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Grenzau

Beim Zweiten in Bremen: TTC Grenzau ist beim Jahresauftakt nur Außenseiter

Einmal Hoher Norden, bitte: Der TTC Zugbrücke Grenzau reist für das erste Auswärtsspiel des neuen Jahres in der Tischtennis-Bundesliga nach Bremen, ist am Sonntag von 15 Uhr an beim SV Werder zu Gast. Eine Partie mit klaren Vorzeichen: Der Tabellenzweite ist Favorit in heimischer Halle gegen das Tabellenschlusslicht aus dem Westerwald.

Der Nauorter Jörg Schlichter, der seit der Trennung des TTC Grenzau von Kou Lei zum Bundesliga-Stammspieler geworden ist, war zuletzt beruflich stark eingebunden. Wie er in Form ist, wird sich zeigen. Foto: Wolfgang Heil
Der Nauorter Jörg Schlichter, der seit der Trennung des TTC Grenzau von Kou Lei zum Bundesliga-Stammspieler geworden ist, war zuletzt beruflich stark eingebunden. Wie er in Form ist, wird sich zeigen.
Foto: Wolfgang Heil

3. September, ein warmer Sommertag im Brexbachtal: Bremen ist zu Gast in Grenzau. Der TTC geht zunächst mit 1:0 in Führung, lässt dann aber zu viele Chancen liegen. Constantin Cioti verliert trotz toller Aufholjagd sein Spiel gegen Bastian Steger in fünf Sätzen. Kirill Gerassimenko ist in den ersten beiden Sätzen gegen Hunor Janos Szocs sehr gut unterwegs, kann beide Durchgänge jedoch nicht nach Hause bringen (11:13, 10:12) und verliert das Match am Ende deutlich in drei Sätzen. Mit Stegers zweitem Punkt ist die Partie dann zugunsten der Werderaner entschieden.

„Da waren schon Chancen da im Hinspiel“, erinnert sich TTC-Cheftrainer Dirk Wagner. Gleichwohl: Die Vorzeichen waren damals auch andere. Wenn sich die Grenzauer am Sonntag auf den Weg machen, dann werden sie zum einen ohne Kou Lei anreisen, von dem sich der Traditionsverein kürzlich getrennt hat. Noch wichtiger aber: Wagner wird erst kurz vor dem Spieltag wirklich einschätzen können, wie es um die Form seiner Spieler bestellt ist.

„Jörg Schlichter, der das Team nach der Trennung von Kou Lei komplettiert, war zuletzt beruflich stark eingebunden“, sagt Wagner. „Bei ihm müssen wir schauen, wie die Form ist.“ Constantin Cioti hat den Jahreswechsel in Guatemala verbracht. „Er hat mal ein wenig die Sonne genießen können, mir aber versprochen, sehr gut vorbereitet zurückzukehren.“ Größere Sorgen macht sich der TTC-Cheftrainer um Kirill Gerassimenko. „Ich hoffe, dass er wieder voll einsatzfähig ist.“ Der junge Kasache laborierte an einer Verletzung, ist kürzlich aber wieder in das Training eingestiegen. „Wie gut es bei ihm schon wieder geht, werden die letzten Einheiten vor dem Spiel zeigen.“

Dass Bremen die Favoritenrolle gehört, erklärt sich aber nicht nur durch den Tabellenstand und die Fragezeichen hinter der Formkurve der TTC-Akteure. „Die haben einfach schon viel früher wieder mit der Arbeit begonnen“, weiß Wagner. Die Bremer waren gleich zu Jahresbeginn im Trainingslager zur Vorbereitung auf das Final Four um die Deutsche Pokalmeisterschaft, bei dem sie am ersten Januar-Wochenende zwar das Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger Borussia Düsseldorf klar mit 0:3 verloren, aber zumindest schon wieder Wettkampfpraxis sammeln konnten.

„Bremen spielt eine sehr stabile Saison“, sagt Wagner. Die Norddeutschen haben bisher lediglich in Ochsenhausen, in Mühlhausen und gegen Düsseldorf verloren. Dem gegenüber stehen sieben Siege, die derzeit für Tabellenplatz zwei reichen. Bastian Steger (12:6) und Hunor Janos Szocs (6:4) weisen eine positive Bilanz auf, Omar Assar (5:6) eine leicht negative. Der in zwei Spielen eingesetzte Florent Lambiet hat bisher ein Einzel gewonnen und eines verloren. „Vielleicht können wir unseren Gegner ja dabei erwischen, wie er uns ein wenig unterschätzt. In jedem Fall werden wir versuchen, Bremen einen harten Kampf zu liefern.“ red

TTC Grenzau
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