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    Kastellaun/Gösenroth

    Kastellaun – Gösenroth: Hunsrück-Derby mit Comeback des Jahres

    Premiere in Kastellaun: Zum ersten Mal seit Einführung der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar im Jahr 2007 stehen sich zwei Hunsrücker Handballmannschaften im direkten Duell in der vierthöchsten deutschen Liga gegenüber. Der Tabellensechstletzte HSG Kastellaun/Simmern (11. Platz, 8:12 Punkte) empfängt am heutigen Samstag um 19.30 Uhr in der IGS-Sporthalle in Kastellaun den Vorletzten SG Gösenroth/Laufersweiler (15. Platz, 4:16 Zähler). „Ein Spiel für die Geschichte, ein Fest für den Handball im Hunsrück“, umschreibt Gösenroths Trainer Igor Domaschenko die Bedeutung der Begegnung am 11. November. Die närrischste Geschichte liefert dabei kein Geringerer als Georg Wetstein.

    Heute Abend wird Georg Wetstein seine braune und unverwüstliche Adidas-Sporttasche (die erste mit Schuhfach) aus dem Jahr 1986 packen und zum Spiel in die Kastellauner Halle gehen, wie er es seitdem hunderte Male gemacht hat. Doch heute wird sein Gang ein besonderer sein, denn es ist Wetsteins Comeback in der ersten Mannschaft der Kastellaun/Simmerner. 2008 hatte die HSG-Legende seine Karriere bei den „1. Herren“ beendet. 2010 und 2011 musste er kurzeitig aushelfen wegen Personalnot, damals in der Rheinlandliga.

    Sechs Jahre später muss Wetstein wieder ran, diesmal allerdings eine Etage höher in der Oberliga. „Wenn es in Kastellaun Probleme gibt, lautet die Antwort: Familie Wetstein“, sagt Coach Axel Schneider und greift auf die Dienste des im Januar 49 Jahre alt werdenden Wetstein zurück. Wetstein spielt immer noch in der Verbandsliga, ist nach seinem vor zwei Jahren erlittenen Kreuzbandriss wieder fit – und für Schneider die erste Option aus der Reserve, weil „Schorsch die Erfahrung hat, überall spielen kann und keine Fehler macht“.

    Wetstein muss aushelfen, weil Kastellaun nach dem 29:16-Kantersieg gegen Völklingen Personalnot hat: Jan Röckendorf (Sprunggelenk) und Jannik Dämgen (Muskelfaserriss) fallen aus. Große Sorgen bereiten Schneider seine Rückraum-Asse Andi Zigelis (krank) und Aziz Helaoui (Sprunggelenk). Müssen beide passen, hat Schneider nur noch sieben Feldspieler. Nicht nur Georg Wetstein soll helfen, auch dessen Söhne Max und Ben, mit denen er (und dem anderen Sohn Niklas) als „Wetstein-Quartett“ (!) in der Zweiten spielt. Aber auch Max und Ben Wetstein haben Wehwehchen. „Ich will nicht jammern, aber unsere Voraussetzungen für dieses wichtige Derby könnten besser sein“, sagt Trainer Schneider: „Vor allem ein Einsatz von Aziz Helaoui wäre wichtig gegen die offensive 3-2-1-Deckung der Gösenrother. Die SG ist schwer zu bespielen. Seit Florin Nicolae dabei ist, haben sie meiner Meinung nach auch mehr Struktur im Spiel. Sie haben zweimal mit einem Tor verloren, Gösenroth könnte auch acht Punkte wie wir haben.“

    So kann Kastellaun den Lokalrivalen mit einem Heimsieg abschütteln. Gösenroths Perspektive: Mit Siegen in Kastellaun und nächste Woche gegen Völklingen hätte die SG den Anschluss vollkommen hergestellt. „Wir rechnen nicht im Voraus, die Spieler sollen nicht auf die Tabelle gucken, sondern Handball spielen“, will Trainer Domaschenko jeglichen Druck von seinem Team nehmen: „Die Saison ist noch lang.“ Domaschenko sieht bei Kastellaun eine gute Mischung aus „Jung und Alt“ und findet eine Prognose für das Derby schwierig: „Beide spielen mal top wie letzte Woche, aber davor waren wir und Kastellaun nicht gut. Beide sind nicht stabil. Wer mehr Glück hat und weniger Fehler macht, wird gewinnen.“ Domaschenko hat bis auf Eric Hermann und Torwart Martin Scherschlicht alle Mann an Bord.

    „Wir freuen uns alle auf eine richtig volle Halle“, sagt Schneider. Auch Domaschenko frohlockt: „In Kastellaun gibt es auch drumherum immer eine ordentliche Show.“ Das erste Hunsrück-Derby in der RPS-Oberliga dürfte ein Zuschauermagnet werden. Auch wegen Georg Wetstein werden sicherlich einige Fans den Weg in die IGS-Sporthalle finden.

    Von unserem Redakteur Michael Bongard

    Kastellaun gewann das letzte Lokalduell

    Am 23. Februar 2013 standen sich Gösenroth und Kastellaun das letzte Mal gegenüber, damals war es ein Abstiegsduell in der Rheinlandliga. Kastellaun gewann nach einem Stürmerfoul des damaligen A-Juniors Heinrich Löwen und dem daraus resultierenden Siegtor von Daniel Albrecht mit 25:24 in Rhaunen.

    Kastellaun stieg am Ende in die Verbandsliga ab, Gösenroth blieb drin, die SG erwischte es ein Jahr später. Nun stehen sich beide zwei Etagen höher in der Oberliga gegenüber.

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    Gut vorbereitet und fokussiert: Das gilt sowohl für Kastellauns Trainer Axel Schneider (links) und Gösenroths Coach Igor Domaschenko vor dem allerersten Hunsrück-Derby seit der Einführung der RPS-Oberliga im Jahr 2007.

    Fotos: B&P Schmitt

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    Handball

    Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar

     1. HF Illtal  11 320:255 20: 2  2. VTZ Saarpfalz  10 273:229 18: 2  3. SF Budenheim  10 284:229 18: 2  4. SV 64 Zweibrücken  10 289:255 13: 7  5. HSG Worms  10 300:262 12: 8  6. VTV Mundenheim  11 313:324 12:10  7. SG Saulheim  10 264:263 11: 9  8. TV 05 Mülheim  10 281:287 11: 9  9. Rhein-Nahe Bingen  10 249:245  9:11 10. HV Vallendar  10 273:264  8:12 11. HSG Kastellaun  10 249:267  8:12 12. HSG Völklingen  10 231:259  6:14 13. TV Offenbach  10 244:294  5:15 14. TV Bitburg  10 272:323  5:15 15. SG Gösenroth  10 256:296  4:16 16. TSG Friesenheim II  10 246:292  2:18

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