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Koblenz

TuS kommt im Abstiegskampf an

Die gute Nachricht von Zweitligist TuS Koblenz: Mit dem 2:0 im Kellerduell bei Rot Weiss Ahlen hat die Elf von Petrik Sander eindrucksvoll demonstriert, dass sie sich dem Abstiegskampf stellt. Die schlechte Nachricht: Der Weg zum Klassenverbleib bleibt nach wie vor steinig.

TuS kommt im Abstiegskampf an
Seltenes Glücksgefühl: Nach dem mühevoll erarbeiteten 2:0 in Ahlen wächst bei den Koblenzer Profis wieder der Glaube an den Klassenverbleib.
Foto: Lutz Matthias

Erst am Tag danach wurde die ganze Dimension dessen deutlich, was die Profis von TuS Koblenz in Ahlen geleistet hatten. Das 2:0 im Keller-Duell der Zweiten Bundesliga, es war mehr als nur ein schlichter Auswärtssieg. Nein, durch den "Dreier" beim unmittelbaren Konkurrenten bleibt die TuS im Rennen um den 16. Rang. Das 2:0 des FSV Frankfurt gegen Düsseldorf sowie der Punktgewinn von Hansa Rostock waren dabei alles andere als hilfreich, zeigten im Umkehrschluss aber auch: Im Falle einer Koblenzer Niederlage hätte es nun schon eines der eher seltenen "Fußball-Wunder" bedurft, um sich in die Relegation zu retten.

So trennen die Elf von Petrik Sander zwar nach wie vor fünf Punkte vom Minimalziel Platz 16, die in den ausstehenden acht Runden aber durchaus aufzuholen sind. Vor allem dann, wenn sich das Team so präsentiert wie am Freitagabend. "Nur so kann unser Weg aussehen", imponierte dem TuS-Trainer, dass seine Schützlinge nun endlich verinnerlicht haben, was in dieser prekären Situation zu tun ist: sich zu wehren und keinen Zentimeter zurückzuweichen. Das klingt martialisch, entspricht aber den Anforderungen des Abstiegskampfes. "Spielerisch war ja schon in den Vorwochen eine positive Entwicklung zu sehen", findet Sander, um gleich anzufügen: "Das allein reicht aber natürlich nicht, um in der Klasse zu bleiben."

Möglicherweise ist diese Erkenntnis bei den Akteuren ja auch in der internen Aussprache im Vorfeld der Partie gereift. Besser spät als gar nicht, könnte man hinzufügen.

Um sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, braucht"s freilich auch etwas Glück. Und das hatten die Koblenzer in Ahlen. In einer Partie, die bei fast schon irregulären Platzverhältnissen ausgetragen wurde, konnte eigentlich nur jenes Team gewinnen, dem der erste Treffer gelingt. Den verpasste RWA-Stürmer Julian Jenner nach drei Minuten, während Emmanuel Krontiris kurz vor der Pause ein Tor erzielte, das ihm nicht ein zweites Mal glücken dürfte. Aus 30,8 Metern, wie findige Fernseh-Leute errechneten, segelte der Ball zum 0:1 ins Netz. Die Aufholjagd der Gastgeber blieb im Morast stecken, Glockners 0:2 wurde zum i-Tüpfelchen des Koblenzer Erfolgs.

Positiv machte sich zudem bemerkbar, dass der in der Hinrunde noch ziemlich phlegmatisch daherkommende Brasilianer Everson seine Rolle als Nachrücker im Mittelfeld mit viel Verve ausfüllte. Zudem zog der zum rechten Verteidiger umfunktionierte Matej Mavric mit zunehmender Spieldauer Ahlens Vorbereiter Alain Ollé Ollé den Zahn. "Die Vorgaben sind nahezu eins zu eins umgesetzt worden", freute sich Sander, "endlich hat es die Mannschaft geschafft, sich für ihren Aufwand zu belohnen."

Erstaunlich, dass der Koblenzer Trainer nach den nervenaufreibenden 90 Minuten so gelassen wirkte. Wohl deshalb, weil er in diesen entscheidenden Tagen des aufreibenden Abstiegskampfs ein unerschütterliches positives Denken an den Tag legen muss. Das wird auch vonnöten sein, denn die Aufgaben werden nicht leichter. Was Sander (noch) nicht sagte, aber wohl allen Beteiligten klar ist: Um statt Hoffnung wieder ernsthafte Ansprüche auf den Ligaverbleib anmelden zu können, ist ein Erfolg im anstehenden Heimspiel am Freitag gegen Fürth fast schon zwingend.

Sven Sabock

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