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    Bad Sobernheim

    Kein Gedanke an den Titel

    Wenn man die zurückliegende Spielzeit als Zweiter abgeschlossen hat, der Meister aufgestiegen ist und von oben keine Absteiger kamen, kann man sich eigentlich nicht wehren. Die Konkurrenz wird einem automatisch zum Favoriten stempeln. So ergeht es den Handballerinnen des HSV Sobernheim in der Rheinhessenliga. Jetzt, wo die SG Saulheim, der Dominator der abgeschlossenen Runde, in die Oberliga abgezogen ist, muss doch der Weg frei sein für den HSV. Solche Töne hört Jan-Philipp Lang nicht gerne. "Das ist eine völlig neue Saison", sagt der Bad Sobernheimer Trainer. "Um den Titel mache ich mir gar keine Gedanken. Wir müssen erst beweisen, dass wir das Zeug dazu haben, oben mitzuspielen."

    In der vergangenen Saison gab es nur zwei Rheinhessenliga-Derbys im Kreis Bad Kreuznach. Beide gewann der HSV Sobernheim (weiße Trikots). In Kirn legten die Bad Sobernheimer Frauen ein 28:15 vor und setzten im Heimspiel ein 33:15 drauf.  Foto: Klaus Castor
    In der vergangenen Saison gab es nur zwei Rheinhessenliga-Derbys im Kreis Bad Kreuznach. Beide gewann der HSV Sobernheim (weiße Trikots). In Kirn legten die Bad Sobernheimer Frauen ein 28:15 vor und setzten im Heimspiel ein 33:15 drauf.
    Foto: Klaus Castor

    Bad Sobernheim – Wenn man die zurückliegende Spielzeit als Zweiter abgeschlossen hat, der Meister aufgestiegen ist und von oben keine Absteiger kamen, kann man sich eigentlich nicht wehren. Die Konkurrenz wird einem automatisch zum Favoriten stempeln. So ergeht es den Handballerinnen des HSV Sobernheim in der Rheinhessenliga. Jetzt, wo die SG Saulheim, der Dominator der abgeschlossenen Runde, in die Oberliga abgezogen ist, muss doch der Weg frei sein für den HSV. Solche Töne hört Jan-Philipp Lang nicht gerne. "Das ist eine völlig neue Saison", sagt der Bad Sobernheimer Trainer. "Um den Titel mache ich mir gar keine Gedanken. Wir müssen erst beweisen, dass wir das Zeug dazu haben, oben mitzuspielen."

    Von unserem Mitarbeiter

    Gert Adolphi

    In pures Understatement verfällt Lang aber auch nicht. Das offizielle Ziel heiß guter Mittelfeldplatz. "Auch gerne im oberen Bereich", präzisiert der Coach. "Dann schauen wir, was nach oben geht." Auf seiner Liste der Titelaspiranten steht die TG Osthofen ganz oben. Von der hat er gehört, dass sie gerne aufsteigen wolle. "Das können die Osthofenerinnen gerne machen", sagt Lang. Zum Favoritenkreis zählt er zudem den TV Bodenheim und die SF Budenheim. Der HSV-Trainer hätte nichts dagegen, wenn sich auch sein Team in dieser Runde einfinden würde. "Es wäre schön, wenn wir am Ende der Saison zu den Top Vier gehören würden", sagt Lang. In einem Bereich ist für ihn allerdings Schluss mit der Bescheidenheit. "Den Anspruch, Nummer eins im Kreis Bad Kreuznach zu sein, haben wir", sagt der Coach.

    14 Spielerinnen umfasst das Aufgebot des HSV. Darunter sind zwei Torfrauen. Große Bewegung gab es nicht im Kader. Kim Heß hat es aus beruflichen Gründen nach Wörrstadt gezogen. Carolin Häßner wollte kürzer treten und ist in die zweite HSV-Vertretung gegangen. Dafür rückten Isabell Arnold, Melissa Euler und Anna Scheidtweiler aus der A-Jugend nach. Das an sich schon junge Bad Sobernheimer Team senkte so seinen Altersschnitt noch einmal ein wenig. Alexandra Jacob und Anika Müller sind mit 27 Jahren die Seniorinnen im Kader.

    "Die drei, die aus der A-Jugend kommen, haben schon in der vergangenen Saison ab und an ausgeholfen", erläutert Lang. "Jetzt sind sie ein fester Bestandteil des Teams. Sie trainieren zwar mit der zweien Mannschaft, aber zu den Spielen möchte ich sie alle mitnehmen." Der feste Stamm des HSV-Kaders umfasst somit eigentlich nur neun Feldspielerinnen. "Üppig ist das nicht", sagt Lang. "Das ist eine schmale Gratwanderung. Wenn sich ein, zwei verletzen, wird es schon schwierig, denn für die drei Neuen ist die Rheinhessenliga noch Neuland." Der Trainer verweist auf das Beispiel TuS Kirn. Der Lokalkonkurrent wurde in der vorletzten Saison auch Zweiter, rutschte in der folgenden Runde aber auf den drittletzten Rang ab. "So schnell kann es gehen", sagt Lang. "Da verletzen sich ein, zwei Leistungsträgerinnen und schon hat man nicht mehr die Qualität, um oben mitzuspielen."

    Der Trainer sieht einen entscheidenden Unterschied zur vergangenen Saison. "Da wurden wir von einigen Gegnern unterschätzt", sagt Lang. "Jetzt wird es schwerer, weil das nicht mehr passieren wird." Der Fluch der guten Tat. Schon im Pokalwettbewerb bekam der HSV Gegenwind. 21:23 verloren die Bad Sobernheimerinnen beim Ligakonkurrenten HSV Alzey, der nicht zum Favoritenkreis gehört. "Wir spielen gut zusammen, wir stehen gut in der Abwehr", sagt der Trainer. "Aber wenn wir nicht konstant im Abschluss sind, verlieren wir solche Spiele. In der vergangenen Saison war unser großes Plus, dass wir so konstant waren."

    Das Pokal-Aus hatte aber nicht nur schlechte Seiten. "Als Generalprobe war es gut, auch für die Mädels", sagt Lang. "Alle haben gesagt: ,Haben wir schlecht gespielt!’ Es ist gut, dass die Spielerinnen das selbst reflektieren und wissen, an was es gelegen hat." Auch dem Trainer lieferte das Spiel in Alzey Erkenntnisse. Ganz neu waren ihm die Defizite, die sich da zeigten, allerdings nicht. Er hatte Ähnliches schon in den Testspielen gesehen, hatte aber gehofft, dass sein Team im Ernstfall ein anderes Gesicht zeigen würde.

    Die taktische Ausrichtung des HSV bleibt im Wesentlichen gleich. "Wir wollen eine sichere, bewegliche Abwehr mit einer guten Torfrau dahinter stellen", sagt Lang. "Mit Ballgewinnen und dem schnellen Spiel nach vorne wollen wir unsere Tore machen. Das hat uns vergangene Saison stark gemacht, daran möchte ich nichts ändern." Am gebundenen Spiel, das immer dann zum Tragen kommt, wenn Gegenstöße nicht möglich sind, feilt der Trainer noch. "Wir haben viele unterschiedliche Spielertypen", erläutert Lang. "Das ist gut. Aber jeder Spielzug muss anders angesetzt werden, je nach dem, wer gerade auf den einzelnen Positionen steht. Da sind wir uns noch ein wenig am finden."

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