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    Kastellaun/Simmern demontiert Nieder-Olm

    Von wegen Abstiegskampf pur: Die HSG Kastellaun/Simmern hat gestern Abend im Kellerduell vor 225 Zuschauern in der Burgstadt den TV Nieder-Olm aus der Halle geschossen. Kastellaun setzte sich mit 28:16 (14:6) überaus deutlich durch und steht nach Monaten wieder auf dem viertletzten und auf alle Fälle rettenden Tabellenplatz 13 in der Handball-Oberliga.

    Während Kastellaun/Simmerns Spielertrainer Mirza Cehajic (am Ball, links) gestern Abend beim deutlichen 28:16-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten ohne Treffer blieb, schlugen Youngster Jan Röckendorf (Nummer 7) und der starke Moritz Meister (rechts) ordentlich zu. Meister erzielte hinter Petar Bubalo (neun Tore) mit vier die zweitmeisten Kastellauner Treffer, der 17-jährige Röckendorf mit drei die drittmeisten. Durch den wichtigen Sieg verbesserte sich Kastellaun auf den auf alle Fälle rettenden viertletzten Tabellenplatz.  Foto: B&P Schmitt
    Während Kastellaun/Simmerns Spielertrainer Mirza Cehajic (am Ball, links) gestern Abend beim deutlichen 28:16-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten ohne Treffer blieb, schlugen Youngster Jan Röckendorf (Nummer 7) und der starke Moritz Meister (rechts) ordentlich zu. Meister erzielte hinter Petar Bubalo (neun Tore) mit vier die zweitmeisten Kastellauner Treffer, der 17-jährige Röckendorf mit drei die drittmeisten. Durch den wichtigen Sieg verbesserte sich Kastellaun auf den auf alle Fälle rettenden viertletzten Tabellenplatz.
    Foto: B&P Schmitt

    Durch die Niederlage der TSG Friesenheim II am Samstag bei Rhein-Nahe Bingen hat sich Kastellaun vom drittletzten Tabellenplatz dank des besseren direkten Vergleichs gegenüber Friesenheim II (beide 11:25 Punkte) um einen Rang verbessert. Der Vorsprung auf den Vorletzten Nieder-Olm (8:28 Zähler) beträgt nun drei Punkte. Und: Am kommenden Samstag könnte Kastellaun mit dem dritten Sieg in Serie dem Tabellenzwölften HV Vallendar (14:22 Punkte) auf die Pelle rücken. Ruft die HSG die Leistung vom Nieder-Olm-Spiel ab, ist ein doppelter Punktgewinn im Rheinland-Duell in Vallendar sicherlich im Bereich des Möglichen.

    Nach zerfahrenem Beginn - nach acht Minuten waren gerade mal drei Treffer gefallen beim Stand von 2:1 für die Gastgeber - überrollte Kastellaun förmlich die heillos überforderten und kaum Gegenwehr zeigenden Rheinhessen. Zwischen der 16. und 25. Minute setzte sich Kastellaun mit einer 6:0-Torserie von 7:4 auf 13:4 ab. Der Drops war schon zur Pause gelutscht.

    Vor allem Keeper Mario Percin lief nach langer Zeit wieder zur Höchstform auf. Zahlreiche Paraden zeigte der ehemalige kroatische Nationaltorhüter und entnervte die Nieder-Olmer Angreifer. Bei seiner Auswechslung nach 48 Minuten hatte Percin eine tolle Quote vorzuweisen: 27 Würfe auf sein Tor, 14 Paraden und nur 13 Gegentreffer. Percin hielt mehr als 50 Prozent der Würfe auf seinen Kasten, für einen Torwart ein super Wert. Auch Ersatzmann Julian Kölsch fügte sich in seinen zwölf Minuten Einsatzzeit nahtlos mit einer klasse Leistung ein: Von sieben Würfen hielt er vier. "Beide Torhüter waren überragend", zollte auch Kastellauns Spielertrainer Mirza Cehajic Percin und Kölsch Applaus. Im Angriff ließ es vor allem Petar Bubalo mit neun Treffern krachen. Auch Bubalo war in den vergangenen Wochen nicht gerade in bestechender Form und auch gegen Nieder-Olm vergeigte er seine ersten beiden Versuche. Aber der Linkshänder steckte den Kopf nicht in den Sand und war spätestens mit seinem ersten Treffer zum 6:3 nach 14 Minuten nicht mehr zu halten.

    Auch sonst funktionierte fast alles bei der HSG: Auch die Joker stachen. Florian Hübner kam in der 23. Minute und schraubte mit zwei Treffern innerhalb einer Minute das Ergebnis von 11:4 auf 13:4. Und auch Youngster Jan Röckendorf durfte über seine ersten Oberliga-Tore vor heimischen Publikum jubeln: Der 17-Jährige hatte am Ende dreimal zugeschlagen.

    Von Coach Cehajic gab es Lob für alle seine Akteure, aber einen wollte er besonders hervorheben: Moritz Meister lieferte ein bärenstarkes Spiel ab. "Seit Wochen spielt Moritz überragend, er tut unserem Spiel richtig gut", freut sich Cehajic. Meister hatte die schwere Aufgabe, Nieder-Olms Torjäger Timo Stumps aus dem Spiel zu nehmen - und das gelang perfekt. "Moritz ist immer wieder auf Stumps drauf und hat ihn schön unter Druck gesetzt", lobte Cehajic. Dazu steuerte der Rückraummann Meister noch vier Treffer bei.

    Die Stimmung bei den Gästen war dementsprechend mies. Trainer Markus Herberg schnauzte Mitte der zweiten Halbzeit sogar seinen Spielmacher Stumps an: "Spiel' den Ball verdammt noch mal schneller ab!" Beim TV lief gar nichts zusammen, Herberg war ziemlich bedient nach der Schlusssirene: "Wir haben auch in der Höhe verdient verloren. Wir waren keine Mannschaft. Vorne hat sich nur der bewegt, der den Ball hatte. Man hat gesehen, warum wir den schlechtesten Angriff der Liga haben. Hinten lief auch nichts zusammen. Mit der Leistung haben wir in der Oberliga nichts zu suchen." Dass die Kastellaun/Simmerner noch keineswegs aus dem Schneider sind, verwundert Herberg: "Die gehören mit der Truppe sicherlich nicht in den Abstiegskampf. Kastellaun wird das schon schaffen." Cehajic ist allerdings weit davon entfernt, die Lage im Tabellenkeller als angenehm einzustufen: "Wir sind immer noch mittendrin und haben noch zwölf Endspiele vor unserer Brust."

    Von unserem Redakteur Michael Bongard

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