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TV Welling gewinnt Derby gegen HSV Rhein-Nette

Die HSV Rhein-Nette bleibt für den TV Welling ein gern gesehener Gast. Welling konnte mit dem 26:25 (14:16)-Erfolg zu Hause die HSV-Sieglosserie auf dem Maifeld nun auf sieben Partien verlängern.

Hier kann die HSV Rhein-Nette den TV Welling (am Ball mit Björn Oligschläger) aufhalten, am Ende setzten sich die Maifelder im Derby der Handball-Rheinlandliga aber etwas überraschend mit 26:25 gegen die favorisierten Gäste durch.  Foto: Andreas Walz
Hier kann die HSV Rhein-Nette den TV Welling (am Ball mit Björn Oligschläger) aufhalten, am Ende setzten sich die Maifelder im Derby der Handball-Rheinlandliga aber etwas überraschend mit 26:25 gegen die favorisierten Gäste durch.
Foto: Andreas Walz

Besonders bitter für die favorisierten Gäste war im Derby der Handball-Rheinlandliga, wie die Niederlage zustande kam. Wer nahezu über die gesamte Partie führt, sich aber in der Schlussphase noch überrumpeln lässt, muss sich vorkommen wie ein Langstreckenläufer, der zehn Runden lang das Rennen anführt, um auf den letzten Metern noch überspurtet zu werden.

Schließlich lief Welling – abgesehen von einem 14:14 kurz vor der Pause – bis weit in die zweite Hälfte (50.) permanent einen Rückstand hinterher. Anders als im Hinspiel, als die Maifelder einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten und 19:33 verloren, ließ sich das Team von Trainer Achim Adams nicht abschütteln. Ein schnelles 0:3 steckten die Einheimischen ebenso weg wie weitere Drei-Tore-Rückstände.

Allerdings war den Gästen schon früh ein Fehler unterlaufen, der sich aus Sicht von HSV-Trainer Jörn Kobusch später noch als fatal erweisen sollte. „Wir hatten vergessen, Dustin Keip auf den Spielbericht zu schreiben. Als ich Dustin nach vier Minuten dann brachte, hat er wegen meines Fehlers eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert, später dann noch eine, wo er ansonsten nur die Gelbe Karte bekommen hätte. Und dadurch fehlte er wegen der drohenden Disqualifikation später als Abwehrspieler im Innenblock. Das darf mir einfach nicht passieren“, so Kobuschs Selbstkritik. Dennoch steuerte Rhein-Nette lange auf Siegkurs. Doch der TVW schlug ausgerechnet dann zu, als sich Rhein-Nette am ehesten auf der Siegerstraße wähnen konnte. 23:19 führten die Gäste recht komfortabel.

Doch dann kam Welling spät, aber gewaltig. Sechs Minuten lang blieb die HSV ohne eigenen Treffer, während Welling gleich fünf Tore gelangen – es war die erste Führung überhaupt für die Hausherren.

Adams hatte den richtigen Joker gezogen, indem er Max Müller brachte. Der erzielte die Anschlusstore zum 20:23 und 21:23 und später auch noch den finalen Treffer. Mit Müllers ersten beiden Toren wurde eine spannende Schlussphase eingeleitet. Nun legte Welling jeweils vor, Rhein-Nette blieben lediglich die Ausgleichstreffer zum 24:24 und 25:25.

In den ausgesprochen hektischen Schlussminuten war noch genügend Zeit für den neuerlichen Ausgleich. „Da haben wir uns in der Abwehr endlich stabilisiert, aber im Angriff meistens die falschen Entscheidungen getroffen,“ so Kobusch zu den letzten zehn Minuten, in denen beide Teams nur noch je zwei Treffer erzielten und es der HSV auch nicht mehr gelang, in den zweieinhalb Minuten nach Müllers Treffer zum 26:25 noch einmal zu antworten. Wellings Trainer Adams hatte zuletzt nach der Niederlage in Trier das Fehlen von Tim Eis und seines Sohnes Max Adams beklagt. Wie wichtig dieses Duo für den TVW ist, zeigen die insgesamt 15 Tore, die Eis und Adams gegen Rhein-Nette erzielten.

„Wir hatten auch diesmal nur neun Feldspieler, weil Nino Gilles-Schulden mit Fußverletzung und Jan Schwarz beruflich bedingt ausfielen. Aber die Alternativen im Rückraum waren besser“, so Trainer Adams. „Als dann einige Spieler müde wurden, ist Max Müller sehr erfolgreich in die Bresche gesprungen. Im Angriff hat meine Mannschaft sich dabei gut an die Vorgaben gehalten und Max durch Kreuzbewegungen gut in Szene gesetzt. Ansonsten kann ich auch der Abwehr inklusive meinem Torhüter Sebastian Monschauer dafür ein Kompliment machen, wie sicher sie in der Endphase gestanden haben.“

Hierzu sagt Kobusch: „Wir haben schlecht gegen den Rückraum verteidigt, und unsere Torhüter haben gegen die Distanzwürfe auch kein Mittel gefunden. Welling hat große Moral gezeigt, aber wir sind letztlich an uns selbst gescheitert.“

Harry Traubenkraut

TV Welling: Basibüyük, Monschauer, Otto; Oligschläger (8), Adams (7), Eis (6), Müller (3), Mannheim (2), Hürter, Lichtl, Nolden, Ockenfeld.

HSV Rhein-Nette: Stitz, Skerlak; Gärtner (8/1), Mehlem (4), Keip (3), Klein (3), Lenz (3/2), Daun (2), Reimer (2), Bieg, Music, Scholl, Wansorra.

Schiedsrichter: Michael Johann/Frank Röhrig (Gösenroth).

Zuschauer: 140.

Siebenmeter: 0 – 4. Zeitstrafen: 4-4.

Spielfilm: 0:3, 2:3, 3:4, 3:6, 5:8, 7:8, 12:14, 14:14, 14:16 – 18:22, 19:23, 24:23, 26:25.

TV Welling - HSV Rhein-Nette 26:25 (14:16)

TV Welling: Basibüyük, Monschauer, Otto; Oligschläger (8), Adams (7), Eis (6), Müller (3), Mannheim (2), Hürter, Lichtl, Nolden, Ockenfeld.

HSV Rhein-Nette: Stitz, Skerlak; Gärtner (8/1), Mehlem (4), Keip (3), Klein (3), Lenz (3/2), Daun (2), Reimer (2), Bieg, Music, Scholl, Wansorra.

Schiedsrichter: Michael Johann/Frank Röhrig (Gösenroth).

Zuschauer: 140.

Siebenmeter: 0 - 4. Zeitstrafen: 4-4.

Spielfilm: 0:3, 2:3, 3:4, 3:6, 5:8, 7:8, 12:14, 14:14, 14:16 – 18:22, 19:23, 24:23, 26:25.

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