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    Bitterer Abend: Holzheim verliert Spiel und Marcel Schyga

    Am 3. Spieltag der Landesliga Mitte mussten die Handballer des TuS Holzheim gegen den Titelkandidaten MSG Linden eine unnötige 19:20 (7:10)-Niederlage einstecken. Mehr als der Verlust der beiden Punkte schmerzte die Rot-Schwarzen die mutmaßlich ernstere Verletzung ihres Spielgestalters Marcel Schyga, der nach nicht einmal einer Viertelstunde nach einem Zusammenprall mit Lindens lediglich dafür mit einer Zeitstrafe belegten Tobias Mühlhans mit dickem Knöchel vom Platz geführt werden musste.

    Auf den jungen Holzheimer Neuzugang Davin Nink (am Ball) wird nach der Verletzung Marcel Schygas in den kommenden Wochen mehr Arbeit und Verantwortung in der Schaltzentrale des TuS zukommen.  Foto: Andreas Hergenhahn
    Auf den jungen Holzheimer Neuzugang Davin Nink (am Ball) wird nach der Verletzung Marcel Schygas in den kommenden Wochen mehr Arbeit und Verantwortung in der Schaltzentrale des TuS zukommen.
    Foto: Andreas Hergenhahn

    „Das war Körperverletzung“, echauffierten sich Holzheims Urgestein Heiko Ohl und später auch TuS-Trainer Thomas Scherer über die Folgen des nicht enden wollenden Klammergriffs mit dem anschließenden unglücklichen Sturz auf Schygas Knöchel. Es ist zu befürchten, dass der Mann mit der Nummer sieben seinem Team wochenlang fehlen wird. Gleiches gilt für Moritz Schneider, der mit einer Handmanschette auf der Tribüne Platz nahm und neben Knochenödemen auch eine Knochenabsplitterung beklagte, die ihn vorerst außer Gefecht setzt. Dass mit Robert Dettling und Jan-Erik Wolfgram weitere Rückraum-Stützen seit Wochen passen müssen und wahrscheinlich erst im kommenden Jahr wieder zur Verfügung stehen dürften, sind angesichts der weiteren unschönen Nachrichten fast schon Randnotizen und lässt die Sorgenfalten von Trainer Thomas Scherer und seiner Entourage gewiss nicht kleiner werden.

    Dass die Ardecker gegen die Kombinierten aus Gießen am Ende leer ausgingen, hatten sie sich – ungeachtet des großen Verletzungspechs und vieler unglücklicher Entscheidungen der total überfordert wirkenden Referees – letztlich selbst zuzuschreiben. „Wir haben gerade in der ersten Halbzeit viel zu viele klare Chancen liegen gelassen“, analysierte TuS-Trainer Thomas Scherer wenige Augenblicke nach dem Schlusssignal. Reihenweise leisteten sich die Gastgeber unvorbereitete Würfe und unzählige technische Fehler.

    Der Schock des Ausfalls Schygas saß zunächst tief, die Deckung des TuS bekam zudem den oberligaerfahrenen Chris Grundmann und dessen Kollegen Sören Deimer nicht in den Griff. Beide trafen vorwiegend aus dem Rückraum wie sie wollten. Am Ende hatte dieses besagte Duo stattliche 16 der insgesamt 20 Lindener Tore auf seinem persönlichen Konto verbucht.

    Bei Holzheim trugen sich zwar wesentlich mehr Spieler in die recht karge Schützenliste ein, freilich musste der unverdrossen und phasenweise auch recht kopflos anrennende TuS ungleich mehr ackern. um MSG-Schlussmann Nils Kaiser das Nachsehen zu geben. Und 19 Tore sind nun einmal entschieden zu wenig, um ernsthaft Ansprüche auf die volle Punktausbeute erheben zu können.

    Was den treuen Anhang der Rheinland-Pfälzer aber zurecht begeisterte, war die trotz der personellen Nackenschläge ungebrochene Moral ihres Teams. Holzheim drehte unter anderem durch vier blitzsaubere Treffer des Rechtsaußens Bastian Grandpierre kurz nach Wiederbeginn den Spieß binnen weniger Minuten um, hatte beim 16:14 erstmals nach dem 4:2 in der Anfangsphase wieder zwei Treffer Vorsprung (48.) und schien allen Widrigkeiten zum Trotz dem dritten Saisonsieg entgegenzusteuern.

    Der allzu großzügige Umgang mit den hochkarätigsten ihrer zahlreichen Torgelegenheiten wurde dem Holzheimer Rumpfteam jedoch in der Endabrechnung zum Verhängnis. „Es hat sich bitter gerächt, dass unser Kader derzeit nicht gerade sonderlich breit besetzt ist“, musste Scherer bei einer ersten Analyse eingestehen. „Unter diesen Umständen ist ein derartiges Spiel gegen eine Spitzenmannschaft, wie es die Lindener sind, nicht durchzuziehen.“

    Holzheim: Wagener – Nink (1), Schyga (2/1), Becker (1), Giebenhain, Lazzaro (1), N. Wolfgram (1), Schenk (1), Grandpierre (4), Friedrich (4), Schwarz (4/1).

    Linden: Kaiser – Nober, Jung (1), Mühlhans, Walter (2), Deimer (6), Berger, Weber, Andermann, Höhn (1), Grundmann (10/2).

    Schiedsrichter: Alexander Ernst (TV Idstein) und Maximilian Henkel (TV Rüsselsheim).

    Siebenmeter: 2/2:2/2.

    Zeitstrafen: 1:7.

    Spielfilm: 1:0, 4:2, 4:4, 6:9, 7:10 – 7:11, 10:11, 12:12, 16:14, 18:19, 19:20.

    Zuschauer: 250.

    Nächste Aufgabe für die Holzheimer: am Sonntag, 17 Uhr, beim TSV Lang-Göns.

    Von unserem Redakteur Stefan Nink

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