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    Ratingen/Koblenz

    Kazmireks Motto: Beine hochlegen und schnell werden fürs Olympia-Ticket

    Drei Tage Ruhe gönnte sich Kai Kazmirek vor dem entscheidenden Wettkampf. "Das mache ich immer so. Beine hochlegen und schnell werden." Am Wochenende treffen sich rund zwei Dutzend hochkarätige Zehnkämpfer und etwa ebenso viele Siebenkämpferinnen zum traditionellen Mehrkampf-Meeting in Ratingen.

    Der skeptische Blick täuscht ein wenig: Selbstbewusst und optimistisch geht Zehnkämpfer Kai Kazmirek am Wochenende in den entscheidenden Qualifikationswettkampf für Olympia in Ratingen. Foto: Wolfgang Birkenstock
    Der skeptische Blick täuscht ein wenig: Selbstbewusst und optimistisch geht Zehnkämpfer Kai Kazmirek am Wochenende in den entscheidenden Qualifikationswettkampf für Olympia in Ratingen.
    Foto: Wolfgang Birkenstock

    Elf 8000-Punkte-Athleten dabei

    Nach dem zweiten und letzten Qualifikationswettkampf wird feststehen, welxhe drei Dekathletene Deutschland bei den Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vertreten dürfen. In dem internationalen Teilnehmerfeld sind elf Zehnkämpfer mit einer Bestleistung jenseits der 8000 Punkte am Start.

    Natürlich hat Kai Kazmirek von der LG Rhein-Wied die beste Ausgangsposition. Er ist der einzige deutsche Zehnkämpfer, der bislang die Olympia-Norm von 8150 Zählern übertroffen hat. 8318 Punkte sammelte der Athlet der LG Rhein-Wied Ende Mai beim Meeting im österreichischen Götzis und rangiert mit der Leistung momentan auf Platz fünf der Weltrangliste. "Man hat in Götzis schon gesehen, dass er von seinem Leistungspotenzial einen Sprung gemacht hat", sagt Kazmireks Trainer Jörg Roos. Nur die Technik sei nicht optimal gewesen.

    Die 8318 Punkte, die der Polizeikommissar aus Sankt Sebastian bei durchwachsenen Bedingungen und leicht geschwächt durch einen Infekt in Österreich erreicht hat, sind allerdings noch kein Freibrief fürs Olympiaticket. Bei guten Bedingungen kann der eine oder andere Konkurrent diesen Wert in Ratingen durchaus übertreffen.

    Drei Kollegen, die in diesem Fall auch und vor allem Konkurrenten sind, hat Kazmirek im Blick: Rico Freimuth vom SV Halle, Arthur Abele vom SSV Ulm 1946 und Jan Felix Knobel vom Königsteiner LV, die in Götzis allesamt frühzeitig ausgeschieden waren. "Wenn die drei diesmal besser sind, habe ich Pech gehabt", sagt der Rhein-Wied-Zehnkämpfer. Sein Trainer hält dieses Szenario für unwahrscheinlich und schätzt Abele "leistungsmäßig am stärksten ein". Roos freut sich über das hohe Niveau der Dekathleten in Deutschland: "Konkurrenz belebt das Geschäft."

    Und dann ist da noch Pascal Behrenbruch von der LG Eintracht Frankfurt. Der Europameister von 2012 hat lange kein nennenswertes Ergebnis mehr abgeliefert; sein Leistungsstand ist schwer einzuschätzen, weiß Kazmirek: "Pascal ist eine Wundertüte."

    Rico Freimuth hat beim Kampf um die drei deutschen Olympia-Tickets einen kleinen Vorteil. Als WM-Dritter von 2015 muss er nur einmal die 8200 Punkte übertreffen, um sicher in Rio dabei zu sein, egal, was die anderen an Punkten zusammentragen.

    Kai Kazmirek nutzte die Deutsche Meisterschaft am vergangenen Wochenende für einen letzten Test. Zwei Saisonbestleistungen sprechen dafür, dass die Form passt. Im Hochsprung überquerte er 2,10 Meter, über 110 Meter Hürden war er nach 14,08 Sekunden im Ziel. Hinzu kam der Rheinland-Rekord über 4 x 100 Meter mit der Staffel der LG Rhein-Wied. "Hürden und Staffel waren für die Schnelligkeit", sagt Kazmirek, der in Kassel nur samstags startete, um eine längere Erholungsphase zu haben.

    Mit Stab und Speer geübt

    Unter diesem Gesichtspunkt stand in dieser Woche auch nur noch wenig Training auf dem Plan. Am Montag war der 25-Jährige mit Jörg Roos in Leverkusen, um bei Bundestrainer Jörn Elberding noch ein wenig Stabhochsprung zu üben. Ralf Wollbrück, Nachwuchs-Bundestrainer im Speerwurf aus Magdeburg, kam hinzu. "Bei ihm habe ich Speerwurf neu gelernt", betont Kazmirek. Da diese Disziplin in Götzis nicht so gut lief, sollte ihr noch eine Trainingseinheit gewidmet werden. Am Dienstag standen die Hürden auf dem Programm. Bis zum Wochenende ging es noch zweimal zur Physiotherapie - ansonsten war Ausruhen angesagt. "Ich bin da relativ entspannt, ich weiß, was ich kann", zeigt sich Kazmirek selbstbewusst.

    Im vergangenen Jahr ist Kai Kazmirek beim Zehnkampf in Ratingen vorzeitig ausgestiegen, als klar war, dass ihm kein anderer mehr seinen WM-Startplatz wegschnappen konnte. In diesem Jahr will er den Wettkampf bis zum Emde durchziehen. "Aber wenn es nicht nötig ist, gehe ich nicht volles Risiko", behält er sich vor.

    Von unserem Mitarbeiter Wolfgang Birkenstock

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