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    Wiesbaden

    TuS Holzheim stemmt sich gegen Debakel

    Der TuS Dotzheim eilt weiter mit Siebenmeilenstiefeln der Rückkehr in die hessische Oberliga entgegen. Beim letztlich ungefährdeten 35:29 (20:14)-Erfolg gegen den TuS Holzheim fuhr die Sieben von Ex-Zweitliga-Trainer Hans-Josef Embs im "Ausweichquartier" in der Breckenheimer Sport- und Kulturhalle im 17. Saisonspiel den 17. Sieg ein und demonstrierte mit temporeichem und abgeklärtem Handball auch gegen die hochmotivierten Ardecker, dass sie schlicht und ergreifend für diese Landesliga mindestens eine Nummer zu groß sind.

    Marcel Schyga erwies sich beim Holzheimer Gastspiel beim TuS Dotzheim als besonders treffsicher und lochte zehnmal ein.  Foto: Andreas Hergenhahn
    Marcel Schyga erwies sich beim Holzheimer Gastspiel beim TuS Dotzheim als besonders treffsicher und lochte zehnmal ein.
    Foto: Andreas Hergenhahn

    Nachdem sich die Holzheimer bereits im Hinspiel beim 29:32 als harter Knochen für die erfolgsverwöhnten Wiesbadener erwiesen hatten, waren sie auch beim zweiten Vergleich in der Peripherie der hessischen Landeshauptstadt nicht gewillt, den Dotzheimern die Tore auf dem silbernen Tablett zu präsentieren und ihnen bereits vorzeitig zur Meisterschaft zu gratulieren. Mit einer unkonventionellen 4:2-Abwehr, bei der Dominik Lazzaro und Jan-Erik Wolfgram die Kreise von Ex-Profi Stefan Bonnkirch und Spielmacher Marc Teuner zunächst ungemein wirkungsvoll störten, streuten die Ardecker das eine oder andere Körnchen Sand ins Dotzheimern Getriebe. So blieb der Gast von der Landesgrenze rund 20 Minuten lang in Schlagdistanz.

    In der Folge aber fanden die ein enorm hohes Tempo anschlagenden Dotzheimer immer bessere Lösungen gegen die Holzheimer Deckung, in der sich nicht zuletzt durch mehrere kleinlich verhängte Zeitstrafen immer größere Lücken auftaten. Alleine der Hüne Moritz Schneider musste zweimal wegen Kleinigkeiten auf die Strafbank und kam fortan nur noch sporadisch zum Einsatz. Zudem leisteten sich die Gäste just in dieser Phase auch zu viele technische Fehler im Angriff. Dias alles nutzte der Primus, um sich bis zum 16:9 abzusetzen. Dass die beiden nicht überzeugenden mittelhessischen Unparteiischen während dessen bei gleich drei Holzheimer Angriffen nach bereits gefühlt fünf Sekunden die Werfer der Rot-Weißen mit angezeigtem Zeitspiel unter Druck setzten, tat sein Übriges und sorgte beim Gästeanhang für ungläubiges Kopfschütteln.

    Spielentscheidend war dies freilich nicht. Vielmehr wurde offensichtlich, dass der Außenseiter für jedes seiner Tore unheimlich rackern musste, während die Dotzheimer überwiegend mit Überlaufangriffen vor dem bedauernswerten Alexander Linke aufkreuzten und zu vielen vermeintlich leichten Toren kamen.

    Nach rund 45 gespielten Minuten schien es trotz allem Engagements der Holzheimer beim Stand von 30:20 dennoch auf ein Debakel für den Oberliga-Absteiger hinauszulaufen. Doch Schyga und Co. ließen sich nicht hängen und boten dem Topfavoriten mit toller Moral Paroli. Dass die Tordifferenz bei der Schlusssirene letztlich "nur" sechs Tore betrug, lag nicht zuletzt am für den glücklosen Linke in den Holzheimer Kasten gekommenen Philipp Fomino. Der junge Mann mit der Rückennummer 1 auf seinem Trikot glänzte bei seinem knapp zehnminütigen Einsatz mit mehreren Paraden und half maßgeblich mit, dass am Ende für Dotzheim lediglich der zweitknappste (!) Saisonsieg vor heimischen Publikum zu Buche stand.

    Holzheims Trainer Matthias Hieronimus, der sich in Durchgang eins ein heftiges Wortgefecht mit seinem Kollegen Embs geliefert hatte, konnte so ein positives Fazit des Auftritts seiner jungen Mannschaft beim souveränen Spitzenreiter ziehen: "Meine Jungs haben eine geile Leistung gezeigt und sich gegen eine mit Klasse-Leuten gespickten Dotzheimer Mannschaft hervorragend aus der Affäre gezogen. Das hat Spaß gemacht, wie sie gefightet haben. Wenn wir so in die restlichen Spiele gehen, werden wir ganz bestimmt noch viele Punkte holen."

    Von unserem Redakteur Stefan Nink

    Dotzheim: Jost, Windheim - Müller (2), Teuner (6/5), Bonnkirch (6), Jamin (4), Assmann (8), Denard, Schreiber (2), Wenzel, During (4), Otto (2), Dembach, Battermann (1).

    Holzheim: Linke, Fomino - Becker (1), Domjanic (4), Heidig, Baum (2), Giebenhain (2), Schenk, Lazzaro (4), Schneider (2), Schyga (10/4), J.-E. Wolfgram (4).

    Schiedsrichter: Jörg Steiß / Sascha Frank (HSG Großen-Buseck).

    Zuschauer: 250 - Zeitstrafen: 2:6 - Siebenmeter: 6/5:5/4.

    Spielfilm: 4:2, 7:5, 9:5, 12:7, 16:9, 20:13, 20:14 - 23:18, 30:20, 32:25, 33:28, 35:29. Nächste Aufgabe für die Holzheimer: am Samstag, 20 Uhr, in Diez gegen TSG Eppstein.

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