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Vallendar

HVV nutzt die doppelte Überzahl nicht

Mit 26:27 (14:13) hat der HV Vallendar sein Heimspiel der Handball-Oberliga gegen die SG Saulheim verloren. Dabei standen bei den Gastgebern in den letzten 20 Sekunden sogar zwei Spieler mehr auf dem Feld, das Tor zum Ausgleich sollte aber nicht mehr gelingen.

Spannendes Spiel mit turbulenter Schlussphase und bitterem Ausgang für den HV Vallendar – Merlin Busse (am Ball) und seine Mitspieler mussten gegen die SG Saulheim eine 26:27-Heimniederlage einstecken. Foto: Wolfgang Heil
Spannendes Spiel mit turbulenter Schlussphase und bitterem Ausgang für den HV Vallendar – Merlin Busse (am Ball) und seine Mitspieler mussten gegen die SG Saulheim eine 26:27-Heimniederlage einstecken.
Foto: Wolfgang Heil

Fast zwei Stunden hatten die beiden Mannschaften, Schiedsrichter und Zuschauer in der Halle auf dem Mallendarer Berg verbracht – und am Ende konnte sich niemand so wirklich erklären, was da gerade passiert war. In einem zerfahrenen, teilweise chaotischen Spiel lieferten sich die Gastgeber und die SG Saulheim eine spannende Partie. Beide Trainer haderten während des Spiels immer wieder mit Entscheidungen, zwischendurch stürmten sogar Fans auf den Platz und zum Ende hin wurde das Spiel mehrmals unterbrochen, da sich die Unparteiischen bezüglich des richtigen Spielstandes mit den Zeitnehmern absprechen mussten.

Vallendars Trainer Christoph Barthel wollte sich nach dem Spiel nicht dazu äußern und suchte die Gründe für das Resultat bei seiner Mannschaft: „Das ist eine absolut unnötige Niederlage. Wir spielen uns gute Möglichkeiten heraus und vergeben dann hundertprozentige Chancen plus einige Siebenmeter. Heute hätten wir gewinnen können, sogar müssen.“ Vor allem in den letzten zehn Minuten lief alles gegen seine Mannschaft, die selbst beste Chancen liegen ließ und in der Schlussphase dann sogar in doppelter Überzahl keinen Treffer mehr erzielen konnte.

Das Spiel begann allerdings ohne große Höhepunkte. Lediglich Christian Offermann aufseiten der Vallendarer stach in den ersten Minuten hervor, in dem er die ersten fünf Treffer seines Teams erzielte. Die Gäste kamen etwas besser ins Spiel, führten nach zehn Minuten mit 6:4, die Löwen drehten diesen Zwei-Tore-Vorsprung allerdings zu ihren Gunsten und gingen nach einem Überzahlspiel mit 9:7 in Führung (18.). In der Folge konnte der HVV das Polster sogar auf vier Treffer Vorsprung erhöhen, über 12:8 (21.) ging es hoch auf 14:10 (27.). Als es dann nach einer komfortablen Halbzeitführung für die Löwen aussah, ließen die Gastgeber die Zügel schleifen, handelten sich nach einem Gegentor und anschließendem Ballverlust zwei Gegentreffer innerhalb weniger Sekunden ein und gingen letztlich nur mit 14:13 in die Pause. Genau diese Szenen monierte Barthel: „Wir hatten die Partie über weite Strecken gut im Griff und spielerisch überzeugt. Aber dann sind wir zwischendurch nachlässig geworden und haben den Gegner damit zurück ins Spiel geholt.“

So auch in der zweiten Halbzeit, in die Vallendar sehr gut rein kam. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff war der Vorsprung von vier Toren wieder hergestellt (18:14), es sollte allerdings die letzte vermeintlich komfortable Führung für die Löwen an diesem Abend gewesen sein. Vor allem aufgrund der schlechten Chancenverwertung kam Saulheim Tor um Tor näher, bis die Gäste in der 48. Minute ausglichen (21:21) und anschließend sogar in Führung gingen.

Das Spiel wurde nun immer hektischer und drohte den Schiedsrichtern zu entgleiten. Zahlreiche Herausstellungen waren die Folge, beim Stand von 26:26 musste jeweils einer aus jeder Mannschaft vom Feld (57.), was Saulheim besser zu nutzen wusste und in der 58. Minute das 27:26 und damit das letzte Tor des Tages erzielte. Daran änderte auch die Rote Karte für Saulheims Maximilian Schaaf nichts mehr, der für einen Kopfstoß gegen Lukas Hertz herausgestellt wurde. Anschließend musste auch noch sein Teamkollege Robin Kuntz vom Feld, Vallendars Jacob Schleier vergab in doppelter Überzahl aber die letzte Torgelegenheit und damit die Chance auf den Ausgleich. Unbändige Freude auf der Gästeseite und entsetzte Gesichter bei den Vallendarern und ihren Anhängern – der HVV steckt nach drei Spieltagen mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden im Keller der Tabelle.

Vallendar: S. Stein, Burgard – Hertz (3/1), Baldus (1), Lohner (2), Schaub, Schmidt (2), Busse (1), D. Stein (2), Strüder (1), Gutfrucht (2), Offermann (10/4), Schleier (2).

Von unserer Mitarbeiterin Sabrina Kreuter

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