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Busenbach

Auf ein 6:2 folgt ein 6:0 – Bingerinnen stürmen in die DM-Endspiele

Am Ende war es eine Demonstration der Stärke. Gerade einmal einen Satz gaben die Tischtennisspielerinnen der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim bei ihrem 6:0-Sieg im Halbfinal-Rückspiel beim TV Busenbach ab.

Auch Wan Yuan, die im Hinspiel gegen den TV Busenbach noch Federn gelassen hatte, hielt sich im zweiten Halbfinale schadlos und trug somit ihren Teil zum deutlichen 6:0-Erfolg der Bingerinnen bei. Foto: Petra Steyer
Auch Wan Yuan, die im Hinspiel gegen den TV Busenbach noch Federn gelassen hatte, hielt sich im zweiten Halbfinale schadlos und trug somit ihren Teil zum deutlichen 6:0-Erfolg der Bingerinnen bei.
Foto: Petra Steyer

Nachdem die Binger Frauen bereits die erste Begegnung vor heimischem Publikum 6:2 gewonnen hatten, stehen sie in den Endspielen um die deutsche Meisterschaft. Dort treffen sie auf die DJK Kolbermoor, die den amtierenden Titelträger TTC Berlin aus dem Wettbewerb geworfen hat. Die TTG genießt am Freitag, den 25. Mai, um 18.30 Uhr erneut zunächst Heimrecht und tritt am folgenden Sonntag in Kolbermoor an.

„Wir haben in beiden Begegnungen überragend gespielt“, lobte der Binger Vorsitzende Joachim Lautebach sein Team. „Das war eine überzeugende Leistung.“ Besonders stark präsentierten sich auf Binger Seite Ding Yaping und Hana Matelova im vorderen Paarkreuz. Da hatte die TTG gegen Tanja Krämer und Jessica Göbel, die Busenbacher Spitzenspielerinnen, durchaus Niederlagen einkalkuliert. In der normalen Bundesliga-Runde hatte Ding Yaping zweimal gegen Krämer verloren, Matelova hatte eines der beiden Einzel gegen die Nummer eins des TV abgegeben. „Wenn man im vorderen Paarkreuz in zwei Begegnungen alle Einzel gewinnt, ist das schon eine Hausnummer“, sagte Lautebach. „Vorne haben unsere Frauen am gesamten Wochenende bärenstark gespielt.“ Als die TTG-Topspielerinnen in Busenbach die Partie auf 4:0 stellten, war sich der Binger Vorsitzende des Sieges bereits sicher, galten Wan Yuan und Marie Migot auf Position drei und vier auch als Punktegarantinnen.

In Bingen hatte Wan Yuan noch gegen Anastasia Bondareva verloren. „Wan hatte sich vorher verrückt gemacht und zu viel Druck aufgebaut“, erläuterte Lautebach. „Es sah so aus, als ob Bondareva langsam zu ihrer Angstgegnerin wird.“ Doch die Nummer drei der TTG gab im Rückspiel die passende Antwort und setzte sich ohne Satzverlust durch. „Das war eine relativ klare Sache“, sagte der Vereinsvorsitzende. „Wan hat die Scharte ausgewetzt.“ Die 20-Jährige, die zwei Tage vor dem ersten Endspiel ihren 21. Geburtstag feiert, ging die Partie hoch konzentriert an und ließ sich auch nicht aus dem Konzept bringen, wenn ihr ein Fehler unterlief.

Auch die zweite Niederlage, die das Binger Team in der ersten Partie kassiert hatte, bügelte es in Busenbach aus. Matelova/Migot hatten gegen Krämer/Göbel ihr Doppel verloren. Im Rückspiel kam es zur gleichen Paarung, doch diesmal setzte sich das TTG-Duo in vier Sätzen durch. Ungeschlagen blieben in beiden Halbfinals das Doppel Ding Yaping/Wan Yuan und Marie Migot in den Einzeln. Die Ergebnisse machen den Binger Frauen auch Mut für die Spiele gegen Kolbermoor, in die sie als Außenseiter gehen. „Das Team ist voll motiviert und gut drauf“, stellte Lautebach fest.

Ein Titelgewinn wäre für Ding Yaping und Hana Matelova ein würdiger Abschluss ihrer Zeit in Bingen. Beide wurden bereits beim Halbfinal-Hinspiel verabschiedet. „Mir tut das auch sehr weh“, stellte Lautebach klar, dass die Trennung nicht vom Verein ausging. Ding Yaping trat neun Spielzeiten für die TTG an. „Ich hatte gehofft, dass sie noch eine Saison dranhängt, um die zehn Jahre voll zu machen“, sagte der Vereinsvorsitzende. „Wir müssen ihre Entscheidung aber akzeptieren.“ Ob die 51-Jährige ihre Karriere beendet oder an anderer Stelle mit etwas geringerem Aufwand fortsetzt, ist noch offen. Matelova, die sechs Jahre in Bingen war, möchte noch bis zu den Olympischen Spielen 2020 weiter machen, sucht aber nach einer neuen Herausforderung. „Sie hat sich bedankt für die gute Entwicklung, die sie bei uns machen konnte“, sagte Lautebach.

In Chantal Manz und Giorgia Piccolin stehen die Zugänge bereits fest. Die TTG präsentierte Manz schon beim Halbfinal-Hinspiel ihren Fans. Die 21-jährige deutsche Nationalspielerin stammt aus Dieburg bei Darmstadt und spielte zuletzt im französischen Les Chesnay. In der Bundesliga trat sie für DJK Kolbermoor, den TSV Schwabhausen und den TTC Berlin an. Auf nationaler, internationaler und künftig auch auf Vereinsebene ist sie die Doppelpartnerin von Wan Yuan. Gemeinsam gewannen sie 2014 den Titel bei der Mädchen-DM. Im Vorjahr wurde Mantz U21-Europameisterin – durch einen Finalsieg über Wan Yuan. Piccolin ist amtierende Italienische Meisterin. Die 22-Jährige, die in Bozen geboren wurde, belegt in der aktuellen Weltrangliste Platz 74.

„Wir mussten einen Umbruch machen und treten mit einer ganz jungen Formation an“, sagte Lautebach. „Wir haben ein ganz junges Team. Die kommende Runde ist eine Übergangssaison. Das passt ganz gut, da es keine Absteiger geben wird.“ Gert Adolphi

Tischtennis (EL)
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