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Siegen

Siegen verliert an einem historischen Fußballabend

So mitreißend, so begeisternd, aber auch so niederschmetternd kann Fußball sein: Regionalligist Sportfreunde Siegen hat sein DFB-Pokal-Erstrundenspiel gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt an einem Abend, der alles bot, was ein Pokalkrimi bieten kann, nach Elfmeterschießen mit 7:8 verloren. 120 Minuten lang lieferten die Siegerländer einen aufopferungsvollen Kampf ab, am Ende entschied das Glück – beziehungsweise das Pech.

Zouhair Bouadoud sinkt enttäuscht auf den Rasen. 120 Minuten leisteten seine Sportfreunde dem Zweitligisten FSV Frankfurt Widerstand. Doch der Gast siegte im DFB-Pokal im Elfmeterschießen.  Foto: cst-medien
Zouhair Bouadoud sinkt enttäuscht auf den Rasen. 120 Minuten leisteten seine Sportfreunde dem Zweitligisten FSV Frankfurt Widerstand. Doch der Gast siegte im DFB-Pokal im Elfmeterschießen.
Foto: cst-medien

Um 23.12 Uhr platzte Siegens Traum von einer Sensation. Mathias Hartwig, der 16. Elfmeterschütze des Abends, entschied sich für die aus seiner Sicht linke Ecke und scheiterte an Patric Klandt – Frankfurt stand in der zweiten Runde. Zwei Minuten vorher fehlte den Sportfreunden ein Schuss ins Pokalglück. Mirson Volina hatte den "Matchball" auf dem Schuh, nachdem Dominik Poremba gegen Alexander Huber pariert hatte, fand aber ebenfalls seinen Meister in Klandt. "Es hat nicht sollen sein", haderte Siegens Trainer Matthias Hagner. "Die Jungs haben einen tollen Pokalfight abgeliefert. Auch wenn sie diese lobenden Worte heute sicherlich nicht hören möchten."

In den 120 Minuten vor dem Elfmeterschießen lagen die Gastgeber zunächst mit 2:0 in Führung. Frankfurt besaß in der ersten Halbzeit unter anderem durch Zafer Yelen, Vincenzo Grifo und Odise Roshi etliche Möglichkeiten, leistete sich in der Abwehr jedoch auch böse Schnitzer. In der 18. Minute setzte Manuel Glowacz gegen den indisponierten Alexander Huber nach, legte zu Zouahir Bouadoud quer, der ins leere Tor einschoss. Auch das zweite Sportfreunde-Tor leitete Glowacz ein. Er profitierte von einem Kopfballluftloch Denis Epsteins, brachte den Ball von der rechten Grundlinie in die Mitte und bediente Ali Ibrahimaj (33.). Zafer Yelen verkürzte in der 41. Minute mit einem Kopfball dicht über der Grasnarbe auf 2:1. Bis zur 72. Minute verteidigte die Heimelf ihren Vorsprung. Dann verwandelte Edmond Kapllani einen Foulelfmeter und die Partie begann quasi bei Null.

Die Hagner-Elf bewies nicht nur Einsatz, sondern auch Kondition bis zum Schluss. So startete Mirson Volina spät noch einmal durch, wurde von Marcel Kaffenberger mit einer Notbremse gestoppt, was die Rote Karte zur Folge hatte. Den von Glowacz anschließend getretenen Freistoß fälschte Bouadoud ins Tor ab. Tor? 3:2? Ja? Nein? Nein! Das Schiedsrichtergespann sah "Zouzou" im Abseits – Verlängerung. In dieser brachte Kapllani den FSV in Front (98.), aber auch das schockte den Regionalligisten nicht. In Überzahl drückten die Hausherren und glichen durch Bouadoud in einer packenden Endphase, die durch Marc-André Kruska auch noch einen Pfostentreffer zu bieten hatte, zum 3:3 aus. Das Elfmeterschießen musste her, und hier verhinderte Patric Klandt die Sensation.

Von unserem Mitarbeiter

René Weiss

Siegen: Poremba – Geisler, Dalman, Bauman, Frisch – Möllering (65. Volina), Keseroglu (59. Hartwig) – Glowacz, Hayer, Ibrahimaj (99. König) – Bouadoud.

Frankfurt: Klandt – Huber, Schlicke (12. Kaffenberger), Beugelsdijk, Epstein – Roshi (61. Engels), Kruska, Konrad, Grifo – Kapllani, Yelen (61. Schembri).

Schiedsrichter: René Rohde (Rostock).

Zuschauer: 4226.

Tore: 1:0 Zouahir Bouadoud (18.), 2:0 Ali Ibrahimaj (33.), 2:1 Zafer Yelen (41.), 2:2 Edmond Kapllani (72., Foulelfmeter), 2:3 Edmond Kapllani (98.), 3:3 Zouahir Bouadoud (118.); Elfmeterschießen: 3:4 Edmond Kapllani, 3:5 Manuel Konrad, 4:5 Manuel Glowacz, 5:5 Sven König, 5:6 Vincenzo Grifo, 6:6 Markus Hayer, 6:7 Mario Engels, 7:7 Zouahir Bouadoud, 7:8 Tom Beugelsdijk. Besonderheiten: Rote Karte gegen Frankfurts Marcel Kaffenberger (87., Notbremse).

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