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HSG Bad Ems/Bannberscheid: Ein 6:0-Lauf bringt die Entscheidung gegen Moselweiß

Vor der Partie der Handball-Rheinlandliga hatte Trainer Veit Waldgenbach von der HSG Bad Ems/Bannberscheid seine Mannschaft davor gewarnt, den TV Moselweiß aufgrund der eindeutigen Tabellensituation zu unterschätzen. „In der Vergangenheit waren diese Partien immer sehr eng und emotionsgeladen. Moselweiß ist erfahrungsgemäß eine kampfstarke Mannschaft“, hatte er gesagt und sein Team entsprechend eingestellt. Die Botschaft kam an, die HSG setzte sich letztlich klar mit 27:18 (15:12) durch.

Foto: Andreas Hergenha

Im personellen Bereich muss die HSG Bad Ems/ Bannberscheid weiterhin auf Ivan Trebotic verzichten. Da auch Maximilian Baldus noch angeschlagen ist, fehlen weiterhin die Alternativen im Rückraum. Dennoch begannen die Kombinierten die Partie mit gewohnt hohem Tempo und kamen in den Anfangsminuten über die verbliebenen Rückraumspieler Florian Heß und Felix Manns zu einfachen Toren. In der Abwehr gingen die Gastgeber zu Beginn der Partie aber nicht konsequent zu Werke und luden den TV Moselweiß immer wieder zum Torewerfen ein.

Nach etwa zwölf Minuten gelang es der HSG, sich erstmals abzusetzen. Florian Heß stellte beim 9:5 den Vorsprung auf vier Tore. Trotz dieser beruhigenden Führung kam zu diesem Zeitpunkt keine Souveränität in das Spiel des Tabellenzweiten. Immer wieder wurden technische Fehler eingestreut oder klare Chancen vor dem Tor vergeben. Trainer Waldgenbach versuchte, über eine offensivere 5:1-Abwehrformation mit Fabian Hering auf der Spitze mehr Zugriff auf die Gegenspieler zu bekommen und gerade die Anspiele auf den starken Ben Stemann, der die Hälfte aller Moselweißer Tore erzielte, zu verhindern. Dies sollte jedoch vor dem Halbzeitpfiff nicht mehr gelingen. So blieb der Vorsprung immer zwischen drei und vier Toren, und Moselweiß konnte in der letzten Sekunden auf 15:12 verkürzen.

„Insbesondere in der Abwehr wollten wir das in der zweiten Halbzeit dann besser machen“, sagte Veit Waldgenbach nach dem Spiel. Die erstem Minuten nach der Pause waren noch gezeichnet von einfachen Fehlern und verworfenen Chancen auf beiden Seiten. Mathias Baldus eröffnete mit dem 16:14 die stärkste Phase der HSG, nachdem Moselweiß vorher bis auf ein Tor verkürzt hatte. Thorsten Schaust parierte jetzt zwei Würfe des vorher fehlerlosen Stemann, Walgenbachs Halbzeitansprache war in den Köpfen der Spieler angekommen. Beim Stand von 19:16 in der 39. Minute musste Schaust noch einmal hinter sich greifen. Danach ließ die Abwehr der HSG kaum noch Abschlüsse der Moselweißer zu. Alles, was noch aufs Tor kam, parierte der Torhüter, die Feldspieler hielten gleichzeitig das Tempo hoch und setzten die Moselweißer, die fast alle durchspielen mussten, gehörig unter Druck. Daraus resultierten ein 6:0-Lauf und eine beruhigende 25:16-Führung (55.). Wäre man vor dem Tor noch konsequenter gewesen, hätte diese Führung auch durchaus noch deutlicher ausfallen können. In der Schlussphase setzte sich vor allem Neuzugang Benjamin Oster am Kreis durch und erzielte drei Tore in der Schlussviertelstunde. Nachdem Ben Stemann seine Ausbeute über Tempogegenstöße nochmals erhöht hatte, erzielte Fabian Hering den Treffer zum 27:18-Endstand.

Für den Moselweißer Trainer Andreas Tholl war es wichtig, dass „wir nach den vergangenen Spielen unsere Abwehr stabilisiert bekommen“. Da erkannte er einen deutlichen Schritt nach vorne. „Die erste Halbzeit hat mir bis auf einige zu einfache Gegentore sehr gut gefallen. Entscheidend war jedoch, dass wir in der zweiten Halbzeit einfach keine Tore geworfen haben. Das war der Knackpunkt.“

Die HSG blickt auf interessante Wochen voraus, wobei Waldgenbach auf die Rückkehr der Verletzten zum nächsten Spiel hofft. „Die nächsten vier Gegner sehe ich alle im oberen Mittelfeld. Wir haben höchsten Respekt vor denen, wollen aber möglichst acht Punkte holen.“ Christian Klapthor

Bad Ems/Bannberscheid: T. Schaust, Schenk – Maximilian Baldus, Martin Baldus (4), F. Schaust (1), J. Berges (1), Junker, Hering (2), Oster (3), Manns (7), Mathias Baldus (5/2), Boinski (1), Heß (3).

Moselweiß: Adams, Pick – Schröder, Goos, Meurisch, Hoffmann, Tykfer (3), Kölsch (3), Stemann (9/3), Zeitz, Wahlen (3), Kaiser.

Schiedsrichter: Jones, Lang

Siebenmeter: 2/2 : 3/3.

Zuschauer: 100.

Spielfilm: 2:2, 5:3, 9:5, 10:8, 12:10, 14:10, 15:12, 15:14, 19:15, 19:16, 25:16, 25:18, 27:18.

Nächste Aufgabe für die HSG Bad Ems/Bannberscheid: am Samstag, 18 Uhr, bei der HSG Irmenach/ Kleinich/Horbruch.

HSG Bad Ems/Bannberscheid
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