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    Salmrohr

    TuS Koblenz verspielt die Chance auf das große Pokalgeld

    TuS Koblenz hat die Chance auf einen Geldsegen im Pokal verspielt. Im Halbfinale des Rheinlandpokals unterlag der Fußball-Regionalligist beim Oberligisten FSV Salmrohr mit 0:1 (0:1) und setzte die Misserfolgerlebnisse dieser durch und durch verkorksten Saison fort. Die Salmrohrer, für die Sebastian Ting mit einem Sonntagsschuss kurz nach der Pause den Siegtreffer erzielte, spielen nun am 3. Juni im Finale gegen den Ligakonkurrenten SpVgg Burgbrohl, der Sieger erreicht die erste Hauptrunde im DFB-Pokal - und kassiert 130 000 Euro.

    TuS-Stürmer Angelo Hauk hat den Ball vor dem Salmrohrer Marc Inhestern, doch dann weiß er nicht, wohin damit. Auch im vielleicht wichtigsten Saisonspiel enttäuschten die Koblenzer ihren Anhang und verpassten gegen den Oberligisten den Einzug ins Pokalfinale.  Foto: Sebastian Schwarz
    TuS-Stürmer Angelo Hauk hat den Ball vor dem Salmrohrer Marc Inhestern, doch dann weiß er nicht, wohin damit. Auch im vielleicht wichtigsten Saisonspiel enttäuschten die Koblenzer ihren Anhang und verpassten gegen den Oberligisten den Einzug ins Pokalfinale.
    Foto: Sebastian Schwarz

    "Diese Summe fehlt nächste Saison in unserem Etat", merkte TuS-Vorstandsmitglied Hannes van Heesch mit Galgenhumor an, "die Enttäuschung ist riesengroß. Ich hatte den Eindruck, bei einigen unserer Spieler fehlte der Wille in diesem so wichtigen Spiel."

    TuS-Trainer Petrik Sander hatte nicht weniger als sechs "gelernte" Verteidiger aufgeboten. Die Winterzugänge Felix Lietz und Stefan Hickl rückten auf die Außenbahnen im Mittelfeld vor und sollten Druck erzeugen, Sven Wurm und José Matuwila verteidigten auf den Außenpositionen.

    Ein Klassenunterschied war von Beginn an nicht zu erkennen. Beide Teams waren zunächst mehr auf die Vermeidung von Fehlern als auf die eigene Offensive bedacht. TuS-Kapitän Danko Boskovic hatte eine erste Halbchance, als er mit dem Rücken zum Tor angespielt wurde, beim Versuch, sich um seinen Gegenspieler Marc Inhestern zu drehen, jedoch scheiterte (24.).

    Dafür hätte es auf der Gegenseite beinahe geklingelt. Fabian Helbig fand Julian Bidon frei auf der rechten Strafraumseite, doch der beste Torschütze der Salmrohrer zielte aus 13 Metern knapp am kurzen Eck vorbei (26.) - da mussten die Koblenzer zum ersten Mal durchschnaufen.

    Doch die Chance des FSV wurde für die TuS zum Weckruf. Drei erstklassige Möglichkeiten boten sich dem Regionalligisten vor der Pause. Als sich Stefan Hickl robust gegen Inhestern durchsetzte und der Schiedsrichter nicht eingriff, zielte der Koblenzer aus zwölf Metern knapp am Pfosten vorbei (34.).

    Kevin Steuke, der hinter Angelo Hauk eine Art hängende Spitze spielte, schickte seinen Sturmkollegen auf der linken Seite steil. Hauk lief Inhestern davon, versuchte dann, per Kunstschuss mit dem rechten Außenrist das linke Toreck anzuvisieren, doch der Ball ging haarscharf vorbei (36.)

    Der dritte Pechvogel war Boskovic, der nach einer schönen Kombination über Hickl und Lietz dessen Rückpass freistehend aus acht Metern am linken Pfosten vorbeischoss (40.).

    Statt im zweiten Durchgang eine durchaus mögliche Pausenführung zu verteidigen, sah sich die TuS kurz nach Wiederbeginn im Hintertreffen. Die Salmrohrer kamen giftig und aggressiv aus der Kabine. Den ersten Schuss von Sebastian Ting blockte André Marx noch ab (50.), eine Minute später zog der Mittelfeldspieler des FSV aus gut 25 Metern ungehindert ab und traf genau in den Winkel zum 1:0.

    Und die Gastgeber blieben am Drücker gegen passive Koblenzer. FSV-Kapitän Daniel Schraps und Tim Hartmann verpassten eine gefährliche Hereingabe von Michael Kohns und somit die Entscheidung (59.), ehe sich die Koblenzer noch einmal aufrafften. Ihre Aufholjagd, überwiegend mit hohen Bällen auf die nach vorn gerückten langen Spieler Admir Softic und Marx inszeniert, erbrachte zwei weitere gute Chancen. Nach einem gewonnenen Kopfballduell von Softic knallte Lietz freistehend am linken Fünfer-Eck den Ball überhastet in den Nachthimmel (72.), und der eingewechselte Anel Dzaka vergab die allerbeste Möglichkeit, als er aus 14 Metern den Ball halbhoch in die Arme von FSV-Schlussmann Daniel Ternes schaufelte (76.).

    Petrik Sander war bedient: "Wir haben in der ersten und in der zweiten Halbzeit jeweils zwei- oder dreimal frei vor dem Torwart gestanden und die Riesenchancen vergeben, und das waren keine No-Name-Spieler. Und hinten sind wir nicht in der Lage, zu Null zu spielen." Bitter fiel sein Fazit aus: "Heute haben Mentalität und größeres Herz - ich traue mich kaum, das zu sagen - gegen die bessere Qualität gewonnen."

    Sein Salmrohrer Kollege Paul Linz meinte: "Wir können ja nichts dafür, wenn der Gegner seine Chancen nicht reinmacht", und warnte seine Salmrohrer vor zu großer Pokal-Euphorie: "Wir haben noch nichts erreicht. Ein Endspiel gegen Burgbrohl muss man erst mal gewinnen." Dieser Erfahrung bleibt TuS Koblenz erspart.

    Von unserem Redakteur

    Christoph Hansen

    TuS Koblenz
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