen und einen knapp, aber auch zwei Durchgänge nach ähnlichem Muster abgeben müssen, ehe es im fünften Satz deutlich wurde. Bremens rumänische Nummer drei machte beim 11:4 kurzen Prozess und besorgte für sein Team den immens wichtigen Ausgleich. „Man merkt Kirill an, dass er noch immer Probleme mit der Schulter hat“, nahm Grenzaus Präsident seinen Spieler in Schutz, benannte aber ein weiteres Manko: „Manchmal war er einfach zu langsam auf den Beinen, um hier vielleicht sogar den zweiten Punkt zu holen.“

Den erwartet schweren Stand hatte nach der Pause Grenzaus „Feierabend-Profi“ Jörg Schlichter. Die durch die Trennung von Spitzenspieler Kou Lei ins Team gerückte Nummer vier konnte im ersten Satz gegen Florent Lambiet halbwegs mithalten, verlor dann den zweiten im Eilverfahren, ehe sie den dritten immerhin bis zum Stand von 5:4 offen gestaltete. „Er kann ja nur abends trainieren“, sagte Frank Knopf. „Doch ich denke, dass unser Trainer einen guten Weg gefunden hat, damit auch Jörg optimal vorbereitet ist. Einfach kann es für ihn in der Bundesliga aber natürlich nie werden.“

Alles andere als einfach war dann auch der zweite Auftritt für Kirill Gerassimenko. In drei deutlichen Sätzen machte der Bremer Omar Assar den Sieg des Favoriten von der Weser ohne Probleme perfekt. „Kirill hat durch seine Verletzung wochenlang nicht richtig trainiert“, sagte Grenzaus Trainer Dirk Wagner. „So hast du gegen einen Spieler wie Assar einfach keine Chance.“

Von unserem Redakteur Marco Rosbach

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