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    Rheinlandliga: Wellings Rumpfteam gibt sich in Weibern spät geschlagen

    Die Handballer des TuS Weibern haben das Derby in der Rheinlandliga gegen den TV Welling mit 29:24 (13:15) gewonnen. Gegen ein dezimiertes Gästeteam hatten die Weiberner allerdings viel mehr Mühe, als es das Endergebnis ausdrückt.

    Als zehnmaliger Torschütze glänzte Michael Nett, der großen Anteil am Derbysieg des TuS Weibern gegen den TV Welling hatte.  Foto: A. Walz/Ar.
    Als zehnmaliger Torschütze glänzte Michael Nett, der großen Anteil am Derbysieg des TuS Weibern gegen den TV Welling hatte.
    Foto: A. Walz/Ar.

    In der mit 120 Zuschauern für ein Derby nur spärlich gefüllten Weiberner Robert-Wolff-Halle war es im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit, ab wann die Gäste aus Welling auf die Verliererstraße geraten würden, denn gerade einmal neun Akteure standen auf Gästeseite auf dem Spielberichtsbogen. Es fehlte sogar noch der kurzfristig mit Magen-Darm-Problemen ausgefallene Spielertrainer Kai Schäfer. Doch trotz aller miserablen Vorzeichen verkauften sich die Wellinger sehr lange respektabel. "Wir waren zunächst die schlechtere Mannschaft. Meine Spieler haben vielleicht gedacht, ohne Schäfer auf der Gegenseite läuft das von selbst. Uns hat oft die Geduld gefehlt, da muss ich mich auf der Bank mit einbeziehen, denn ich habe viel zu schnell offensiv decken lassen. Du kannst keine Außen offen decken lassen, wenn die das noch nicht beherrschen", sparte TuS-Trainer Jan Reuland nicht mit (Selbst)-Kritik.

    Tatsächlich "wäre Kai Schäfer sicher stolz auf uns gewesen, wenn er da gewesen wäre", meinte Co-Trainer Sven Acht, der den Spielertrainer vertrat. Diejenigen, die da waren, sahen zunächst eine Wellinger Mannschaft mit der besseren Spielanlange.

    Die Maifelder verstanden es, über alle Positionen torgefährlich zu sein. Insbesondere René Lichtl auf Linksaußen stellte seine wechselnden Gegenspieler und auch Michael Kraus im Weiberner Gehäuse vor große Probleme. Das Zusammenspiel mit dem Kreis funktionierte sehr gut, und Kai Orth im TV-Rückraum erwies sich als "schwerer Brocken" für die sonst so starke Weiberner Defensive.

    Bei den Eifelern hingegen fand anfangs nur Raphael Schlich Lücken im starken Defensivverband der Gäste. Folgerichtig liefen die Weiberner die gesamte erste Halbzeit einem Rückstand hinterher. Doch es blieb die Frage, wie lange der TV Welling diese Spielweise angesichts des dezimierten Kaders durchhalten konnte. Die Antwort lautete: 45 Minuten.

    Dann gewannen die Weiberner in einer Art Verschleißkampf, bei der sich die Spieler derbytypisch nichts schenkten, die Oberhand. Insbesondere Michael Nett im TuS-Rückraum wurde nun zum Garanten für die Wende, an der aber auch der sich nach der Halbzeitpause erheblich steigernde Kraus im TuS-Tor seinen Anteil hatte.

    Mit entscheidend waren auch zwei Disqualifikationen gegen Welling, die den Gästen die letzten personellen Alternativen raubten. Zunächst erwischte es Jan Schwarz, der kurz nach Weiberns erster Führung (18:17) den agilen Max Adams beim Gegenstoß regelwidrig zu Fall brachte. Zehn Minuten später kassierte Lichtl wie auch sein Gegenspieler Michael Kraus die dritte Zeitstrafe, beide mussten auf die Tribüne.

    Für Weibern war dies dank besser gefüllter Bank weniger dramatisch als für den TVW. Die Gäste produzierten nun innerhalb 15 Minuten mehr technische Fehler als in der gesamten Spielzeit zuvor und gerieten am Ende noch deutlich ins Hintertreffen.

    Acht und Reuland waren sich einig darin, "dass das Resultat zu hoch ausgefallen ist". Weiberns Trainer meinte allerdings zusätzlich: "In der zweiten Halbzeit waren wir viel geduldiger. Da haben wir in der 6:0-Abwehr endlich gut gestanden und die Wellinger müde gespielt. Michael Nett hat dann die eine oder andere Fackel ausgepackt. Wir haben am Ende rechtzeitig die Fehler abgestellt und verdient gewonnen. Aber Welling hat moralisch gepunktet, denn sie haben es mit dem Rumpfteam sehr gut gemacht."

    Viel Zuspruch, für den sich die Gäste aber letztlich nichts kaufen konnten. Sven Acht meinte deshalb: "Mit Kai Schäfer sowie Sebastian und Florian Monschauer hätten wir hier heute gute Siegchancen gehabt. So aber stehen wir trotz guter Vorstellung mit leeren Händen da, weil unser Akku am Ende leer war."

    Harry Traubenkraut

    TuS Weibern: Markus Kraus; Nett (10), Schlich (10/5), Adams (5), Michael Kraus (2), Klapperich (1), Schumacher (1), Faika, Müller, See, Wetzlar.

    TV Welling: Esch; Lichtl (6), Orth (6), Hürter (6/4), Schnoor (4), Gilles-Schulden (1), Loos (1) Schwarz, Bolz.

    Handball (ABCK)
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