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Koblenz

Koblenzer erzwingen die Pokal-Überraschung

Festtag im Stadion Oberwerth: Mit dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf ist TuS Koblenz nicht nur eine Überraschung im DFB-Pokal geglückt, die junge Drittliga-Elf von Trainer Petrik Sander hat einmal mehr Werbung in eigener Sache betrieben.

Koblenzer erzwingen die Pokal-Überraschung
Ein Sinnbild für die 90 Minuten auf dem Oberwerth: Die TuS-Akteure, allen voran Michael Stahl (rechts), scheuten gegen Fortuna Düsseldorf keinen Zweikampf.
Foto: Thomas Frey

Koblenz – Festtag im Stadion Oberwerth: Mit dem 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf ist TuS Koblenz nicht nur eine Überraschung im DFB-Pokal geglückt, die junge Drittliga-Elf von Trainer Petrik Sander hat einmal mehr Werbung in eigener Sache betrieben.

Der Regen wollte einfach nicht aufhören, die Fans waren klitschnass, aber die Stimmung konnte dennoch nicht besser sein: Nach zwei Unentschieden in den ersten beiden Heimspielen ist Fußball-Drittligist TuS Koblenz der erste Erfolg im Stadion Oberwerth geglückt. Und was für einer: Beim 1:0 gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf zeigte die Mannschaft von Trainer Petrik Sander im wahrsten Sinne des Wortes einen packenden Pokal-Kampf ab und belohnte sich mit dem entscheidenden Tor durch Johannes Rahn (83.) für ihren nimmermüden Einsatz.

„Wir haben es am Ende einfach erzwungen", freute sich Ole Kittner nach dem Coup, ehe der Innenverteidiger in der Kabine verschwand, wo der Neuzugang demonstrierte, dass er den Text des „Kowelenzer Schängelche" schon halbwegs beherrscht. Man muss die Feste eben feiern, wie sie fallen.

Die Koblenzer hatten auch allen Grund dazu, den Moment zu genießen. Schließlich hatte die neu formierte TuS-Mannschaft in den 90 Minuten zuvor eindrucksvoll ihre Charakterstärke unter Beweis gestellt. Auch wenn nicht jeder Pass seinen Adressaten fand und sich gerade in der ersten Halbzeit manche Lücke im Abwehrverhalten auftat, suchte das Team unermüdlich die Zweikämpfe. Es sollte der Schlüssel zum Erfolg werden.

Natürlich brauchte es gegen die Fortuna auch ein bisschen Glück. Vor fast 4000 Gäste-Fans unter den 9065 Zuschauern hätten die Düsseldorfer in der ersten Halbzeit gleich zwei Mal das Spiel zu ihren Gunsten entwickeln können. In der 9. Minute setzte Ranisav Jovanovic nach einer der wenigen schnellen Kombinationen den Ball auf die Latte, in der 28. Minute scheiterte er am herauseilenden TuS-Torwart Dieter Paucken.
„Ich wusste, dass die Mannschaft ihre Chance bekommen würde", berichtete Sander von seiner Halbzeitansprache.

Und noch etwas wurde dort thematisiert: die Standardsituationen. Die Ausführung der ruhenden Bälle war in den letzten Wochen eher überschaubar gewesen und auch gestern machten die Koblenzer lange Zeit nichts daraus. Ein Ärgernis, denn die forsche TuS erarbeitete sich einen Freistoß nach dem anderen, um die Chance dann verpuffen zu lassen.

Bis zur 83. Minute, als sich Oliver Laux den Ball zurechtlegte. Der Nachwuchsmann schlug den Ball aus 40 Metern in Richtung Tor, wo Johannes Rahn einen Tick schneller als die gesamte Düsseldorfer Abwehr reagierte und per Flugkopfball zum 1:0 einnickte. Das Tor war die logische Konsequenz des Spielverlaufs, in dem die TuS mit jeder Minute mehr an Überzeugung gewann, für eine Überraschung sorgen zu können.

Bei allem Jubel im weiten Rund avancierte allerdings ausgerechnet Kapitän Dennis Brinkmann zum Stimmungstöter. „Wir können uns jetzt kurz freuen, aber dann geht es auch schon weiter, richtete er den Blick auf das anstehende Liga-Spiel am Freitag beim VfB Stuttgart II, „in dem wir das Selbstvertrauen mitnehmen müssen". Das nächste mögliche Pokal-Fest ist für Brinkmann jedenfalls noch kein Thema. Auch auf einen einen Wunsch-Gegner wollte er sich nicht festlegen, aber die Münchner Bayern auf dem Koblenzer Oberwerth hätten auch für den Ex-Aachener einen besonderen Reiz: „Gegen die hab' ich schon zweimal gewonnen."

Sven Sabock

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