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Siegen

Siegen: Tragische Helden richten Blick nach vorn

Es gab an diesem Siegener Abend mehrere tragische Helden. Sportfreunde-Torhüter Dominik Poremba, der drei Elfmeter im finalen Shoot-out hielt und trotzdem als Verlierer den Platz verlassen musste, war der eine. Zouhair Bouadoud, einzige Spitze und Schütze dreier Treffer, von denen nur zwei in die Wertung kamen, der andere. Das Ende des Dramas war das höchst unglückliche Ausscheiden von Regionalligist Sportfreunde Siegen, dem eine dicke sechsstellige Summe für das Erreichen der zweiten DFB-Pokal-Runde entging.

Zouhair Bouadoud sinkt enttäuscht auf den Rasen. 120 Minuten leisteten seine Sportfreunde dem Zweitligisten FSV Frankfurt Widerstand. Doch der Gast siegte im DFB-Pokal im Elfmeterschießen.  Foto: cst-medien
Zouhair Bouadoud sinkt enttäuscht auf den Rasen. 120 Minuten leisteten seine Sportfreunde dem Zweitligisten FSV Frankfurt Widerstand. Doch der Gast siegte im DFB-Pokal im Elfmeterschießen.
Foto: cst-medien

Als Sieger der Herzen durften sich die Siegener Fußballer nach dem dramatischen Aus in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den FSV Frankfurt fühlen. Erst im Elfmeterschießen konnte sich der Zweitligist gegen aufopferungsvoll kämpfende Sportfreunde mit 8:7 durchsetzen. Auch wenn am Abend selbst die Enttäuschung überwog, brachten die Sportfreunde mit ihrer Leistung die Fans hinter sich. Das ist auch nötig, denn der schnöde Ligaalltag ruft – und da waren die Siegener bisher noch gar nicht heldenhaft.
Als Sieger der Herzen durften sich die Siegener Fußballer nach dem dramatischen Aus in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den FSV Frankfurt fühlen. Erst im Elfmeterschießen konnte sich der Zweitligist gegen aufopferungsvoll kämpfende Sportfreunde mit 8:7 durchsetzen. Auch wenn am Abend selbst die Enttäuschung überwog, brachten die Sportfreunde mit ihrer Leistung die Fans hinter sich. Das ist auch nötig, denn der schnöde Ligaalltag ruft – und da waren die Siegener bisher noch gar nicht heldenhaft.
Foto: cst-medien

"Klar", so ein äußerst besonnen antwortender Siegener Keeper, "Elfmeter zu halten, ist reine Glückssache. Aber wir sind heute Abend die Gewinner der Herzen – es war für mich das Highlight meiner Karriere." Die Uhr schlug fast Mitternacht, als die 4226 Zuschauer dem Leimbachstadion mit einer Menge Frust den Rücken kehrten.

Der überragende Siegener Angreifer lachte spät in der Pokalnacht in die Fernsehkamera. "Ich glaube, man hat gesehen, dass es kein Abseits war ..." Richtig. Das war die Szene in der regulären Spielzeit, die die Partie eigentlich schon nach 90 Minuten hätte entscheiden müssen. Zouhair Bouadoud prallte der 17-Meter-Freistoß von Manuel Glowacz am Elfmeterpunkt auf den Rücken, der Ball trudelte ins Eck.

Das 3:2. So dachten alle im Rund. Schiedsrichter René Rohde aus Rostock wohl auch, der zur Mitte zeigte. Auf Intervention seines Assistenten Felix Schwermer entschied er anders. Abseits soll es gewesen sein – die Zeitlupe widersprach der Assistenten-Meinung.

Das Siegener Schicksal nahm seinen Lauf. Aus und vorbei nach dem vierten Fehlschuss durch Mathias Hartwig. "Das muss sich erst mal setzen. Und dann, davon bin ich überzeugt, nehmen wir aus diesem Spiel eine Menge Schwung für die Zukunft mit", sagte Matthias Hagner, der Siegener Trainer, mit Blick auf die anstehenden Aufgaben in der Regionalliga. Dort steht nach zwei Spielen noch kein Punkt auf der Habenseite.

Seine tragischen Helden wollen nun spätestens am Samstag bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach daran etwas ändern.

Hans-Georg Moeller

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