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    Bad Kreuznach

    Platz zwei bei Tischtennis-DM der stehend Behinderten: Iris Nold hält die Landesfahne hoch

    Der Start der deutschen Tischtennis-Meisterschaften für stehend behinderte Senioren in der Bad Kreuznacher Jakob-Kiefer-Halle war etwas chaotisch verlaufen – wir berichteten bereits –, das Ende aber sorgte für viel Harmonie.

    Zwei Bundesländer, ein Doppel: Martina Börner (Sachsen-Anhalt, im Vordergrund) trat gemeinsam mit Petra Bauer (Hessen) an. Letztere lag im Einzel mit Platz vier in ihrer Altersklasse am Ende hinter der einzigen Teilnehmerin aus Rheinland-Pfalz, Iris Nold (BSV Frankenthal), die Zweite wurde. Foto: Klaus Castor
    Zwei Bundesländer, ein Doppel: Martina Börner (Sachsen-Anhalt, im Vordergrund) trat gemeinsam mit Petra Bauer (Hessen) an. Letztere lag im Einzel mit Platz vier in ihrer Altersklasse am Ende hinter der einzigen Teilnehmerin aus Rheinland-Pfalz, Iris Nold (BSV Frankenthal), die Zweite wurde.
    Foto: Klaus Castor

    Auf einem Gala-Abend wurden die Sportler für ihre ausgezeichneten Leistungen gewürdigt. Insgesamt 26 Siegerehrungen gingen über die Bühne. Umrahmt wurde die Abschlussparty mit einem abwechslungsreichen Showprogramm.

    An zwei Tagen hatten die knapp 110 Spieler zuvor Topleistungen gezeigt, an den 16 Platten in der Jakob-Kiefer-Halle herrschte Dauerbetrieb. Sie waren in verschiedenen Klassen angetreten, die sich in den Jahrgangsstufen und Behinderungsgraden unterschieden. „Es waren sehr viele tolle Spiele dabei“, betonte Karl-Josef Flühr von den Sportfreunden Diakonie Bad Kreuznach, die für die Organisation des Turniers verantwortlich gewesen waren. Wenngleich hierbei zwischen Organisation und Ausrichtung unterschieden werden muss. Letzteren Part übernahm der Deutsche Behindertensportverband (DBS), damit hatten die Bad Kreuznacher, die sich etwa um die Bewirtung und Herrichtung der Halle kümmerten, nichts zu tun – und somit auch nichts mit den Komplikationen zu Beginn, als etwa Spielernamen doppelt in den Turnierlisten auftauchten und Material erst spät am Veranstaltungsort ankam, was für eine Verzögerung des Turnierstarts sorgte. „Am zweiten Tag waren wir eine halbe Stunde vor dem Ende des eigentlichen Zeitplans fertig“, betonte Flühr und untermauerte somit, dass die Veranstaltung gegen Ende an Fahrt aufgenommen hatte: „Von unserer Seite aus ist alles top gelaufen.“

    Klar ist, dass das Gastgeber-Bundesland sportlich eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Ursprünglich waren zwei Akteure aus Rheinland-Pfalz für die DM gemeldet gewesen. Das war im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr wenig, Nordrhein-Westfalen etwa hatte im Vorfeld 35 Akteure angekündigt, aus dem Saarland hatten sich 22 Spieler angesagt. Für Rheinland-Pfalz trat in Iris Nold letztlich sogar nur eine Spielerin an. Sie spielte für den BSV Frankenthal. Nold hielt die Fahne ihrer Heimat allerdings in beachtlicher Manier hoch und sicherte sich in ihrer Wertungsklasse den zweiten Platz hinter Anja Gnegel vom TSV Thiede sowie vor Bea Pfaffendorf und Petra Bauer, die beide für die TTG Büßfeld spielen.

    Insgesamt gaben sich die Favoriten keine Blöße, was natürlich insbesondere für die hoch dekorierten Jochen Wollmert und Thorsten Schwinn gilt. Wollmert hat Einzel-Gold bei den Paralympics 2000, 2008 und 2012 gewonnen und tritt für Borussia Düsseldorf, den renommiertesten deutschen Tischtennisverein, an. Er lag in seiner Klasse vor Bernd Kessler (VSG Wuppertal) sowie Udo Webel vom TSV Thiede und Jörg Markus vom SV Seehausen, die sich Platz drei teilten. Schwinn war bei den Paralympics 2012 in London ebenfalls vertreten und holte dort Platz vier mit dem Team. In Bad Kreuznach setzte er sich vor Stefan Strobel (TSG Ulm/Söflingen) und Jörg Schneider (TTG Büßfeld) durch. Wollmert und Schwinn waren zudem auch jeweils einmal im Doppel erfolgreich.

    Von unserem Redakteur Christoph Erbelding

    Einwurf: Über Reformen nachdenken

    Christoph Erbelding zur Tischtennis-DM 
in Bad Kreuznach

    Wer schon einmal an Paralympischen Spielen teilgenommen hat, der hat in seinem Sportlerleben viel gesehen. Das gilt somit auch für Thorsten Schwinn, den am Bein amputierten Tischtennisspieler aus Dieburg, der in London im Jahr 2012 dabei war und nun fünf Jahre später auch in Bad Kreuznach aufgeschlagen hat: bei den deutschen Meisterschaften der stehend behinderten Senioren im Tischtennis. Schwinn trat mit Freude an der Nahe auf. Als der 40-Jährige aber erfuhr, wie viele Siegerehrungen es in Bad Kreuznach geben würde – 27 (das war der Stand zu Beginn, am Ende waren es dann nur 26) – und zudem sah, wie viele Tischtennisplatten in der Jakob-Kiefer-Halle aufgebaut waren – 16 –, da fasste er sich an den Kopf. Zu viele Klassen, zu viele Spiele parallel, die dafür sorgen, dass der Sport nicht attraktiv präsentiert wird – das monierte Schwinn. In einem Interview in unserer Ausgabe vom vergangenen Samstag hat sich der Topspieler entsprechend zu der Thematik geäußert.

    Nun gibt es zum Standpunkt Schwinns nichts weiter zu sagen, als das der Mann damit vollkommen richtig liegt. So, wie die Meisterschaften aufgebaut waren, sprechen sie in erster Linie Fachleute an. Das breite Publikum wird mit einer derartigen Fülle an Spielen weniger erreicht. Eine Aufteilung der Meisterschaften in Qualifikations- und Endrunde an verschiedenen Wochenenden oder in zwei Endrunden für verschiedene Klassen, die dann an unterschiedlichen Orten ausgetragen werden, macht absolut mehr Sinn. Das würde nicht zuletzt den Sportlern gerecht werden, die dadurch automatisch mehr Aufmerksamkeit erhalten. Der Deutsche Behindertensportverband muss also über eine Reform nach- und die alt hergebrachten Strukturen überdenken.

    E-Mail: christoph.erbelding
@rhein-zeitung.net

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