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Koblenz

Koblenzerin beeindruckt im Endspiel auch die Siegerin

„Er hat verdient gewonnen“, lobte Benjamin Hassan seinen Nachfolger Raphael Weiler vom TC Mülheim-Kärlich, der bei der 69. Freiplatz-Meisterschaft des Tennisverbandes Rheinland (TVR) seinen ersten Titel gewann. Bei den Frauen setzte sich Fabienne Schmidt (HTC Bad Neuenahr) in einem spannenden Finale gegen die Neu-Triererin Stephanie Schmitt aus Koblenz durch.

Die Koblenzerin Stephanie Schmitt, die für den TC Trier spielt, verlor das Endspiel bei der Rheinlandmeisterschaft in Koblenz gegen Fabienne Schmidt (HTC Bad Neuenahr) mit 7:6, 2:6, 7:10.  Fotos: Wolfgang Heil
Die Koblenzerin Stephanie Schmitt, die für den TC Trier spielt, verlor das Endspiel bei der Rheinlandmeisterschaft in Koblenz gegen Fabienne Schmidt (HTC Bad Neuenahr) mit 7:6, 2:6, 7:10. Fotos: Wolfgang Heil
Foto: Wolfgang Heil

Bei allerbestem Tenniswetter, nur einmal von einem kurzen Gewitterguss unterbrochen, feierte der TVR seinen traditionellen Saisonhöhepunkt auf der Koblenzer Karthause „in einem vom Teilnehmerfeld her etwas kleineren Rahmen“, wie Verbands- und DTB-Präsident Ulrich Klaus feststellte, der gleichwohl betonte: „Auf der Anlage herrscht ein Betrieb wie in all den Jahren zuvor.“ Allerdings fehlte mit Seriensieger Hassan das Aushängeschild. Der Neuwieder, seit einem Jahr als Profi unterwegs („Ich bin zufrieden mit der Entwicklung“), war zwar da, aber nicht auf dem Platz. „Für einen Schaukampf fehlte der Gegner“, erklärte Hassan, der seine Turnierteilnahme im britischen Ort Loughborough kurzfristig abgesagt hatte.

Magenprobleme stoppen Iwere

Beim Endspiel der Sonderklasse drückte er seinem Neuwieder Vereinskameraden Christian Djonov die Daumen. Im Halbfinale hatte das geholfen, Djonov gewann den Matchtiebreak gegen den Bad Emser Christof Brenner mit 10:6. „Meine Leistung war ausbaufähig, aber ich habe Matchpraxis gesammelt“, meinte Brenner und fügte hinzu: „Wenn man als Ungesetzter unter die letzten vier kommt, kann man nur zufrieden sein.“

Im zweiten Halbfinale drehte Raphael Weiler den Matchtiebreak gegen seinen von Magenproblemen geplagten Neuwieder Gegner Promise Iwere nach 3:7-Rückstand zum 10:8-Erfolg. Das Endspiel schien dann ganz nach Weilers Vorstellungen zu laufen, als Djonov drei Spiele in Serie abgab. „Aber dann kam mein Aufschlag nicht wie geplant“, kommentierte Weiler seine drei Doppelfehler bei 5:3-Führung. Das prompte Rebreak brachte ihm den 6:4-Satzgewinn, im zweiten Durchgang (6:3) verwandelte Weiler nach dem Break zum 5:3 seinen zweiten Matchball. „Das Turnier lief für mich von Spiel zu Spiel besser“, so der Sieger, „aber das Finale war ein enges Match.“ Dem stimmte der Vorjahresgewinner Benjamin Hassan zu: „Es war knapper, als das Ergebnis vermuten lässt.“ Christian Djonovs Erklärung für sein Nachlassen nach ausgeglichenem Beginn: „Beim Stand von 2:2 bekam ich Krämpfe und konnte nicht mehr mit der gewohnten Härte aufschlagen.“

Knapper ging es im Frauen-Finale zu. Fabienne Schmidt, favorisiert als Meisterin 2015 und 2016 und im Vorjahr im Halbfinale an der Oberwertherin Villa Daniella Wagenknecht gescheitert, die diesmal bei den Damen 30 souverän gewann, lag nach Fehlstart mit 2:5 zurück. Ihre fast namensgleiche Gegnerin, zu diesem Zeitpunkt noch ausgesprochen laufstark, kassierte zwar durch einen Doppelfehler den 6:6-Ausgleich, holte sich aber den Tiebreak.

Mädchen von der Karthause

Im zweiten Durchgang machte Schmidt aus der 3:2-Führung ein 6:2, „und im Matchtiebreak taten mir die Beine weh“, erklärte Stephanie Schmitt nach dem 7:10. „Mein Gegnerin hat richtig, richtig stark gespielt“, lobte die Rheinlandmeisterin, „das Spiel hätte auch umgekehrt ausgehen können.“ Die so Gelobte, ein Mädchen von der Karthause („Ich bin beim VfR Eintracht groß geworden“) und mit einigen Spielerinnen aus dem Sonderklassenfeld gut bekannt bis befreundet, freute sich trotz der Niederlage, „denn ich habe berufsbedingt kaum trainieren können.“

Das Endspiel der A-Klasse gewann Meike Kohler (TC Mülheim-Kärlich) mit 6:2, 6:1 gegen Lilly Ann Schmidt vom TC Höhr-Grenzhausen, ähnlich deutlich das Final-Resultat der Männer-A-Klasse: Der Mülheim-Kärlicher Dennis Krisch schlug David Ruthardt (ASG Altenkirchen) mit 6:2, 6:0. Im zweiten AK-Endspiel der Frauen (neben dem 6:0, 6:2 von Wagenknecht gegen Anna-Sophie Fiederlein, ebenfalls TC Oberwerth) lieferten sich Ute Gilberg (TC RL Lahnstein) und die sieben Jahre jüngere Neuwiederin Christine Hölzke ein aufregendes W 50-Drama mit dem besseren Ausgang für Gilberg: 10:4 im Matchtiebreak. „Ich bin eine Kämpferin und habe alles gegeben“, freute sich Ute Gilberg und versprach: „Jetzt greife ich wieder an.“ Im letzten Spiel des Tages nutzte Timo Kathke (TC BW Bad Ems) den Aufwind des Tiebreak-Gewinns zum 7:6, 6:1-Sieg gegen M 40-Titelverteidiger Matthew Feeney (TC Oberwerth). Zuvor hatte M 30-Favorit Philipp Gödtel (HTC Bad Neuenahr) beim 6:1, 6:1 gegen Christian Klapthor (Höhr-Grenzhausen) bewiesen, dass er ebenso gut in der Sonderklasse hätte antreten können: „Aber ich wollte mich nicht mit den Jüngeren messen.“

M 55-Sieger Stefan Otten aus Trier stellte nach dem 6:2, 6:4 gegen Christof Einig (TV Kleeblatt im TuS Mayen) fest: „Am Ende wurde es eng, mein Gegner hatte Spielball zum 5:5.“ Der Koblenzer Postler Lutz Krauthakel gewann das M 70-Endspiel gegen Peter Buhr vom TC BW Herschbach, den eine Wadenverletzung behinderte, mit 4:6, 6:3 und 10:4.

Lob für tolle Atmosphäre

Im engsten Match des Tages setzte sich Christoph Hilpisch vom TC Rhein-Wied Neuwied nach großem Kampf mit 6:7, 7:6, 11:9 gegen seinen Diezer Dauerkonkurrenten Thomas Kießlich durch und nahm damit Revanche für das verlorene Rheinland-Pfalz-Hallenfinale. Kieß-lich hatte im Halbfinale den Seriensieger Horst Kelling ausgeschaltet, der mangels M 65-Teilnehmern im Wettbewerb der 60-Jährigen antreten musste.

Der eine oder andere Oberliga- oder Verbandsligaspieler fehlte auf der Karthause, weil Nachholspiele angesetzt waren. „Das muss anders werden“, so TVR-Präsident Ulrich Klaus. Landesverbands-Präsident Dieter Kirschenmann, gern gesehener Gast in Koblenz, lobte indes die schöne Atmosphäre: „Ich bin jedes Jahr hier bei diesem tollen Turnier.“ Thomas Wächtler

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